Direktversicherung

von
Klaus

Hallo,
wie ist es möglich, dass die Regierung Sozialversicherungsfreiheit bei Entgeltumwandlung propagiert, obwohl sie weiss, dass die Beiträge nachentrichtet werden müssen?
Diese Aussage wird von der Versicherungswirtschaft zu Lasten der potentiellen Versicherungsnehmer schamlos ausgenutzt.
Selbst Publikationen zu diesem Thema in Tageszeitungen, z. B. kürzlich in der WAZ, informieren nicht über diesen Fakt. Ebenso finden Sie kein Wort darüber in den Publikationen des "Informationszentrum der deutschen Versicherer"
Die Nachentrichtung dieser Beiträge erfolgt sogar aus Verträgen, die zu Zeiten abgeschlossen wurden, als davon noch keine Rede war,
also ohne Bestandsschutz für Altverträge, das jeder mit normalem Rechtsempfinden in einem Rechtsstaat für natürlich halten würde.
Ein mieses Geschäft für alle Anleger in eine Altersversorgung, die einen Vertrag z. B in den achtziger Jahren abgeschlossen haben, und jetzt mit Beträgen um die EUR 10.000.- bei Fälligkeit einer selbstgezahlten Lebensversicherung abgezockt werden.
Bei Kenntnis der Fakten hätte es damals sicher lukrativere Anlagemöglichkeiten gegeben.

von
Schade

und welche Antwort soll Ihnen nun ein Fachmann der RV geben?

Wenden Sie sich an Ihren Undestagsabgeordneten, der sitzt doch im Deutschen Bundestag und "macht die Gesetze"!

Ich verstehe ja Ihren Frust - nur ändern kann ich das genausowenig wie irgendein Mitarbeiter der Deutschen Rentenversicherung.

von
Klaus

Hallo,
dieser Text ist an den Abgeordneten auf dem Weg!
Hilft zwar nix, aber jeder sollte den Finger überall und bei jeder Gelegenheit in die Wunde legen!

von
Maria L.

Hallo Klaus,

das ist hier im Forum ein altbekanntes Thema. Die meisten Betroffenen fallen ja aus allen Wolken, wenn sie von der doppelten Beitragspflicht auf ihre Betriebsrente erfahren. Ich habe hier schon wiederholt darum geworben, in solchen Fällen "böse Briefe" an Politiker zu schreiben. Finde ich sehr gut, wenn Sie das machen. Informieren Sie auch alle jüngeren Menschen in Ihrem Umfeld.

Wenn der Staat schon heute so knapp bei Kasse ist, daß er zu einer solchen Ungerechtigkeit greifen muß, was glauben Sie, was dann in 20-30 Jahren los ist?!?

Alle heute staatlich geförderten Verträge sind erste Anwärter, wenn es darum geht, zusätzliche finanzielle Mittel aufzutreiben. Nur mit freier und rentabler Altersvorsorge hat ein heutiger Arbeitnehmer eine Chance.

Die Staatsverschuldung wird niemals auf normalem Wege zurückgeführt werden können. Nur durch Inflation kann sich der Staat seiner Schulden entledigen. Wir erleben gerade den Anfang. Inflation entwertet alle Schulden - aber auch alle festverzinslichen Sparverträge, Rentenanwartschaften, Bargeld etc. Legen Sie Ihre Rücklagen lieber nicht in staatlichen Wertpapieren an. Nur Sachwerte und Produktivkapital bieten auf lange Sicht Schutz.

Gruß,
Maria L.