Druck von der Krankenkasse Teil 2

von
Willi

Sehr geehrte Damen u. Herren,
Ich hatte ja letzte Woche schon mal geschrieben,meine KK hatte mich ja angerufen ob ich mich nicht wieder beim Arbeitsamt melden wollte,krankgeschrieben bin ich seit Okt 2014 Anfang Januar musste ich ja von der KK aus zum MDK dort wurde Arbeitsunfähigkeit bestätigt,EM Antrag ist gestellt,jetzt kam heute wieder Post von der KK ich soll nochmal zum MDK am 16.3.obwohl ich am Telefon letzte Woche gesagt habe das ich am 16.3.zum Gutachter muss jetzt habe ich die Eingangsbestätigung der DRV ,die Bestätigung vom MDK mit Fax u.Post mit Rückschein zur Krankenkasse geschickt,meine Nerven liegen blank,muss ich wirklich ein 2 x zum MDK in so kurzer Zeit .
Für Anworten bedanke ich mich im Voraus

von
Schorsch

Hier kollidieren zweierlei Interessen miteinander.

Einerseits ist es Ihr gutes Recht, Erwerbsminderungsrente zu beantragen.

Andererseits ist Ihre Krankenkenkasse aber nicht dazu verpflichtet, so lange geduldig abzuwarten, bis über Ihren Rentenantrag rechtswirksam entschieden wurde.
(Das hat in meinem Fall ziemlich genau zwei Jahre gedauert, trotz gesicherter Diagnosen!)

Das heißt, dass Sie von Ihrer Krankenkasse genauso behandelt werden, wie jemand, der keine EM-Rente beantragt hat.

Da Ihr letzter MdK-Besuch bereits zwei Monate zurückliegt, ist es keinesfalls verwunderlich, dass man Sie erneut dort hin schickt.

Ihre Krankenkasse hat ein berechtigtes Interesse daran, Sie so schnell wie möglich aus dem Krankengeldbezug zu bekommen.

Ihr Rentenantrag interessiert dabei nicht.

Ich war damals in einer ähnlich verzwickten Situation.

Auch meine Krankenkasse machte Druck und verlangte von mir, eine berufliche Reha-Maßnahme bei der DRV zu beantragen.

Hätte ich das getan, dann wäre mein Antrag auf BU-Rente abgelehnt worden, weil jemand, der durch Leistungen zur beruflichen Rehabilitation erfolgreich umgeschult oder ausgebildet wurde, NICHT mehr als berufsunfähig gilt.

Glücklicherweise war mein Krankengeldanspruch zu diesem Zeitpunkt bereits fast ausgeschöpft, so dass das Druckmittel meiner Krankenkasse nicht gewirkt hat.

Hätte man mich zu einem früheren Zeitpunkt zur LTA-Antragsstellung aufgefordert, dann hätte ich entweder meine BU-Rente aufs Spiel setzen müssen oder aber auf mein Krankengeld verzichten müssen.

Ich wünsche Ihnen viel Glück!

von
Maier II

Zu allererst sollten Sie ihrer KK schriftlich jeden Telefonkontakt mit Ihnen untersagen,das ist für eine Gesundung nicht förderlich.
Dieser Telefonterror durch die Kassen scheint in letzter Zeit zuzunehmen.
Also grundsätzlich nur Schriftverkehr.
Ausserdem haben Sie bei einem Telefongespräch in der Regel keinen Zeugen.
Aber gegen eine weitere Untersuchung durch den MDK können Sie sich leider kaum wehren.Der Gutachter der RV interessiert die KK nicht wirklich.

von
Sarah

Oh, meine Krankenkasse hat mich damals alle vier Wochen kommen lassen, insgesamt sechs Mal.

Es gibt nichts, was es nicht gibt.

von
zoran

Bleiben Sie gelassen.
Die KK kann Sie zu nichts zwingen.
Verbieten Sie der KK Sie weiter zu belässtigen.
Solange Sie krankgeschrieben sind muss die KK ihr Krankengeld zahlen.Das heisst
18 Monate. Danach bekommen Sie noch
Alg1 ab 58 Jahre 2 Jahre.
Also Kopf hoch und gelassen bleiben
Und reden Sie mal mit Ihrem behandeldem Arzt darüber.
Gruss Zoran

von
Corinna

Zitiert von: zoran

Bleiben Sie gelassen.
Die KK kann Sie zu nichts zwingen.
Verbieten Sie der KK Sie weiter zu belässtigen.
Solange Sie krankgeschrieben sind muss die KK ihr Krankengeld zahlen.Das heisst
18 Monate. Danach bekommen Sie noch
Alg1 ab 58 Jahre 2 Jahre.
Also Kopf hoch und gelassen bleiben
Und reden Sie mal mit Ihrem behandeldem Arzt darüber.
Gruss Zoran

Selbstverständlich ist die Krankenkasse dazu berechtigt, die vom Hausarzt bescheinigte Arbeitsunfähigkeit jederzeit vom MdK überprüfen zu lassen.

