Eingliederungszuschuss

von
Katharina M.

Hallo,

wer kann über Erfahrungen mit einem von der DRV gewährten Eingliederungszuschuss berichten?

Evtl. auch in Zusammenhang bzw. im Anschluss an Maßnahmen zur Teilhabe am Arbeitsleben..

Grüße - Katharina M.

von
???

Was wollen Sie denn konkret wissen? Dauer, Höhe, wie und wann sag ich's dem Arbeitgeber ...?

von Experte/in Experten-Antwort

Bitte fragen Sie dazu den zuletzt für Sie tätig gewordenen Reha-Fachberater der DRV.

von
Katharina M.

Nun, mich würde anhand von Erfahrungsberichten interessieren, ob und wie dieser Eingliederungszuschuss Behinderten hilft, einen Einstieg in das normale Berufsleben zu finden.

Grüße - Katharina M.

von
Fröbel

Zitiert von: Katharina M.

Hallo,

wer kann über Erfahrungen mit einem von der DRV gewährten Eingliederungszuschuss berichten?

Evtl. auch in Zusammenhang bzw. im Anschluss an Maßnahmen zur Teilhabe am Arbeitsleben..

Grüße - Katharina M.

Eingliederungshilfe /- zuschuss würde aus meiner Sicht nur Sinn machen, wenn man nach einer LTA auch gesundheitlich in diesem Beruf/Tätigkeit auch arbeiten kann. Des Weiteren sollte auch die Qualifikation ausreichend sein.

Es gibt leider Maßnahmen, die einer/einem nicht weiterhelfen. Dann wird gerne von der DRV Eingliederungshilfe zugesagt. Was passiert aber, wenn die Qualifikation nicht ausreichend ist?

Dann interessiert den möglichen Arbeitgeber in den meisten Fällen auch keine Eingliederungshilfe. Dies sind dann im Verhältnis nur Almosen, wenn er einer/einen noch erheblich "Nachqualifizieren" müsste. Und diese Eingliederungshilfe würde ja auch nur unter bestimmten Voraussetzungen gewährt werden und ist zeitgebunden.

Also mir hat diese Eingliederungshilfe seither aus den beschriebenden Gründen nichts genützt.

von
???

Das Problem beim Eingliederungszuschuss ist, dass Sie sich selbst einen Arbeitgeber suchen müssen. Sind Sie nun z.B. über 50, schwerbehindert, ohne Ausbildung ... wird es schwierig. Je mehr solche Faktoren zusammenkommen, desto geringer ist Ihre Chance, überhaupt zu einem Vorstellunggespräch eingeladen zu werden und dort den Eingliederungszuschuss anbieten zu können.
Ein Eingliederungzuschuss hilft also dann, wenn sie grundsätzlich für einen konkreten Arbeitgeber interessant sind und gleichwertige Konkurrenz vorhanden ist. Sie bieten dann gegenüber Mitbewerbern einen finanziellen Vorteil für den Arbeitgeber.
Übrigens können Sie in der Regel anstelle des Zuschusses auch eine benötigte Schulung auf Kosten der DRV dem Arbeitgeber anbieten.

von
Katharina M.

Ja, mir wurde ein Eingliederungszuschuss bewilligt und ich bin dabei mich zu bewerben.

Bisher nur Absagen...wenn ich mir den Mut genommen habe telefonisch nachzufragen, war der Grund fehlende Qualifikation. Dies habe ich bereits auch mit meinem Rehaberater besprochen. Dieser ist der Ansicht, dass die zuvor absolvierte 5-monatige berufliche Anpassung ausreichend ist...bzw. wenn nicht, erhalte ich nur über den Eingliederungszuschuss, sprich über einen Arbeitsvertrag weitere berufliche Qualifikation. Dies trifft bei mir wie oben geschildert nicht den Kern, der Arbeitsmarkt zeigt mir, dass es ohne Qualifikation keinen Arbeitsvertrag gibt.

