DRV-Regional besser als DRV-Bund

von
JFNI

Die DRV-Bund hat mir eine Regelaltersrente bewilligt. Wäre sie von einem Regionalträger bewilligt worden, läge sie um 65 € monatlich höher.
Was muss man unternehmen, damit nicht die DRV-Bund sondern ein Regionalträger die Rente bewillig?

von
KSC

Wer oder was besser ist? Wer soll das wissen?
Die einen sagen so, die anderen so.

Kann man objektiv sagen ob Äpfel besser schmecken als Bananen?

Aber egal welcher RV Träger: Die Gesetze sind gleich, somit muss bei gleichem Sachverhalt auch die gleiche Rente rauskommen.

Das lässt sich überprüfen - wo die vermeintlichen 65 € herkommen, weiß keiner im Forum.
Fehlerquellen sind vielfältig, von Fehlern der Sachbearbeitung bis zum eigenen Fehler, weil man etwas nicht verstanden hat.

Schildern sie den Sachverhalt Ihrem RV Träger und bitten um Prüfung.

von
2323

Diese Aussage ist schlechtwg falsch.

Es gibt kein besser oder schlechter. Bestenfalls ein anders.
Alle Träger, die 14 Regionalträger und die zwei Bundesträger, arbeiten auf den gleichen Rechtsgrundlagen.
Die Rente wird überall gleich berechnet.

Es gibt, anders als bei Krankenkasse, kein Wahlrecht.

Widersprechen Sie den Rentenbescheid oder stellen Sie einen (begründeten) Überprüfungantrag, wenn Sie meinen, dass die Berechnung falsch ist.

Kleiner Tipp: Zu sagen, "bei der DRV xvy hätte ich xx EUR mehr", wird vermutlich als unbegründet zurückgewiesen.

Wenn Sie eine Probeberechnung aus der Vergangenheit vorliegen haben und ihnen gar in einer Beratungsstelle ein bestimmter Betrag genannt wurde und Sie diesem im Rentenbescheid nicht wiederfinden, kann es sein, dass die Berechnungsgrundlagen / Eingaben andere sind/waren.

Bitte prüfen Sie auch, ob sie nicht Beutto mit Netto verwechseln.

von
JFNI

Ja, das weiß ich auch, dass die Gesetze gleich sind. Und trotzdem kommt beim selben Sachverhalt eine völlig andere Rente heraus. Das ist wohl den immer noch unterschiedlichen Programmierkreisen zu verdanken.
Aber da werde ich wohl die DRV-Bund mal darauf hinweisen müssen, dass sie bitte nicht die Daten im Versicherungsverlauf (20.05.-30.11.1970 = 4762,44 DM) bei der Berechnung der Entgeltpunkte einfach auf einen anderen Zeitraum verteilt, um nicht zu sagen verfälscht (01.05.-30.11.70) und dann mit den parallelen Kindererziehungszeiten (unbegrenzte) 0,9400 Entgeltpunkte ermittelt.
Ein Regionalträger würde das Entgelt säuberlich für die Zeit vom 20.05.-31.05. (= 297,65 DM) und 01.06.-30.11. (= 4464,79 DM) aufteilen und für Mai 1970 zusammen mit dem Wert für Kindererziehungszeiten auf (unbegrenzte) 0,1056 EP kommen, für die Zeit vom 01.06.-30.11. ergäben sich dann mit der (auf 0,4748 zu begrenzenden) Kindererziehungszeit dann nur 0,8094 EP, zusammen also maximal 0,9150 EP.

Wegen der geringeren Anzahl an Entgeltpunkten ergibt sich dann eine Rentenberechnung nach Mindesteinkommen (weil der Schwellenwert von 0,0625 EP genau unterschritten wird) mit zusätzlichen 2,4438 Entgeltpunkten ergibt. All das wirkt sich dann natürlich noch auf den Gesamtleistungswert aus und führt zu besagten 65 € monatlich mehr!

