EGP

von
Gerd

Habe 2009 36400 Euro Brutto. Wieviel EGP? Danke für Antwort.

von
LS

Im Augenblick werden EGPT für das Jahr 2009 noch mit einem als "vorläufig" geltenden Wert für den Bundesdurchschnitt gerechnet.
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Wenn Sie erst nach 2010 Rentner werden, wird zum gegeben Zeitpunkt dann mit dem amtlichen Wert gerechnet.
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Es gibt geringe Unterschiede, sowohl im positiven wie auch.
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Zu unterscheiden ist auch, ob der Verdienst 2009, alle anderen natürlich auch, in den neuen Bundesländern oder in den alten erzielt wurde.
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Nenne aber die Punktwerte für beide
- alte Bd.Ld = 1,1788
- neue Bd.Ld = 1,3990

Experten-Antwort

Hallo Gerd,

LS hat Ihnen bereits die zutreffende Antwort gegeben.

von
??????

Das kann aber nicht stimmen. Bei gleichem Gehalt mehr EGP in den nBL ????????
Sicher ein Irrtum.

Experten-Antwort

Hallo ??????,

nein, kein Irrtum. Bei der Entgeltpunkteberechnung wird unterstellt, dass im Beitrittsgebiet für die gleiche Arbeit durchschnittlich weniger verdient wird als im alten Bundesgebiet. Der Verdienst im Beitrittsgebiet wird daher um einen entsprechenden Faktor (2009: 1,1868) auf ein "West-Entgelt" hochgewertet. Folglich ergibt sich bei gleicher Entgelthöhe ein entsprechend höherer Entgeltpunktewert.

Allerdings ergibt sich hieraus nicht zwangsläufig eine höhere Rentenleistung. Da im Beitrittsgebiet Entgeltpunkte (Ost) erworben werden, die bei der Rentenberechnung mit einem niedrigeren aktuellen Rentenwert (Ost) multipliziert werden, relativiert sich im Zahlbetrag letztlich der "Entgeltpunktevorsprung" wieder...

von
Fernsehen

Na, da habe ich aber in einem Fernsehbericht schon etwas anderes gehört -------- nämlich auch höhere Rente zu gegebener Zeit !

von
Ich

Die Ossis - mit ihnen kam das Ende des gesundes Haushalts der BRD...
1:1 Tausch von Ost- in Westmark, Versicherungszeiten aus SV-Ausweisen, obwohl kein Cent in die Rentenkasse geflossen sind...

Naja, das zahlen wir ja alles aus der "Portokasse" xD

von
RFn

Nicht die Ossis sind an der gegenwärtigen prekären Lage schuld.
Für Geldbeträge über 4000.-- M bzw. bei Älteren über 6000.-- M erfolgte der Umtausch 2 zu 1 !
Im Beitrittsgebiet hat auch jeder Werktätige und jeder Arbeitgeber seinen Beitrag in die Rentenkasse der DDR abgeführt, ab dem 01.07.1990 an die Überleitungsanstalt der Sozialversicherung und ab dem 01.01.1992 in die einheitliche bundesdeutsche Rentenversicherung.
Laut dem sogenanntem Generationenvertrag werden die Renten auch in der BRD aus den laufenden Beitragseinnahmen, nicht aus in Jahrzehnten angesammeltem Vermögen finanziert.
Weiterhin wurde durch den neuen Absatzmarkt die Wirtschaftskrise der BRD um einige Jahre in die Zukunft verschoben, sowie durch die Treuhandanstalt die Volkswirtschaft, darunter weltweit bekannte Exportbetriebe und Forschungseinrichtungen im Beitrittsgebiet zerschlagen.

von
RFn

Ergänzung:
Durch die Zerschlagung der wirtschaftlichen Konkurrenz und die damit erzeugte hohe Arbeitslosenquote im Beitrittsgebiet fliessen natürlich auch weniger Beiträge in die Rentenkasse der DRV.

von
Naja

Was nehmen Sie, um das zu glauben, was Sie da von sich geben? Bitte verraten Sie es mir. Oder ist das noch die alte Schulung ?

von
dg

Jaja, die bösen Ossis, die den West-Reichtum verprassen!

Es gibt sicherlich für jedes Klischee auch ein bisschen Grund, aber die Realität ist insgesamt ein bisschen anspruchsvoller, als es so manches einfach gestrickte Hirn sehen will und / oder kann.

Die gegenwärtige Rechtslage ist für "die Ossis" (soll im Sinne der Rente wohl heißen: die im Rechtskreis Ost rentenversicherungspflichtig Beschäftigten mit all ihren diversen Ost- oder zuvor oft auch West-Biographien) unstreitig tatsächlich vorteilhaft, weil die Entgelthochwertung mehr einbringt, als der niedrigere Rentenwert (Ost) wieder abzieht. Was sich bei einem schwindenden prozentualen Unterschied zwischen den Rentenwerten West und Ost natürlich noch verstärken würde, weil die einmal festgestellten (hochgewerteten) Entgelte / Entgeltpunkte auch so ohne Weiteres nicht wieder entzogen werden können.

Die Angleichung der Rentensysteme ist deshalb auch ein hochkomplexes Thema, an das sich die Politik noch immer nicht ernsthaft herantraut.