Unter www.deutsche-rentenversicherung.de finden Sie folgenden Beitrag:
Am 16. Januar ist der ZDF-Dreiteiler „2030 – Aufstand der Alten“ angelaufen. Das Rentenszenario der ZDF-Produktion ist vollkommen unrealistisch und schürt Angst in der Bevölkerung, die so nicht begründet ist.
Die vielfältigen Rentenreformen der vergangenen Jahre und die aktuell anstehende Reform „Rente mit 67“ dienen ja gerade dazu, die Rentenversicherung langfristig zukunftsfest zu machen, damit das vom ZDF geschilderte Szenario einer Grundrente nicht Realität wird. Von unabhängigen Wirtschaftsinstituten wird immer wieder bestätigt, dass die Rentenversicherung hier auf dem richtigen Weg ist und ihre Hausaufgaben gemacht hat.
Hoch problematisch ist es, dass in dem Beitrag der Eindruck vermittelt wird, als könnte das für die Sendung gewählte Konzept durchaus Realität werden. Das ZDF beruft sich in dem Sendekonzept darauf, dass dem Beitrag eine intensive wissenschaftliche Recherche zugrunde liegt. Bei Durchsicht der in dem Konzept aufgeführten Aussagen muss man allerdings feststellen, dass die Auswahl der Experten und Zitate äußerst einseitig ist. Es werden vor allem Vertreter von Wirtschaftsinstituten zitiert, die mit Ihren Anliegen ganz klare wirtschaftliche Interessen verfolgen – die Vermarktung von Produkten der zusätzlichen Altersvorsorge. Daher kann auch in der Projektbeschreibung nicht von einem auf „seriösen Forschungsergebnissen entwickelten Szenario“ gesprochen werden.
Die Notwendigkeit der Sendung wird vom ZDF damit begründet, dass die Politik das Problem so lange verschlafen habe, das sich zu einem Riesenskandal ausweiten kann, wenn nicht rechtzeitig etwas getan wird. Diese Aussage ist in keinster Weise nachzuvollziehen. Seit Anfang der 90er Jahre hat sich ein intensiver Reformprozess in der Rentenversicherung vollzogen. So haben Prognosen aus dem Jahr 1989 für das Jahr 2030 noch einen Beitragssatz von rund 40 Prozent vorausgesagt, nach den Reformen soll er im Jahr 2030 bei rund 22 Prozent liegen.
Die Deutsche Rentenversicherung unterstützt das Anliegen, die Bevölkerung über die Notwendigkeit einer zusätzlichen Altersvorsorge aufzuklären. Der Reformprozess in der Altersvorsorge muss jedoch transparent und mit den entsprechenden Konsequenzen für den Einzelnen kommuniziert werden. Diesen Weg verfolgt die gesetzliche Rentenversicherung, insbesondere im Hinblick auf die Notwendigkeit der privaten Zusatzvorsorge seit langem sehr intensiv und betreibt dazu auch eine breite Öffentlichkeitsarbeit.