DRV lässt mit der Zahlung auf sich warten

von
Andrea1970

Hallo,

ich habe im Sommer einen Antrag auf einen orthopädischen Bürostuhl gestellt und bewilligt bekommen (435 € inkl. Mwst). Das ganze hat ziemlich lange gedauert und ich musste letztlich meinen Antrag zweimal stellen, weil der erste verschwunden ist.

Nachdem ich über 2 Monate verschiedene Modelle getestet habe, habe ich mich für einen Stuhl entschieden. Die Firma wollte nicht direkt mit dem DRV abrechnen, also bin ich in Vorlage getreten.

Ich habe sofort den Antrag auf Erstattung, mit Bestätigung des AG, Rechnung und Lieferschein des Stuhl sowie Sepa Überweisung per Einschreiben mit Rückschein nach Berlin geschickt.

Nach 4 Wochen habe ich dann mal nachgefragt per Email und bekam als Antwort, es würde kein Antrag vorliegen. Ich konnte den ganzen Schriftverkehr mit Nachweis der Post über den Eingang aber beweisen.

Man bat mich darauf hin, die ganzen 6 Seiten nochmal per Fax zuzuschicken. Das habe ich getan, sogar mehrmals.

Mittlerweile sind 7 Wochen vergangen und es hat sich immer noch nichts getan. Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr weiter. Telefonisch erreiche ich niemanden. Kein Wunder, dass die Firma sich geweigert hat, mit dem DRV abzurechnen.

Hat hier jemand noch einen Tipp?

Danke

von
Die Farbe Schwarz

Wenn es auf dem Postweg aus mysteriösen Gründen verschwindet, suchen Sie eine Beratungsstelle der DRV auf. Dort die Kopien (nochmal..) machen lassen. Auf dem internen Postweg sollte erst recht nichts verloren gehen.

von
Andrea1970

Ich habe nirgends geschrieben, dass es auf dem Postweg verschwunden ist.

Da ich ja mit Einschreiben und Rückschein den Antrag weggeschickt habe, habe ich von der Post den Nachweis erhalten mit Stempel und Unterschrift vom DRV, dass mein Antrag tatsächlich eingegangen ist.

Nachdem mir eine Mitarbeiterin von dort telefonisch mitgeteilt hat, dass ihr aber kein Antrag vorliegt, habe ich ihn noch dreimal (!) per Fax und Email hingeschickt, wovon mir auch Sendeberichte und Lesebestätigungen vorliegen.

Das ist ja wohl mehr als genug, oder?

von
Uwe23

Sie haben jetzt zwei Möglichkeiten:

1. wie die Farbe Schwarz beschrieben hat: gehen sie auf die nächste Auskunfts- und Beratungsstelle. Dort kann man sämtliche Unterlagen kopieren und der Sachbearbeitung zuschicken. evtl haben die auch andere Faxnummern zur Hand, wo die Faxe nicht irgendwo an einem Zentralfax ankommen sondern direkt bei der Sachbearbeitung. Außerdem haben die auch die Möglichkeit die Sachbearbeitung telefonisch zu kontaktieren und zu fragen, woran's liegt.

2. Sie sagen sich, sie haben mehr als genug getan und warten ab.

Es bleibt noch anzumerken, dass die Mitarbeiter der Rentenversicherung (und das bestimmt mehrere hunderte) sitzen nicht direkt am Posteingang und können die Post dem Briefträger aus der Hand nehmen, wenn er sie an die Tür bringt. Ich kann mir vorstellen, dass es dort auch im Haus mitunter lange Wege gibt, die ein Brief oder auch ein Fax, welches an einem Zentralfax ankommt, zurücklegen muss.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Andrea1970,

auch wir schließen uns dem von „Uwe23“ unter Ziffer 1 vorgeschlagenen Weg an. Insbesondere den juristische (Klage-)weg einzuschlagen führt wahrscheinlich ebenfalls zum Erfolg, wird aber wahrscheinlich der zeitintensivere und mit Sicherheit auch nicht nervenschonendere sein. Daher besser im persönlichen Gespräch über eine Auskunfts- und Beratungsstelle versuchen die Angelegenheit endlich zu Ihren Gunsten zu lösen.

von
Andrea1970

Danke erstmal für die Antworten.

Die Telefonnummer und Faxnummer direkt von der Sachbearbeitung habe ich ja bekommen, nachdem Sie mich zurückgerufen hat.

Ich habe heute wieder mal mit ihr telefoniert und gesagt bekommen, meine Akte wäre nicht da und sie würde mich zurückrufen. Darauf warte ich noch.

Zur Not gehe ich halt zu einer Beratungsstelle, aber in der Nähe ist keine. Online-Termine nachmittags sind erst wieder im Januar verfügbar.