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DRV-Berechnungen 2030 ?

von S.Schmidt17.01.2007 | 08:30
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Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

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http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,459913,00.html Gibt es Berechnungen der Deutschen Rentenversicherung oder anderer seriöser Institutionen hinsichtlich dieses Szenario ? Solche Berechnungen müssten seriöserweise ja eigentlich vorliegen, da selbst ich weiß, dass dann die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen, und immer wenn diese das Sozialsystem belasteten, ging es gewaltig in die Knie - andererseits als diese das Sozialsystem nicht belasteten, und nur ins Sozialsystem einbezahlten, ging es allen sehr gut. Vielen Dank im voraus an die Experten. Grüße S.Schmidt

Antworten der Moderation

Persönlich beantwortet im Expertenforum

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Moderation · 1Ihre Vorsorge

Unter www.deutsche-rentenversicherung.de finden Sie folgenden Beitrag:

Am 16. Januar ist der ZDF-Dreiteiler „2030 – Aufstand der Alten“ angelaufen. Das Rentenszenario der ZDF-Produktion ist vollkommen unrealistisch und schürt Angst in der Bevölkerung, die so nicht begründet ist.

Die vielfältigen Rentenreformen der vergangenen Jahre und die aktuell anstehende Reform „Rente mit 67“ dienen ja gerade dazu, die Rentenversicherung langfristig zukunftsfest zu machen, damit das vom ZDF geschilderte Szenario einer Grundrente nicht Realität wird. Von unabhängigen Wirtschaftsinstituten wird immer wieder bestätigt, dass die Rentenversicherung hier auf dem richtigen Weg ist und ihre Hausaufgaben gemacht hat.

Hoch problematisch ist es, dass in dem Beitrag der Eindruck vermittelt wird, als könnte das für die Sendung gewählte Konzept durchaus Realität werden. Das ZDF beruft sich in dem Sendekonzept darauf, dass dem Beitrag eine intensive wissenschaftliche Recherche zugrunde liegt. Bei Durchsicht der in dem Konzept aufgeführten Aussagen muss man allerdings feststellen, dass die Auswahl der Experten und Zitate äußerst einseitig ist. Es werden vor allem Vertreter von Wirtschaftsinstituten zitiert, die mit Ihren Anliegen ganz klare wirtschaftliche Interessen verfolgen – die Vermarktung von Produkten der zusätzlichen Altersvorsorge. Daher kann auch in der Projektbeschreibung nicht von einem auf „seriösen Forschungsergebnissen entwickelten Szenario“ gesprochen werden.

Die Notwendigkeit der Sendung wird vom ZDF damit begründet, dass die Politik das Problem so lange verschlafen habe, das sich zu einem Riesenskandal ausweiten kann, wenn nicht rechtzeitig etwas getan wird. Diese Aussage ist in keinster Weise nachzuvollziehen. Seit Anfang der 90er Jahre hat sich ein intensiver Reformprozess in der Rentenversicherung vollzogen. So haben Prognosen aus dem Jahr 1989 für das Jahr 2030 noch einen Beitragssatz von rund 40 Prozent vorausgesagt, nach den Reformen soll er im Jahr 2030 bei rund 22 Prozent liegen.

Die Deutsche Rentenversicherung unterstützt das Anliegen, die Bevölkerung über die Notwendigkeit einer zusätzlichen Altersvorsorge aufzuklären. Der Reformprozess in der Altersvorsorge muss jedoch transparent und mit den entsprechenden Konsequenzen für den Einzelnen kommuniziert werden. Diesen Weg verfolgt die gesetzliche Rentenversicherung, insbesondere im Hinblick auf die Notwendigkeit der privaten Zusatzvorsorge seit langem sehr intensiv und betreibt dazu auch eine breite Öffentlichkeitsarbeit.

4 Antworten

pro-fess-oram 17.01.2007 | 08:49
Nach den Berechnungen der Ölindustrie aus den sechziger Jahren ist uns das Erdöl bereits ausgegangen! Soviel zu "Berechn ungen" in einem solch langen Zeithorizont. Solche Berechnungen stützen sich entweder auf die aktuellen Verhältnisse und un terstellen keine Änderung der Verhätlnisse bis ins Jahr 2030 (unrealistisch!!!!), oder es werden Annahmen für die Zukunft in die Berec hnung einbezogen, dies führt häufig zur "Kaffeesatzleserei".
Amadéam 18.01.2007 | 07:58
Berechnungen gibt es zu dieser Problematik "en masse". Diese tragen z.B. die schöne Überschrift: „Die Rentenrendite bleibt auch weiterhin positiv“ Upps, der hier ursprünglich verlinkte Inhalt steht nicht mehr zur Verfügung! Bitte nutzen Sie unsere Forensuche. Nun ist es aber so, dass man mit Statistiken und Berechnungen so ziemlich alles mögliche belegen kann. Das reale Leben sieht jedoch anders aus: 1. Rentenerhöhungen und damit verbunden die Erhöhungen der Rentenanwartschaften gibt es schon seit geraumer Zeit nicht mehr. Versicherte und Rentner werden jedoch völlig im Ungewissen gelassen, wann und ggf. in welcher Höhe die nächste Erhöhung erfolgt. Folge: fortwährender Inflationsverzehr sowohl der Renten- als auch der Rentenanwartschaften 2. Verschärfend kommt hinzu, dass durch die Explosion der Beitragssätze in der Krankenversicherung, die Nettorenten weiterhin auf Talfahrt sind ( http://www.aok-bv.de/presse/presseservice/psgpolitik/index_10082… ) 3. Bei der Pflegeversicherung sieht es noch verheerender aus. Hier trägt der Rentner die zu zahlenden Beiträge bekanntlich ja allein. Das ist natürlich für die Entwicklung der Nettorenten eine weitere Hiobsbotschaft ( http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/3/0,1872,2260611,00.html ) 4. Die Rente mit 67 ist noch längst nicht das Ende der Fahnenstange. Werden genügend Jobs für 70-jährige zur Verfügung stehen? Wird die Gesundheitsversorgung ausreichend sein? ( http://www.welt.de/data/2007/01/18/1180450.html und http://www.presseportal.de/story.htx?nr=917003&firmaid=30621 5. Von Jahr zu Jahr – für die Versicherten nicht immer sofort ersichtlich – wird vom Gesetzgeber mit dem Ziel an der Bewertung von rentenrechtlichen Zeiten herumgedoktert, die Rentenanwartschaften noch mehr zu kürzen (Beispiele: schlechtere Bewertung von Zeiten der Berufsausbildung, Streichung der Bewertung von Zeiten schulischer Ausbildung usw.) Fazit: Es werden zwar ständig prächtig aussehende Zahlen geliefert, aber leider keine Fakten, aus denen man entnehmen kann, warum ausgerechnet in dem Zeitpunkt, in dem der demographische Umbruch zu erwarten ist, die unter Punkt 1 bis 5 aufgeführten Kürzungen nicht mehr vorgenommen werden oder der Negativtrend gar umgekehrt werden könnte. Ziehen Sie selbst daraus Ihre Schlüsse, ob Sie den Zahlen und den Versprechungen der Politik glauben oder aber sich mit den genannten nackten Fakten arrangieren.
S.Schmidtam 19.01.2007 | 07:54
Vielen Dank Amadé für Ihre sehr informative Antwort mit Links. Gruß S.Schmidt
S.Schmidtam 19.01.2007 | 19:49
Auch dem Experten vielen Dank - die Sendung hat mich und meine Bekannnte schon ein wenig erschreckt. S.Schmidt
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