Dringende Anfrage - Reha trotz langj. EU-Rente

von
Regine Jennert

Sehr geehrte Damen und Herren,
aufgrund einer schweren rheutmatischen Erkrankung erhalte ich seit nunmehr 15 Jahren eine EU-Rente - die mehrmals verlängert wurde und derzeit bis 2013 befristet ist. Durch die weitere Verschlechterung meines Gesundheitszustandes (auch psychosom.) stellte mein Neurologe einen Reha-Antrag für Leistungen zur med. Reha, um einer mögl. Pflegebedürftigkeit entgegenzu wirken. Diesen Reha-Antrag legte ich meiner Krankenkasse vor, die mich jedoch an den RV-Träger verwies (wg.Zeitrente seit 15 Jahren). Nun folgte ich diesem Rat, was zur Folge hatte, das mir von der RV eine Reha mit dem Ziel: Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit zugewiesen wurde. Was durch die ständige Verschlechterung meiner Gesundheit gar nicht denkbar ist...?
Was muss ich tun, um dagegen anzugehen?
Vielen Dank für eine schnelle Hilfe!
R.Je.

von
Klemens

Das in ihrem Fall die RV statt der Krankenkasse für eine med. Reha als Kostenträger zuständig ist richtig. Und zwar weil Sie ja immer noch nur befristet berentet ist.

Warum eigentlich ? Warum bekommen Sie nicht schon lange eine unbefr. EU-Rente ? Bekommen Sie eine sog. Arbeitsmarktrente ? Die wird natürlich immer nur befristet gezahlt und niemals auf Dauer.

Eine med. Reha ist keine " Kur " wie früher und hat immer das Ziel eine Erwerbsminderung abzuwenden oder eine bereits bestehende EU/EM zu verbessern oder sogar ganz zu beseitigen. Insofern wird immer in jeder med. Reha eine sozial-med. Prognose hinsichtlich ihrer Erwerbsunfähigkeit erstellt.

Wenn Sie weiterhin krank sind wie Sie schreiben oder sich ihr Gesundheitszustand sogar noch verschlechtert hat, wird man dies in der med. Reha auch feststellen und eine entsprechende
Bewertung zur Ihrer EM in der sozial-med. Prognose abgeben.

Sie brauchen doch dann keine Sorgen haben, das man ihnen dann die EU-Rente aberkennt bzw. nicht mehr weiter verlängert.

Natürlich besteht grundsätzlich schon das Risiko, das man Sie in der Reha als nicht mehr erwerbsunfähig einstuft und dann könnte die EU-Rente futsch sein. Und wenn Sie wirklich gesund sind ist das ja auch o.k.

Darum sollte man es sich gut v o r h e r überlegen ob man überhaupt eine med. Reha - mit all den damit verbundenen Risiken für eine weitere Verlängerung/Ankennung der EU/EM-Rente - beantragt...

Wenn ihnen dieses Risiko jetzt zu hoch ist, sagen Sie die Reha doch einfach frühzeitig ab. Zum Antriit zwingen kann Sie nun niemand.

Damit hätte sich die Sache in dier Hinsicht jedenfalls erledigt.

Experten-Antwort

Ich stimme dem Beitrag von "Klemens" zu.

von
Regine Jennert

Zitiert von: Klemens

Das in ihrem Fall die RV statt der Krankenkasse für eine med. Reha als Kostenträger zuständig ist richtig. Und zwar weil Sie ja immer noch nur befristet berentet ist.

Warum eigentlich ? Warum bekommen Sie nicht schon lange eine unbefr. EU-Rente ?
Bekommen Sie eine sog. Arbeitsmarktrente ? Die wird natürlich immer nur befristet gezahlt und niemals auf Dauer.

Eine med. Reha ist keine " Kur " wie früher und hat immer das Ziel eine Erwerbsminderung abzuwenden oder eine bereits bestehende EU/EM zu verbessern oder sogar ganz zu beseitigen. Insofern wird immer in jeder med. Reha eine sozial-med. Prognose hinsichtlich ihrer Erwerbsunfähigkeit erstellt.

Wenn Sie weiterhin krank sind wie Sie schreiben oder sich ihr Gesundheitszustand sogar noch verschlechtert hat, wird man dies in der med. Reha auch feststellen und eine entsprechende
Bewertung zur Ihrer EM in der sozial-med. Prognose abgeben.

Sie brauchen doch dann keine Sorgen haben, das man ihnen dann die EU-Rente aberkennt bzw. nicht mehr weiter verlängert.

Natürlich besteht grundsätzlich schon das Risiko, das man Sie in der Reha als nicht mehr erwerbsunfähig einstuft und dann könnte die EU-Rente futsch sein. Und wenn Sie wirklich gesund sind ist das ja auch o.k.

Darum sollte man es sich gut v o r h e r überlegen ob man überhaupt eine med. Reha - mit all den damit verbundenen Risiken für eine weitere Verlängerung/Ankennung der EU/EM-Rente - beantragt...

Wenn ihnen dieses Risiko jetzt zu hoch ist, sagen Sie die Reha doch einfach frühzeitig ab. Zum Antriit zwingen kann Sie nun niemand.

Damit hätte sich die Sache in dier Hinsicht jedenfalls erledigt.