Und wenn dieser zu der Überzeugung gelangt dass keine AU mehr vorliegt, dann ist die Meinung des behandelnden (Haus)Arztes völlig belanglos.

Dass manche Hausärzte gerne Gefälligkeitsatteste ausstellen, ist schon lange kein Geheimnis mehr.

von
PXY

Hallo Willi,
melden sie sich in einem Forum für Krankenkassenprobleme.
sozial-krankenkassen-gesundheitsforum.de
Dort gibt es einen Spezialisten Machts Sinn der sich hervorragend mit dem Problem Krankengeld auskennt.

von
HotRod

Zitiert von: PXY

Hallo Willi,
melden sie sich in einem Forum für Krankenkassenprobleme.
sozial-krankenkassen-gesundheitsforum.de
Dort gibt es einen Spezialisten Machts Sinn der sich hervorragend mit dem Problem Krankengeld auskennt.

Oder dort:

http://forum.tacheles-sozialhilfe.de/forum/default.asp?RowCt=100&Sort=1

http://forum.tacheles-sozialhilfe.de/forum/search.asp?QryUsrId=38187&Replies=1

von
zoran

Corinna.
ich rede nicht vom MDK sondern von der KK.
Und warum sollte der MDK
seine Einschätzung ändern.
Ich kenne das aus meinem Fall.
Das ist nur Einschüchterung der KK weil fast jeder ein mulmiges Gefül hat wenn er zum MDK muss.
Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass der MDK sehr objektiv ist.
Gruss Zoran

von
Corinna

Zitiert von: zoran

Corinna.
ich rede nicht vom MDK sondern von der KK.
Und warum sollte der MDK
seine Einschätzung ändern.

Weil sich der Sachverhalt geändert haben könnte.

Zitiert von: zoran

Ich kenne das aus meinem Fall.
Das ist nur Einschüchterung der KK weil fast jeder ein mulmiges Gefül hat wenn er zum MDK muss.
Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass der MDK sehr objektiv ist.

Ich habe auch nur positive Erfahrungen mit dem MdK gemacht.
Und was hat das mit dem vorliegenden Fall zu tun?

Zitiert von: zoran

Bleiben Sie gelassen.
Die KK kann Sie zu nichts zwingen.
Verbieten Sie der KK Sie weiter zu belässtigen.

Das ist Quatsch, weil die Krankenkasse die Versicherten sehr wohl dazu zwingen darf, beim MdK vorstellig zu werden.

Zitiert von: zoran

Solange Sie krankgeschrieben sind muss die KK ihr Krankengeld zahlen.Das heisst
18 Monate.

Das tut sie ja auch, wenn der MdK die Arbeitsunfähigkeit bestätigt.

Zitiert von: zoran

Danach bekommen Sie noch
Alg1 ab 58 Jahre 2 Jahre.

Auch das ist eine gewagte Aussage.
Bei einem vorliegenden Restleistungsvermögen werden auch die BA und die Jobcenter nicht ohne weiteres Geld zahlen.

Auch dort haben die Betroffenen gewisse Mitwirkungspflichten.

von
Willi

Erstmal danke für die vielen Antworten.
Beim MDK war ich ja schon Anfang Jan.hier wurde die Arbeitsunfähigkeit bestätigt.
Tatsächlich bekomme ich Krankengeld für 15 Std.wöchentlich weil ich die letzten Jahre gesundheitlich garnicht mehr hätte arbeiten können wenn ich es auch gewollt hätte.
Meine Hausärztin von der ich die AU habe ist auch gleichzeitig Psychologin u.sie ist nach dem ich über 10 J. In Beh. bin bestimmt in der Lage um zu beurteilen ob ich arbeiten kann oder nicht,
Da ich von ihr ja AU geschrieben wurde habe ich vom Orthopäden u. Kieferchirurgen keine keine Krankschreibung obwohl mich beide für AU halten,das werde ich Montag erstmal ändern u.mir ein Attest geben lassen von beiden,obwohl diese Krankheiten auch auf dem Auszahlungschein vermerkt sind,vor allen Dingen finde ich es bedauernswert das die KK die AU vom MDK anzweifelt,denn wäre eine Besserung in Sicht hätte der MDK bestimmt geschrieben AU bis das ist aber nicht der Fall,wenn ich trotzdem hin muss habe ich kein Problem mit,dann muss ich ebend wieder zum AA mal sehen was die sagen,werde mich nächste Woche erstmal mit anderen KK zwecks Wechsel in Verbindung setzen.
Mit einer Reha hätte ich auch kein Problem ,die habe ich schon 4 x gemacht ohne Besserung entlassen,komisch ist auch das die Sachbearbeiterin die mich angerufen hat u.der Sachbearbeiter der mich zum MDK schicken will beide den gleichen Nachnamen haben.GDB mit 70 % unbefristet liegt habe ich auch.
Vielleicht gibt es ja mittlerweile Prämie bei der KK für jeden Kranken,der wieder arbeiten geht obwohl er krank ist,aber den Druck nicht mehr aushält.
Sorry war lang musste aber mal raus.