"Übrigens können Sie in der Regel anstelle des Zuschusses auch eine benötigte Schulung auf Kosten der DRV dem Arbeitgeber anbieten."

Darauf lässt sich kein Arbeitgeber ein....
bzw. es kommt so ja noch nicht einmal zu einem Vorstellungsgespräch.

Wie kann ich mich gegen die mündlich ausgesprochene Entscheidung des Rehaberaters wehren?

Was sind Maßnahmen zur Teilhabe am Arbeitsleben, in denen unter Aufsicht ein Praktikum gesucht wird?
Sind diese Maßnahmen für mich als Akademikerin überhaupt geeignet oder wie oben angesprochen nur für Behinderte ohne Ausbildung geeignet?

Grüße - Katharina M.

von
Fröbel

Zitiert von: Katharina M.

Ja, mir wurde ein Eingliederungszuschuss bewilligt und ich bin dabei mich zu bewerben.

Bisher nur Absagen...wenn ich mir den Mut genommen habe telefonisch nachzufragen, war der Grund fehlende Qualifikation. Dies habe ich bereits auch mit meinem Rehaberater besprochen. Dieser ist der Ansicht, dass die zuvor absolvierte 5-monatige berufliche Anpassung ausreichend ist...bzw. wenn nicht, erhalte ich nur über den Eingliederungszuschuss, sprich über einen Arbeitsvertrag weitere berufliche Qualifikation. Dies trifft bei mir wie oben geschildert nicht den Kern, der Arbeitsmarkt zeigt mir, dass es ohne Qualifikation keinen Arbeitsvertrag gibt.

"Übrigens können Sie in der Regel anstelle des Zuschusses auch eine benötigte Schulung auf Kosten der DRV dem Arbeitgeber anbieten."

Darauf lässt sich kein Arbeitgeber ein....
bzw. es kommt so ja noch nicht einmal zu einem Vorstellungsgespräch.

Wie kann ich mich gegen die mündlich ausgesprochene Entscheidung des Rehaberaters wehren?

Was sind Maßnahmen zur Teilhabe am Arbeitsleben, in denen unter Aufsicht ein Praktikum gesucht wird?
Sind diese Maßnahmen für mich als Akademikerin überhaupt geeignet oder wie oben angesprochen nur für Behinderte ohne Ausbildung geeignet?

Grüße - Katharina M.

In der Tat sind mündliche Aussagen eines Rehaberater ziemlich wertlos. Du musst also für dich wissen, was dich in der Zukunft weiterbringt. Mich wundert es auch, dass man dir noch keine ebenso schwachsinnige Integrationsmaßnahme aufgeschwatzt hat.

Wie würde es denn mit einer Umschulung aussehen? Dies kannst du formlos beantragen, damit du dann einen Bescheid erhälts gegen den man bei einer Ablehnung Widerspruch einlegen kann. Einen neuerlichen Antrag auf LTA brauchst du meines Wissens nach nicht nochmal beantragen, da du ja noch LTA erhälts (Eingliederungshilfe).

Wie gesagt, es gibt soviele schwachsinnige Maßnahmen, wo das Geld zum Fenster rausgeworfen wird. Und nicht nur bei der DRV Bund, sondern in erster Linie bei den Jobcentern. Die meinen ja alle, dass das dritte Bewerbungstraining auch deine Qualifikationen und deine gesundheitlichen Probleme verbessern.

Lass dich nicht unterkriegen. Wer kämpft, der kann verlieren. Wer nicht kämpft, der hat schon verloren.

von
???

"Wie kann ich mich gegen die mündlich ausgesprochene Entscheidung des Rehaberaters wehren?"
Ganz einfach: Die gewünschte Leistung schriftlich beantragen und auf einer schriftlichen Entscheidung bestehen. Das ist dann ein Bescheid, gegen den man vorgehen kann.

