Durchschnittsverdienst Ost/west

von
Ramona

!982 habe ich aufgrund von Schichtarbeit rund um die Uhr in der EX-DDR ca. 20.000,-- M verdient und war auch in der FZR über 1200,--M.
Für DDR-Verhältnisse ein enorm hoher Verdienst! Und trotzdem nur 0,60 Entgeltpunkte angerechnet bekommen. Es wurde von mehr als 34.000,-- Durchschnitt 1982 ausgegangen. Ist doch wohl ein Witz!
Und wo erkennt man die FZR auf dem Kontenklärungsbescheid?
Habe in 13 Jahren Arbeit (4 Jahren hoher Verdienst, danach EU-Rente von mon. 695,-- M und 420,-- Dazuverdienst nun einen Rentenanspruch von 120,-- Euro! Mir wird Angst vor dem Alter!

von
Knut rassmussen

Unterstellt, Sie waren 1982 nie krank und haben die FZR auf 1200 Mark begrenzt gelassen. 1200 M x 12 = 14400 versichertes Einkommen. DIeses wird auf "West" hochgerechnet und ergibt 46291 DM. Daraus ergeben sich ca. 1,4 Entgeltpunkte. Die FZR erkennen Sie immer daran, dass eine Beschäftigungszeit immer doppelt in der Auflistung erscheint. Sie ist auch als zusätzlicher Arbeitsverdienst gekennzeichnet.

Die anderen Werte, die Sie nennen, sind auch nicht stimmig. Bezogen Sie eine Invalidenrente in der DDR? Wurde diese umgewertet?

von
Heidi Klump

War ja auch nur Aluminium-Geld.

von
Ramona

Es steht nur ein Betrag drin, diese 20.000,--, das entspricht dem Monatsdurchschnitt von damals 1500 + 1500 JEP(Jahresendprämie). Die FZR fehlt.
War nicht krank.
Erst ab 1985 Invalidenrente und halbtags dazuverdient. Die Rente verlor ich nach Übersiedlung Berlin-West.

von
Ramona

Heidi, ich konnte mir mein Geburtsland und die Währung nicht aussuchen!

von
Blüm

Liebe Ramona,

hier läufts hat mal anders wie in der DDR.Schicht rund um die Uhr obwohl es da "DÜBEN" gar nicht soviel Material gab?es wurde doch manche Schicht nur abgesessen.Dann ist das doch ein tolles Ergebnis bei Ihnen.Was also wollen Sie noch mehr?

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Ramona,

die Zeit des Sozialhilfebezuges für 8 Monate kann nicht bei den Versicherungszeiten für die gesetzliche Rentenversicherung mitbererücksichtigt werden. Die Zeit des Rentenbezuges aus der ehemaligen DDR nach Wohnsitznahme in Westdeutschland erfolgte offensichtlich zu Unrecht, so dass auch diese Zeit nicht berücksichtigt werden kann.

Ihr versichertes monatliches Einkommen in der ehemaligen DDR wird gemäß der Anlage 10 des Sozialgesetzbuch VI auf ein "West-Niveau" hochgewertet. Sofern in der ehemaligen DDR ein Gesamteinkommen i.H.v. 20.000,00 Euro für das Jahr 1982 versichert wurde, erfolgt eine Hochwertung mit dem Faktor 3,2147 auf ein Entgelt nach "West-Niveau" i.H.v. 64.294,00 Euro bzw. maximal bis auf die Beitragsbemessungsgrenze .

Die Zeiten der FZR sind in Ihrem Versicherungsverlauf gesondert für jedes einzelne Jahr unter dem jeweiligen Grundentgelt für das gleiche Jahr ausgewiesen.

Sollten Sie weitere Fragen zu Ihrem Versicherungsverlauf haben können Sie auch unter Vorlage Ihrer Dokumente in einer Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung vorsprechen.

von
Ramona

Hallo Blüm,
Was ich noch mehr will, fragen Sie? Bestimmt nicht solche dummen Sprüche!

von
Ramona

Danke an die Expertin!
Hatte die DDR-Rentenversicherung nach Kenntnisnahme der weitergezahlten DDR-Rente darüber informiert, es erfolgte keinerlei Reaktion. Bin meiner Pflicht nachgekommen.

Wenn der Sozialhilfebezug nicht anerkannt wird, dann doch aber der Rentenbezug, kann doch nicht für die damalige politische Situation bestraft werden, auch wenn das hier im Thread einige gern sehen würden.
Ich werde eine Beratungsstelle aufsuchen.
Vielen Dank nochmal.
Ramona