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"Doppelte Witwenschaft"

von
Karl-Heinz Winkler

Einer meiner Mandanten ist Arzt im Rentenbezug, seit einigen Jahren verwitwet. Nun plant er die Wiederheirat mit einer ebenfalls verwitweten, ca. 10 Jahre jüngeren Frau. Diese erhält neben dem Einkommen aus einer Teilzeitstelle Witwenrente nach ihrem ersten Mann aus der GRV, der ZVK sowie einem kirchlichen Zusatzversorgungswerk. Alle diese Witwenrenten würden durch die erneute Eheschließung entfallen.
Würde nun, was statistisch wahrscheinlich ist, diese Frau ihren neuen Ehemann überleben, würde sie von diesem keine Witwenrente erhalten. Die Satzung des ärztl. Versorgungswerkes (§27, Abs. 2) sieht keine Hinterbliebenenversorgung vor für den Fall, dass eine Ehe erst nach Beginn der Altersrente geschlossen wurde.
Was kann hier empfohlen werden? Kann die erste Witwenversorgung in einer solchen Konstellation wieder aufleben? Oder ist eine Abfindungsregelung möglich und sinnvoll, die dann in eine private Versorgung eingebracht werden muss?

Experten-Antwort

Bei der gesetzlichen RV hätte die &#34;neue&#34; Witwe einen Anspruch auf eine Witwenrente nach dem vorletzten Ehegatten (§ 46 Abs. 3 SGB VI); also die Rente von Ihrem ersten Ehemann. Wie das bei der ZVK ist sollte man dort erfragen.