von
zoran

Hallo Willi.
Jawohl, so ist ihre Einstellung richtig.
Alles Gute für ihre Zukunft.
Gruss Zoran

von
Corinna

Zitiert von: Willi

Beim MDK war ich ja schon Anfang Jan.hier wurde die Arbeitsunfähigkeit bestätigt.

....,vor allen Dingen finde ich es bedauernswert das die KK die AU vom MDK anzweifelt,denn wäre eine Besserung in Sicht hätte der MDK bestimmt geschrieben AU bis das ist aber nicht der Fall,....

Haben Sie das MdK-Gutachten gelesen oder woher wissen Sie so genau, dass der MdK-Mitarbeiter keine erneute Begutachtung (nach immerhin 2 Monaten) angeregt hat?

Die GKV-MA bekommen zwar keine Prämien gezahlt, wenn sie Dauerkranke erfolgreich aus dem KG-Bezug gedrängt haben, es wird aber seitens der Geschäftsleitung enormer Leistungsdruck auf die Mitarbeiter ausgeübt.

MfG

von
Willi

Nein Corinna ,
ein GA vom MDK habe ich nicht gesehen,er hat sich meine Befunde durchgelesen nur noch mit dem Kopf geschüttelt,dann gab er mir ein Formular auf dem er die Arbeitsunfähigkeit bestätigte dort stand aber auch nicht Arbeitsunfähig bis, er hat auch nicht gefragt ob ich eine Reha oder dergleichen machen würde u.das ich nochmal wiederkommen soll hat er auch nicht gesagt.

von
Herz1952

Hallo Willi,

ich wollte Dir schon vorher raten, lasse Dich von einem freien Renten und Sozialberater beraten.

Wenn dieser der Meinung ist, dass die KK Dich nicht unter Druck setzen darf, bzw. eine weitere Begutachtung nicht gerechtfertigt ist, wird er der KK einen schönen Brief schreiben und dafür ca 400,-- € der KK in Rechnung stellen (zuzüglich MWSt.). Insbesondere wäre dies auch der Fall, wenn die KG Zahlung ungerechtfertigter Weise eingestellt würde.

Diese freien Berater (evtl. am besten auch zugelassen vor einem Landgericht) gehen nicht zimperlich mit den Kassen um.

Bei mir heißt MDK: "Mörderischer Dienst der Krankenkassen". Habe das dem MDK auch vor ca. 10 Jahren so geschrieben.

Leider ist diese Vorgehensweise der Kassen heutzutage Standard. Das ist der sog. "Wettbewerb" der 150 Kassen mit ihren jeweils 3 Vorständen. Ca. 97 % der Leistung sind gesetzlich vorgeschrieben. Und selbst da wird noch abgewehrt. Der Kranke soll auch vieles nicht bekommen, was die "Gemeinschaft der Versicherten" belasten würde. Das ist die "Neue Solidarität".

Lass Dich nicht unterkriegen. Wo ein "Willi" ist, ist auch eine Weg!

Ärzte, die nichts taugen, kann immer noch der MDK gebrauchen. Wozu ich der Richtigkeit halber anmerken muss, dass es die KK war, die mir die Krankengeldzahlung einstellen wollte, obwohl der MDK-Arzt vermerkt hatte, sie sollen überprüfen, ob eine Verweisungstätigkeit juristisch möglich wäre. Dies war jedoch nicht der Fall.

Herz1952

Herz1952

von
Corinna

Zitiert von: Herz1952

....lasse Dich von einem freien Renten und Sozialberater beraten.

Wenn dieser der Meinung ist, dass die KK Dich nicht unter Druck setzen darf,.......

Auch Sie sollten zur Kenntnis nehmen, dass es das gute Recht der Krankenkassen ist, dauerkranke Mitglieder vom MdK untersuchen zu lassen.

Aus zuverlässiger Quelle weiß ich, dass der MdK schon viele "Drückeberger" entlarvt hat, was doch wohl im Sinne der Solidargemeinschaft der Beitragszahler liegen sollte, oder?