"Was sind Maßnahmen zur Teilhabe am Arbeitsleben, in denen unter Aufsicht ein Praktikum gesucht wird?
Sind diese Maßnahmen für mich als Akademikerin überhaupt geeignet oder wie oben angesprochen nur für Behinderte ohne Ausbildung geeignet?"
Eine Möglichkeit wäre es, aber in der Regel werden hier Arbeiten im an-/ungelernten Bereich bis maximal zur Facharbeiter-Ebene vermittelt.

Die von Fröbel empfohlene Umschulung könnte interessant sein, aber Sie müssen sich dann im klaren sein, dass Sie auf Facharbeiter-Niveau arbeiten müssen. Auch Ihr akademischer Titel könnte dann bei der Arbeitsplatzsuche eher negativ sein.
Im übrigen erfüllt kaum ein Bewerber alle Einstellungsvoraussetzungen einer Stellenausschreibung. Wenn Ihnen jedoch Grundqualifikationen fehlen, dann scheinen Sie sich ja fachfremd (bzgl. Ihres Studiums) zu bewerben. Da hilft dann nur eines: Maßnahmen schriftlich beantragen.

von
Katharina M.

Zitiert von: Fröbel

[quote=185735]
.

Wie würde es denn mit einer Umschulung aussehen? Dies kannst du formlos beantragen, damit du dann einen Bescheid erhälts gegen den man bei einer Ablehnung Widerspruch einlegen kann. Einen neuerlichen Antrag auf LTA brauchst du meines Wissens nach nicht nochmal beantragen, da du ja noch LTA erhälts (Eingliederungshilfe).

Wie gesagt, es gibt soviele schwachsinnige Maßnahmen, wo das Geld zum Fenster rausgeworfen wird. Und nicht nur bei der DRV Bund, sondern in erster Linie bei den Jobcentern. Die meinen ja alle, dass das dritte Bewerbungstraining auch deine Qualifikationen und deine gesundheitlichen Probleme verbessern.

Hallo,

ja, ich denke ich werde einen formlosen Antrag an die DRV Bund stellen um weitere benötigte Qualifizierungen zu beantragen.

Eine Umschulung kommt für mich als
Diplom-Kauffrau nicht in Frage.

Der Punkt ist, dass ich in den letzten 15 Jahren meinen Beruf im Vertrieb ausgeübt habe und dies aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr möglich ist. Ich strebe eine Position im Innendienst an und eine
5-monatige berufliche Anpassung reicht nicht, um mit Fähigkeiten zu vermitteln die ich im Rechnungswesen benötige.

Der Rehaberater hat eben auch schon die genannte Integrationsmaßnahme (Praktikum suchen und absolvieren unter Aufsicht) angesprochen, allerdings muß ich dafür mindestens 5 Monate arbeitslos gewesen sein und mich um eine Anstellung im Rechnungswesen nachweislich beworben haben.

Ich bin selbständig in den letzten 15 Jahren tätig gewesen und habe keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld. Im Moment beziehe ich Anschlussübergangsgeld. Maximal 3 Monate.

Allerdings wenn ich nun weitere berufliche Qualifikationen beantrage und argumentiere, dass eine Integrationsmaßnahme mit Praktikum nicht meiner beruflichen Qualifikation entspricht, muss ich eigentlich erst einmal damit rechnen, dass der Antrag auf benötigte berufliche Weiterbildung abgelehnt wird und ich Widerspruch einlegen muss und wenn dies nicht reicht, eben klagen. Und das kann wie lange dauern?

Grüße - Katharina M.

von
Fröbel

Zitiert von: Katharina M.

Zitiert von: Fröbel

[quote=185735]
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Wie würde es denn mit einer Umschulung aussehen? Dies kannst du formlos beantragen, damit du dann einen Bescheid erhälts gegen den man bei einer Ablehnung Widerspruch einlegen kann. Einen neuerlichen Antrag auf LTA brauchst du meines Wissens nach nicht nochmal beantragen, da du ja noch LTA erhälts (Eingliederungshilfe).

