EBA & Übergangsgeld

von
Thusnelda

Hallo,

mir wurden LTA dem Grunde nach bewilligt und diesbezüglich habe ich zunächst die Empfehlung erhalten, bis zu meinem Termin zum Beratungsgespräch Mitte Juni, mich über die Erweiterte Berufsfindung/Arbeitserprobung bei den entsprechenden ortsansässigen Trägern zu informieren und ggf. vormerken zu lassen.

Nun meine Frage: in welchem Zeitrahmen geht es jetzt weiter, vor allem auch finanziell?

Bin ausgesteuert vom Krankengeld und im Anschluss daran wurde ALGI (Nahtlosigkeit) bewilligt. Mein Arbeitsverhältnis ruhte zwischenzeitlich, wurde aber mittlerweile gekündigt. Momentan sieht es bei mir so aus, dass das ALGI bald endet, anschließend habe ich Resturlaub von insgesamt 2 Monaten beantragt, sodass die Lohnfortzahlung auflebt.

Kann ich nach dem Urlaub, also noch während der Kündigungszeit die EBA machen und erhalte ich in der Zeit dann Übergangsgeld? Oder ist das erst im Anschluss möglich, nach dem das Arbeitsverhältnis geendet hat?

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Thusnelda,

über die Teilnahme an einer EBA entscheidet der zuständige Kostenträger nach Durchführung eines Beratungsgespräch mit dem Reha-Fachberater. Da die Bildungsträger nur begrenzte Kapazitäten haben, kann man über einen Aufnahmezeitpunkt im Forum nur spekulieren. Nach dem Beratungsgespräch mit dem Reha-Fachberater wissen sie sicherlich mehr.

Und nun zum Anspruch auf Übergangsgeld während einer erweiterten Berufsfindung und Arbeitserprobung (EBA):

Sie haben für die Dauer der bewilligten Leistung einen Anspruch auf Übergangsgeld nur, wenn Sie unmittelbar bis zum Beginn der Leistung als Arbeitnehmer gegen Arbeitsentgelt beschäftigt waren oder Arbeitseinkommen erzielt haben und wegen der Teilnahme kein oder ein geringeres Arbeitsentgelt bzw. Arbeitseinkommen erhalten.
Ein Übergangsgeldanspruch besteht nicht, wenn Sie unmittelbar vor Beginn der Leistung
• kein Arbeitsentgelt oder Arbeitseinkommen erzielt haben oder
• Krankengeld, Arbeitslosengeld oder Arbeitslosengeld II bezogen haben.

Krankengeld, Arbeitslosengeld oder Arbeitslosengeld II sind grundsätzlich auch während der Leistung weiterzuzahlen.
Stehen Sie derzeit als Arbeitnehmer in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis und erhalten Sie von Ihrem Arbeitgeber für die Dauer der Leistung kein oder ein geringeres Arbeitsentgelt, ist der Berechnung des Übergangsgeldes das Arbeitsentgelt aus dem letzten abgerechneten Entgeltabrechnungszeitraum vor Beginn der Leistung zugrunde zu legen.

von
Thusnelda

Hallo,

zuerst möchte ich mich für hilfreiche Experten-Antwort bedanken.

Jedoch habe ich weitere Fragen.

Ich wurde nun für eine EBA vorgemerkt.
Im Rahmen dessen wurde mir durch meinen Rehabilitationsberater schriftlich mitgeteilt das ich keinen Anspruch auf Übergangsgeld habe.

Daraufhin rief ich meinen Berater an und nachdem ich sagte, dass ich unmittelbar vor Beginn der Leistung noch im Arbeitsverhältnis sein werde und dadurch Lohnfortzahlung erhalte, wurde mir gesagt das dann wohl doch Anspruch besteht.

Allerdings nicht für die Gesamtdauer der Maßnahme sondern nur für 14 Tage, da mein Arbeitsverhältnis eben innerhalb diesen Zeitraums, also 2 Wochen nach Beginn der Maßnahme endet.

Warum habe ich lediglich für 2 Wochen Anspruch auf Übergangsgeld wenn doch die DRV die ganze 6-wöchige EBA finanziert?

Desweiteren wurde mir auch gesagt, dass nach den 6 Wochen das Übergangsgeld ohnehin enden würde. Begründet damit da kaum anzunehmen ist, selbst wenn im Abschlussbericht eine spezifische Maßnahme empfohlen wird, auch gleich unmittelbar an die EBA eben diese entsprechende Maßnahme stattfinden wird.

Hat man als Rehabilitand wirklich nur anteiligen Anspruch auf Übergangsgeld wenn das Arbeitsverhältnis wahrend der EBA endet sowie überhaupt keinen Anspruch auf Übergangsgeld zwischenzeitlich bei Wartezeiten nach einer EBA und den nachfolgenden Leistungen?

Bin völlig ratlos...