Es ist wirklich ertaunlich, wie hier mal wieder aus einer Lappalie ein Riesen-Skandal gemacht wird.

von
Willi

Hallo Corinna,
Sie können mir glauben ein Drückeberger bin ich bestimmt nicht,dann hätte ich garnicht die Traute gehabt hier im Forum um Rat zu bitten,sicher gibt es Drückeberger ,aber Sie können mir glauben wenn ich es gesundheitlich könnte würde ich sofort arbeiten gehen,aber so wie es mir zur Zeit geht würde mich jeder Arbeitgeber sofort nach Hause schicken.Die letzten 5 Jahre hatte ich Glück u.konnte mir meine Arbeit so einteilen wie ich es gesundheitlich könnte aufgehört habe ich aus betrieblichen Gründen der Betrieb hatzu gemacht.Vielleicht haben Sie ja schon mal Nervenschmerzen gehabt dann stellen Sie sich vor diese im Gesicht zu haben nicht alle paar Wochen sondern fast täglich,hinzu kommen noch andere Sachen,Krankengymnastik bekomme ich 1-2 x die Woche regelmäßig ohne würde nichts mehr gehen mit KG kann ich mich etwas besser bewegen,da hat die KK noch nie was gesagt,Drückeberger sind die,die krankfeiern in Urlaub fahren oder nebenbei noch arbeiten,Tatsache ist aber das ich nicht weiß wie es mir morgen geht u.schon aus dem Grunde nicht mal im Voraus planen kann ,aber das können Sie sich wahrscheinlich nicht vorstellen.Operationen sind nicht mehr möglich,alles was gemacht werden konnte habe ich hinter mir.Morgen werde ich mir Rat bei der Patientenberatung holen.Wie schon gesagt vor dem MDK habe ich keine Angst nur so kann man die Kosten auch hochtreiben

von
zoran

Guten Morgen Willi.
Ignorieren Sie einfach die frustrierten Kommentare von Corinna.
Ich weis auch was jahrelange Schmerzen sind.
Nur ich hatte das Glück eine verständnisvolle KK zu haben.
ich bin nun schon 2 Jahre in der Rente. Aber die Schmerzen
sind geblieben.
Alles Gute für Sie
Zoran

von
Willi

Zitiert von: zoran

Guten Morgen Willi.
Ignorieren Sie einfach die frustrierten Kommentare von Corinna.
Ich weis auch was jahrelange Schmerzen sind.
Nur ich hatte das Glück eine verständnisvolle KK zu haben.
ich bin nun schon 2 Jahre in der Rente. Aber die Schmerzen
sind geblieben.
Alles Gute für Sie
Zoran
Zoran,werde es so machen,erstaunlich ist nur es ist eine KK die mit an erster Stelle steht,vor 10jahren stand ich zur Op 2 Jahre auf einer Warteliste nachdem ich ein anderes Krankenhaus gefunden habe bekam ich im Jan.einen Termin für Juni im April rief das Krankenhaus an ich sollte zur Eigenblutspende kommen ich fragte warum so früh wenn die Op doch erst im Juni ist,Antwort war,,Die Krankenkasse hat angerufen u.sich für mich stark gemacht "die Op wurde vorgelegt auf Mitte Mai,einen solchen Fall hatten die im Krankenhaus auch noch nie.Ich werde ruhig bleiben u.abwarten was passiert,alles andere ist für meine Gesundheit nicht gut.

von
PXY

Hallo Corinna,
bist Du ein Mitarbeiter der Krankenkasse?
Deine Antworten passen dazu.
Es gibt doch wohl ein Unterschied zwischen Drückeberger und kranken Menschen?
Die Einstellungsorgien der Krankenkassen treiben die ohnehin gesundheitlich stark geschwächten, chronisch kranken Menschen in den Wahnsinn.
Es ist bestimmt niemanden geholfen, wenn die Menschen zusätzlich noch depressiv werden. Das verursacht noch höhere Kosten.
Es geht bei vielen um die nackte Existenz.
Es ist menschenunwürdig, wenn Kranke Menschen über Jahrzehnte ihre Beiträge bezahlen in das Sozialsystem, jetzt sind sie dauerhaft krank, arbeitsunfähig und werden durch die Krankenkasse ins Abseits gestellt.
Der MDK ist eine Zweigstelle der Krankenkasse. Die Aktenlagebegutachtung ist eine Absprache. Der MDK ist nicht unabhängig.
Vielleicht solltest Du Dir da mal Gedanken machen.
Wie immer es geht ums Geld. Der Mensch bleibt auf der Strecke. Es sind nur EINZELFÄLLE.