Wie gesagt, es gibt soviele schwachsinnige Maßnahmen, wo das Geld zum Fenster rausgeworfen wird. Und nicht nur bei der DRV Bund, sondern in erster Linie bei den Jobcentern. Die meinen ja alle, dass das dritte Bewerbungstraining auch deine Qualifikationen und deine gesundheitlichen Probleme verbessern.

Hallo,

ja, ich denke ich werde einen formlosen Antrag an die DRV Bund stellen um weitere benötigte Qualifizierungen zu beantragen.

Eine Umschulung kommt für mich als
Diplom-Kauffrau nicht in Frage.

Der Punkt ist, dass ich in den letzten 15 Jahren meinen Beruf im Vertrieb ausgeübt habe und dies aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr möglich ist. Ich strebe eine Position im Innendienst an und eine
5-monatige berufliche Anpassung reicht nicht, um mit Fähigkeiten zu vermitteln die ich im Rechnungswesen benötige.

Der Rehaberater hat eben auch schon die genannte Integrationsmaßnahme (Praktikum suchen und absolvieren unter Aufsicht) angesprochen, allerdings muß ich dafür mindestens 5 Monate arbeitslos gewesen sein und mich um eine Anstellung im Rechnungswesen nachweislich beworben haben.

Ich bin selbständig in den letzten 15 Jahren tätig gewesen und habe keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld. Im Moment beziehe ich Anschlussübergangsgeld. Maximal 3 Monate.

Allerdings wenn ich nun weitere berufliche Qualifikationen beantrage und argumentiere, dass eine Integrationsmaßnahme mit Praktikum nicht meiner beruflichen Qualifikation entspricht, muss ich eigentlich erst einmal damit rechnen, dass der Antrag auf benötigte berufliche Weiterbildung abgelehnt wird und ich Widerspruch einlegen muss und wenn dies nicht reicht, eben klagen. Und das kann wie lange dauern?

Grüße - Katharina M.

Wie gesagt, du musst wissen was für dich die beste Qualifizierung ist.

Hat man denn als Dipl. Kauffrau keine ausreichenden Kenntnisse in REWE? Ich wüsste jetzt auch nicht, welche konkrete Maßnahme da Abhilfe verschafft. Mir würde da Buchhalterin einfallen. Dass Problem ist, dass bei sogenannten Maßnahmen du "nur" ein Zertifikat erhälts, also nicht wie bei einer Umschulung einen staatl. Abschluss. Und über die Werthaftigkeit von Zertifikaten kann man stundenlang diskutieren.

Ein weiteres Problem könnte dahingehend auftreten, dass du für den Innendienst keine Berufserfahrung hast.

Wie lange es mit einen formlosen Antrag dauert, kann ich dir natürlich nicht sagen. Es darf aber nicht länger als sechs Monate dauern. Wenn dieser abgelehnt werden sollte, kannst du Widerspruch einlegen.

Falls du da rechtlichen Beistand brauchst, gehst du zum Amtsgericht, und besorgst dir einen Beratungshilfeschein. Dann gehst du zu einem Anwalt deiner Wahl (Anwalt für Sozialrecht). Dass Widerspruchsverfahren darf nicht länger als drei Monate dauern. Für mehr Informationen zur dauer des Antragsverfahren/Widerspruchsverfahren googlest du mal § 88 SGG .

Vergiss auch nicht rechtzeitig einen Antrag auf ALG 2 zu stellen, damit du weiterhin Geld bekommst. Da die DRV Bund auch weiterhin bezüglich irgendwelche Förderungen zuständig bleibt, darf das Jobcenter dich nicht fördern. Dazu zählt auch Fahrtkosten zum Vorstellungsgespräch und Bewerbungskosten. Jede Art von irgendwelchen Förderungen laufen also weiterhin über die DRV Bund. Diese müssen also beantragt werden.