So viel zur einheitlichen Berechnung von Renten mit denselben Gesetzen und demselben Sachverhalt. Achten Sie mal drauf, ob bei DRV-Bund die Daten im Versicherungsverlauf mit den Daten für die Entgeltpunktermittlung übereinstimmen. Sie werden staunen!

von
Schießl Konrad

Schon die Darstellung "Versicherungsverlauf
( 20.05.-30.11. 1970= 4762,44 DM) bei der Berechnung der EP.einfach auf einen anderen
Zeitpunkt verteilt" ist suspekt.
Dies Behauptung kann kein Mensch nachvoll-
ziehen. Die EP. aus Jahresverdienst einschließ-
lich EP. KEZ werden für das Jahr 1970 er-
mittelt
In 1970 galten als Bemessungsgrenze 21600
und als errechneter Durchschnittsverdienst
DM. 13343 höchst anrechnungs fähige EP.
1,6188.
Wie hoch war war Ihr Jahresbrutto 1970
und wieviel EP. wurden gutgeschrieben.

Solche Außerungen müssen mit aller Härte
aufgegriffen werden, da diese schädlich für
das System der gesetzlichen Rente sind.

Bin seit 18 Jahren Rentenbezieher, war
nicht bei LfA oder BfA beschäftigt.

MfG.

von
Glimpnickel

Zitiert von: JFNI

Ja, das weiß ich auch, dass die Gesetze gleich sind. Und trotzdem kommt beim selben Sachverhalt eine völlig andere Rente heraus.

Sie wollen etwas wissen? Machen Sie die Augen zu, dann sehen Sie, was Sie wissen.

von
Garstig

Zitiert von: JFNI

Die DRV-Bund hat mir eine Regelaltersrente bewilligt. Wäre sie von einem Regionalträger bewilligt worden, läge sie um 65 € monatlich höher.
Was muss man unternehmen, damit nicht die DRV-Bund sondern ein Regionalträger die Rente bewillig?

Das ist ganz einfach in nur 4 Schritten zu erreichen:

a. stellen Sie den gleichen Rentenantrag bei ALLEN DRV-Trägern, auch KBS und Künstlersozialkasse.
b. vergleichen Sie dann die Bescheide, welcher Träger am Meisten bezahlt für Ihre Rente.
c. Zünden Sie danach sofort die DRV-Bund an, dann ist sie weg und kann Sie nicht mehr länger quälen bzw. mit einer Minderrente benachteiligen.
d. Wählen Sie zur Rentenzahlung den DRV-Träger, der Ihnen die höchste Rente verbeschieden hat.

von
KSC

Funktioniert natürlich nicht, weil jeder Mitarbeiter des Regionalträgers den "Antrag" sofort zuständigkeitshalber an die DRV Bund weiterleitet, weil die als Kontoführer zuständig sind.

:)

von
Garstig

Zitiert von: KSC

Funktioniert natürlich nicht, weil jeder Mitarbeiter des Regionalträgers den "Antrag" sofort zuständigkeitshalber an die DRV Bund weiterleitet, weil die als Kontoführer zuständig sind.

:)

Ach Menno.......

Experten-Antwort

Hallo JFNI,

natürlich können sie im Rahmen der Widerspruchsfrist immer gegen Ihren Rentenbescheid einen Widerspruch einlegen. Allerdings, ist doch eher zweifelhaft, ob in diesem äußerst seltenen Extremfall in einem eventuell sich anschließenden Gerichtsverfahren Sie eine „Programmänderung“ zu Ihren Gunsten erreichen würden. Kann doch bei der Aufteilung des Entgeltes wie sie der Regionalträger vornimmt ebenfalls nicht automatisch und zwingend von einer absolut und einzig richtigen Lösung ausgegangen werden. So können z.B. eventuelle Einmalzahlungen möglicherweise nicht exakt dem tatsächlich angefallenen Zeiträumen zugeordnet sein.
Ein Wahlrecht des Rentenversicherungsträgers haben Versicherte nicht.