Eingliederungszuschuss bei Arbeitsmarktrente

von
Frank L.

Guten Tag liebe Ratgebende,

ich hatte 2010 Leistungen zur Teilhabe beantragt, weil ich eigentlich eine Umschulung machen wollte. Ich kam dann zur Arbeitserprobung in eine Rehaklinik und es wurde festgestellt, dass ich nur noch zwischen 3 und 6 Std. täglich arbeiten kann. Die Umschulung wurde abgelehnt und mir wurde seitens der DRV die Zusage eines Eingliederungszuschusses für einen potentiellen Arbeitgeber gemacht. Diese Zusage war auf 12 Monate befristet (Zeit ist schon abgelaufen).

Ich ging dann ins Widerspruchsverfahren wegen der Umschulung aber auch der Widerspruch wurde abgelehnt. Ich bekomme nun eine unbefristete Teilerwerbsminderungsrente und diese wurde wegen verschlossenen Arbeitsmarktes zur vollen Rente aufgestockt.

Nun kann ich ja noch halbtags arbeiten und würde mir trotzdem die Chancen schlecht stehen, gerne eine versicherungspflichtige Tätigkeit suchen. Wenn ich jetzt einen Arbeitgeber fände, könnte dieser dann trotzdem noch einen Eingliederungszuschuss für mich bekommen oder ist das nicht mehr möglich, weil ich ja nun Rente bekomme?

Viele Grüße, Frank

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Frank L.,

durch den Bezug der Rente wegen voller Erwerbsminderung werden Leistungen zur Teilhabe nicht ausgeschlossen. Es ist im Gegenteil sehr wünschenswert, dass durch diese Leistungen ggf. die volle Erwerbsminderungsrente in eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung umgewandelt und der Rentenbezug durch Aufnahme einer leidensgerechten Vollbeschäftigung vielleicht sogar ganz vermieden werden kann. Als Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben können deshalb auch Eingliederungszuschüsse gezahlt werden. Nach den konkreten Umständen des Einzelfalls entscheidet der zuständige Rentenversicherungsträger über die weitere Kostenzusage. Wenden Sie sich doch einfach nochmal an Ihren Rehafachberater.