E-Service der Rentenversicherung

von
Karla

Wer hat sich das eigentlich ausgedacht ?
Die Anschaffungspreise, die dieses System mit sich bringen, sind wohl eher für privat Rentenversicherte, als für gesetzl. Rentenversicherte.
Soll das so fortgeführt werden oder erbarmt sich jemand, ein sicheres und erschwingliches System für Otto Normalverbraucher einzuführen ?

Experten-Antwort

Bei Anwendung neuer Technologien geht es leider nicht ohne Kosten. Ob die Kosten, egal in welcher Höhe, angebracht sind entzieht sich meiner Kenntnis.

von
Marianne

Ich, 56 arbeite für 30 Stunden als Erzieherin. Da mir keine Rente ab 60 mehr gewährt wird, erwäge ich in Altersteilzeit bis zum 63. Lebensjahr zu gehen.Ich bezweifle stark, dass ich bis 63 noch als Erzieherin arbeiten kann.
Muss ich bei Altersteilzeit meine bisherige Arbeitszeit dann auf die Hälfte von 40 Arbeitsstunden oder von meinen derzeitig 30h/Woche reduzieren.
Bei 15 h/ Woche käme ich auch mit dem Aufstockungebeiträgen nicht über die Runden.Oder gibt es eventuell noch eine andere Möglichkeit für mich?

Experten-Antwort

Wenn Sie zum 63. LJ die Wartezeit von 35 Jahren rentenrechtlichen Zeiten haben, können Sie dann in Rente gehen, mit 9% Kürzung. Wie Sie diese Zeit abarbeiten und über die Runden kommen , können Sie nur mit Ihrem Arbeitgeber absprechen, da dies eine arbeitsrechtliche Frage ist.

von
Heinrich

Hallo Karla,
Sie haben sicher recht. DerÊ-Service kann nur mit einer Signaturkarte genutzt werden. Es kommt sicher keiner auf die Idee nur für Zwecke der Rentenversicherung sich eine Signaturkarte zuzulegen. Warum auch.
Es gibt aber inzwischen viele Bürger, die aus völlig anderen Gründen im Besitz einer Signaturkarte sind.
Vielleicht sieht man es in 20 Jahren anders.
Der "technische Fortschritt" hat halt so seine Tücken.
Fragen Sie mal einen Versicherten, der jetzt seinen Rentenantrag stellt, warum er seine IBAN und BIC kennen muss!
Heinrich

von
Max

Geiz ist geil warb mal ein Elektronikhändler..... Sicherheit und Qualität haben nun einmal ihren Preis. Der allgemeine Trend immer nur billig aber zu bester Qualität funktioniert leider nicht wie gewünscht. Wenn das System mit einfachsten Mitteln ausgestatte würde käme sicher ein anderer User und würde fragen, ob der Datenschutz wirklich gewährleistet ist. Also nicht ärgern. Wenn Ihnen das zu teuer ist können Sie ja nach wie vor die Infos schriftlich anfordern. Dauert vielleicht ein paar Tage länger, ist dafür aber garantiert kostenlos. Bis auf die Briefmarke.

von
Karla

Das hat nun wahrlich nichts mit Geiz ist geil zu tun, sondern damit, dass ich immer mehr feststellen muss, dass die Entscheider in diesem Land sich mehr und mehr von den Realitäten der Bevölkerung verabschieden. Man denke da nur an die markigen Sprüche von Frau Bundeskanzler.
Mit dem Programm Elster der Finanzämter haben sie ein Zertifikat, dass kostengünstig ist und sicher auch nicht leichtfertig mit Daten umgeht.

Der E-Service braucht erstmal 300 € zur Anschaffung, bis er dann genutzt werden kann, muss man noch mal einen Happen drauflegen.

von
Max

Liebe Karla, bitte denken Sie erstmal nach ehe Sie Ihre Behauptungen aufstellen. Bei dem Programm Elster der Steuerverwaltung übertragen Sie lediglich die Daten Ihrer Steuererklärung ans Finanzamt und müssen danach trotzdem das Ausdruck der komprimierten Erklärung unterschreiben und Einsenden. Bei der Rentenversicherung können Sie jedoch direkt auf IHRE Daten, IHR Versicherungskonto zugreifen. Während ein Hacker beim Finanzamt nur Ihre Einkommensdaten des letzten Jahres erfährt, würde er bei der DRV Ihr GESAMTES Erwerbsleben erfahren. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Ihnen das recht ist. Die Anforderungen an die Steuersoftware sind doch ganz andere als bei der DRV. Da das Verfahren aufwänder ist kostet es natürlich auch etwas. Nichts entwickelt sich so schnell wie die IT-Welt. Und dann fallen auch auch die Preise. Im Moment ist das ja erst der Anfang....

von
KSC

liebe Karla,

momentan meine ich auch, dass der normale Bürger / Versicherte diesen neuen Service nicht wirklich braucht - wer einen Versicherungsverlauf braucht, kann anrufen und hat das Ding 2,3 Tage später im Briefkasten, das reicht im Normalfall.

Aber:

vor 60 Jahren waren Fernseher Luxusartikel,

vor 50 Telefone im Privatbereich eine Seltenheit und Ferngespräche sauteuer,

wer hatte vor 30 Jahren Handy oder einen PC?

welcher Privatmann surfte vor 20 Jahren im Internet,

wer glaubte vor 10 Jahren, dass e mails Briefe ablösen?

Möglicherweise können wir uns in 20 Jahren nicht mehr vorstellen, dass ein Leben ohne E Service denkbar ist und keiner regt sich über Kosten auf?

Dass die "Entscheider" oft in anderen Bahnen denken als der normale Mensch ist ein anderes Thema, das ich nicht kommentieren will.