Diplomarbeit und parallel schon gearbeitet

von
Michael Thiel

Ich habe während des letzten Semesters schon voll gearbeitet, sozusagen parallel noch die Diplomarbeit abends und am Wochenende geschrieben. Teilweise waren auch Termine an der Uni wahrzunehmen. Nun stellt sich die Frage, soll ich angeben, daß ich mehr als 20 Stunden pro Woche noch mit dem Studium verbracht habe oder bringt mir das eher Nachteile? Wirkliche Beiträge habe ich ja über den Arbeitgeber gezahlt. Ich habe irgendwo gelesen, daß sowieso nur 3 Jahre Studium angerechnet werden und ich habe ja eh schon 5 Jahre studiert plus ein halbes Jahr Diplomarbeit.

von
Fragezeichen

wie, wo, was angeben? Nix verstehn...

von
Michael Thiel

Na bei der Kontenklärung für die Deutsche Rentenversicherung, wo sonst? Die wollen das doch alles genau wissen.

von
bekiss

Durch die zusätzliche wahrheitsgemäße Angabe Ihres Studiums bzw. dessen zeitlichen Umfangs enstehen Ihnen keine Nachteile. Achtung: Wege und Hausaufgaben zählen mit beim Zeitaufwand für das Studium!

von
no name

Ich möchte Ihnen zunächst raten, die Angabe einfach wahrheitsgemäß zu machen!
Schulausbildungszeiten werden übrigens im Umfang von bis zu acht Jahren anerkannt.

Es können zwei Fälle entstehen: Sie haben für Ihre Beschäftigung mehr Zeit aufgewendet als für Ihr Studium
-> die Zeit des Studiums wird Ihnen nicht anerkannt, es bleibt in diesem Zeitraum nur die Pflichtbeitragszeit, und zwar vollwertig.

Andere Möglichkeit:
Sie haben für Ihr Studium mehr Zeit aufgewendet als für die Beschäftigung
-> die Schulausbildungszeit wird als Anrechnungszeit anerkannt, und da eine Beitragszeit und eine Anrechnungszeit zusammentreffen, wird der Zeitraum beitragsgemindert.

von Experte/in Experten-Antwort

Ich schließe mich der Antwort von no name mit folgender Ergänzung an:

Sollte es zur Anerkennung der Ausbildungszeit kommen und die Zeit dadurch beitragsgemindert werden, kommt evtl. eine Höherbewertung der beitragsgeminderten Zeiten im Rahmen der Gesamtleistungsbewertung in Betracht. Vereinfacht gesagt wird ein Durchschnittswert aus sämtlichen gezahlten Beiträgen berechnet. Jeder Monat beitragsgeminderte Zeit (aufgrund Ausbildung) muss dann mit 75% dieses Durchschnittswertes bewertet werden, außer die Beitragszeit alleine erreicht oder übertrifft diesen Wert schon.