Herzlichen Dank für die schnelle Antwort -
Die Reha frühzeitig absagen:
Wie muss ich dies umsetzen?
Vor 3 Wo. erhielt ich die Bewilligung und die entspr. Reha-Einr. benannt. Muss ich nur in der Reha-Einrichtg. absagen oder ist eine andere Form notwenig? Begründung?)
Danke im voraus.

Experten-Antwort

Ich würde an Ihrer Stelle sowohl die Klinik als auch die Sachbearbeitung Ihres Rentenversicherungsträgers anrufen und die Vorgehensweise mit den dortigen Mitarbeiter/innen besprechen.
Soweit ich es an dieser Stelle beurteilen kann, müssten Sie zumindest Ihrem Rentenversicherungsträger gegenüber die Rücknahme des Antrages bzw. den Verzicht auf die Reha-Maßnahme schriftlich erklären, wohingegen der Klinik die fernmündliche Mitteilung eigentlich ausreichen dürfte.

von
Ajax

Ich denke, mit "Reha frühzeitig absagen", kommen Sie aus der Nummer nicht mehr raus! Sie haben eine Bewilligung, also einen Bescheid - dagegen können Sie Widerspruch erheben. Aber: Reha geht vor Rente und den Reha-Antrag haben Sie selbst gestellt; also wie wollen Sie den Widerspruch denn begründen? Da haben Sie meiner Ansicht nach ganz schlechte Karten. Ihr Arzt meinte es bestimmt gut mit Ihnen, aber das sind eben keine Fachleute in der Sozialgesetzgebung und dann kommt so was bei raus - ihrem Gesundheitszustand (Psyche) ist das ganze Theater ganz bestimmt nicht förderlich.
Ich würde an Ihrer Stelle diese Reha antreten, weil der Rentenversicherungsträger ohnehin auf sie bestehen kann (weil: Reha geht vor Rente) und was soll schon schief gehen, wenn es Ihnen gesundheitlich schlechter geht?
Alles Gute!

von
Klemens

Solche Dinge macht man sicher nicht telefonisch.

Sie sollten die Reha schriftlich bei der RV u n d auch bei der Rehaklinik ( falls schon benannt ) absagen.

In diesem Schreiben sollten Sie unbedingt auch um eine schritfliche Bestätigung ihres Anliegens bitten.

Begründen Sie die Rehaabsage mit einer erheblichen akuten Verschlechterung ihrer Erkrankung(en). Dann geht das normal durch wie geschnitten Brot...

Wenn doch nicht, besorgen Sie sich eben von ihrem behandelndem Neurologen oder dem Hausarzt eine entsprechende ärztliche Besätigung das Sie bis auf weiteres nicht Rehafähig sind.

Nach 6 Monate verfällt eh jede Rehabewilligung...

Wie gesagt kann man niemanden zum Rehantritt zwingen - wäre ja noch schöner..

von
Regine Jennert

Die Reha-Einrichtung hat mir bereits alle Unterlagen zugesandt, jedoch als Termin Mai oder Juni 2011 benannt, da würde mir die akute Verschlechterung meiner Gesundheit - was ja auch wirklich so ist - evtl. nicht viel ändern, weil ja noch einige Zeit bis dahin vergeht -
ist meine Bewilligung nach mehr als 6 Monaten noch gültig......
sollte ich erst kurz vorher absagen?
Für die Antwort danke ich ganz herzlich!

von
Klemens

Warum haben Sie denn erst so einen späten Termin in Mai/Juni 2011 als Rehaantritt ?

Das kann doch nicht sein, das die Rehaklinik über 6 Monate Wartezeit hat . Das ist doch normalerweise völlig unmögliich uind überhaupt nicht haltbar. Das müsste ja schon eine absolute Spezialklinik sein, die so lange Wartezeiten hat...

Was nützt ihnen denn eine Reha die Sie erst in 6/7 Monaten antreten können , wenn Sie JETZT krank sind ?

Bis dahin kann sich ja auch noch einiges ändern an ihrem Gesundheitszustand - sowohl positiv als auch negativ.

Absagen sollten Sie sofort wenn Sie das wirkluch wollen und nicht länger warten. Je eher desdo besser für alle Beteiligten. Ihr Platz in der Kliinik kann dann an jemanden anders vergeben werden.

von
Elisabeth

Ich habe eine Zuweisung von der DRV zu einer stationären Reha 2008 erhalten. Mein HA hat der DRV geschrieben, dass ich nur ambulant reha-fähig bin. Die DRV hat auf dieses Attest überhaupt nicht mehr reagiert. Die DRV-Chat Beratung hat mir gesagt, dass ein Reha Anspruch gar nicht verfällt

von
Feli

Ich weiß gar nicht, wo das Problem ist.
Ihr Arzt empfiehlt eine medizinische Reha, um Pflegebedürftigkeit zu vermeiden (!!!) und sie wollen an Ihrer Gesundung nicht mitarbeiten!?
Wenn Ihr Gesundheitszustand so schlecht ist, dann muss Ihnen doch alles daran gelegen sein, diesen zu verbessern. Dabei ist es doch auch ganz egal, wer der Kostenträger für die Maßnahme ist.
Dass natürlich eine Erwerbsminderungsrente auch nach der Reha nur weitergezahlt werden kann, wenn die medizinischen Einschränkungen weiterhin gravierend genug sind, ist folgerichtig.