Hallo Peter,
ich hatte mich auch gefragt, ob diese Anfrage ein fake ist (ein Scherz), hatte mich aber dafür entschieden, Sie ernstzunehmen. Ihre Angaben sind einfach sehr klischeemäßig, denken Sie doch mal selber darüber nach, wie die Wirkung Ihrer Anfrage ist.
Wer mit einer Immobilie Kosten gegenüber einer Mietwohnung sparen möchte, muß selber handwerklich geschickt sein und/oder im Verwandten-/Freundes-/Bekanntenkreis geschickte Handwerker kennen und/oder seine Ansprüche an Wohnkomfort und Ambiente niedrig ansetzen.
Nach meinem Eindruck sind Mietwohnungen oft in einem moderneren/schöneren Zustand als Eigentumswohnungen/Häuser, weil man es sich als Eigentümer zweimal überlegt, ob die Kosten für den Handwerker wirklich sein müssen, oder ob man nicht noch 10 Jahre mit der gleichen Tapete/dem gleichen Fußbodenbelag leben kann. Und dann erst die Kosten für neue Installationen/ Heizungsanlagen/ Fenster/ Wärmedämmung etc. Das hat Vor- und Nachteile, als Mieter ist man u.U. zu Schönheitsreparaturen in einem gewissen Zyklus gezwungen, als Eigentümer entscheidet man selber.
Eigentum ist zeitaufwendig. Wenn Sie bisher keinen Haushalt führen müssen (darauf sind Sie nicht näher eingegangen), wissen Sie vermutlich auch noch nicht, wieviel Zeit das frißt. Wer das als Single neben der Berufstätigkeit macht, ist schonmal ziemlich ausgelastet. Wer sich dann noch ein Eigenheim mit Garten aufbürdet, muß das zum Hobby haben (das kann ein schönes Hobby sein, aber so muß man es dann auch sehen), denn für andere private Interessen bleibt dann keine Zeit mehr. Ein Haus mit Garten kauft man sich erst, wenn das Privatleben geordnet erscheint, also wenn Sie entweder Single bleiben wollen oder die Partnerin fürs Leben gefunden haben.
Außerdem habe ich den Eindruck, daß Sie sich das finanziell gar nicht leisten können. Eigentum als Altersvorsorge reicht heute nicht mehr - deshalb mein Hinweis, daß Sie sich um eine rentable Altersvorsorge zuerst kümmern sollten. Wenn dann noch finanzieller Spielraum bleibt (was ich nach Ihren Angaben eher bezweifele), können Sie über Wohneigentum nachdenken.
Die Zeiten haben sich geändert. Vor 30 Jahren konnten Familien ein Haus bauen und damit etwas für ihre Altersvorsorge tun. Denn die zu erwartenden gesetzlichen Renten deckten damals noch weitgehend den Lebensstandard ab und die Wertsteigerungen der Häuser wogen die finanzielle Mehrbelastung auf. Das Berufsleben war auch viel stabiler, viele arbeiteten Jahrzehnte beim gleichen Arbeitgeber.
Auch wenn Sie im öffentlichen Dienst sind, ist Ihr Arbeitsplatz vermutlich nicht für immer sicher. Immobilien erschweren Umzüge, denn in der heutigen Zeit lassen sie sich nicht mehr so einfach weiterverkaufen - sehr gute Lagen ausgenommen. Und die Vermietung hat Tücken, denn Mieter haben sehr weitgehende Rechte.
Selber lesen und nachdenken macht schlau, z.B. hier:
https://www.commerzbank.de/media/konzern/engagement/gesellschaft…
Zum Thema Aktienfonds habe ich Ihnen schon eine Website empfohlen. Ich würde nicht unvorbereitet in eine Beratung bei einer Bank gehen - das Risiko ist hoch, daß Sie dann etwas empfohlen bekommen, was dem Berater nützt (Abschlußprovision), aber nicht unbedingt Ihnen. Wenn Sie günstig über Direktvermittler investieren wollen, müssen Sie sich vorher schon selber informieren. Also: Lesen bildet.
Gruß,
Maria L.