Einkünfte aus Photovoltaikanlage = rentenschädlich?

von
woda

Hallo,
im Juni 2011 werde ich 60 Jahre alt und möchte dann die Altersrente für Frauen beantragen. Alle Voraussetzungen sind erfüllt.
Ich beabsichtige in einigen Monaten eine Photovoltaikanlage installieren zu lassen. Nach den geschätzten Berechnungen wirft diese Anlage monatlich mehr als 400,00 Euro ab.
Muss ich diese Einkünfte während meines Rentebezuges dem Rentenversicherungsträger angeben?
Werden diese Einkünfte als "rentenschädlicher" Hinzuverdienst berücksichtigt?
Bekomme ich dann meine Altersrente gekürzt?
Wenn ja, gibt es noch einen guten Tipp?

von
-_-

:P

Zitiert von: woda

Hallo,
im Juni 2011 werde ich 60 Jahre alt und möchte dann die Altersrente für Frauen beantragen. Alle Voraussetzungen sind erfüllt.
Ich beabsichtige in einigen Monaten eine Photovoltaikanlage installieren zu lassen. Nach den geschätzten Berechnungen wirft diese Anlage monatlich mehr als 400,00 Euro ab.
1.) Muss ich diese Einkünfte während meines Rentebezuges dem Rentenversicherungsträger angeben?
2.) Werden diese Einkünfte als Hinzuverdienst berücksichtigt?
3.) Bekomme ich dann meine Altersrente gekürzt ("rentenschädlich")?
4.) Wenn ja, gibt es noch einen guten Tipp?

1.) Jain. Siehe 4.)
2.) Nur der Gewinn laut Einkommensteuerbescheid.
3.) Ja, falls der Gewinn laut Einkommensteuerbescheid höher als 400,00 EUR ist.
4.) Grundsätzlich gilt:
Wer vor der Regelaltersgrenze (noch 65. Lebensjahr) eine vorgezogene Altersrente oder eine volle Erwerbsminderungsrente bezieht, darf nur bis zu 400 Euro monatlich hinzuverdienen, bei der teilweisen Erwerbsminderungsrente gelten die individuellen Hinzuverdienstgrenzen. Rentner, die mit einer Solarstromanlage (Photovoltaikanlage) auf dem Dach Strom erzeugen und an ein Energieversorgungsunternehmen verkaufen, müssen die Einnahmen daraus versteuern.

Bei der Bewertung der Einnahmen folgt das Rentenrecht dem Steuerrecht. Das bedeutet: Wenn die Einnahmen aus der Photovoltaikanlage steuerlich als Arbeitseinkommen aus einer selbstständigen Tätigkeit beurteilt werden, gelten sie als Hinzuverdienst. Ausnahme: Wenn die Einnahmen aus Solarstrom steuerlich als Miet-, Pachteinnahme oder als Kapitalerträge bewertet werden, ist keine Anrechnung auf die Erwerbsminderungs- oder Altersrente möglich.

Ob es sich bei den Einnahmen um Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit oder einer anderen steuerlichen Einkunftsart handelt, können nach dem Steuerberatungsgesetz nur ein Steuerberater, der Lohnsteuerhilfeverein oder das Finanzamt beurteilen. Die Rentenversicherung kann und darf in diesem Fall nicht beraten. Betroffene Rentner sollten klären, wie ihre Einnahmen aus einer Solarzellenanlage tatsächlich steuerlich bewertet werden und sich dann mit der Rentenversicherung in Verbindung setzen.

von
chris

Mit einem Gewinn von 400,- Euro im Monat zu rechnen ist wirklich optimistisch. Sie werden ja auch Ihre Haushaltsenergie durch Solarenergie decken wollen. Einen Überhang werden Sie wohl lediglich im Sommer erzielen, wenn Sie nicht heizen.

Zunächst müssen Sie Ihre Investition in die Anlage und deren Installation wieder erwirtschaften, bis tatsächlich ein Gewinn erzielt werden kann.

Angeben müssen Sie Ihren Zuverdienst allerdings. Ein absoluter Zugewinn von 400,- Euro monatlich ist für Sie aber zurzeit gerade noch nicht rentenschädlich.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo woda,

der Gewinn aus einer Photovoltaikanlage wird vom Finanzamt als "Einkünfte aus Gwerbebetrieb" besteuert. Einkünfte aus Gewerbebetrieb sind immer auch als Hinzuverdienst bei der Rente zu beachten.
Gewinn bedeutet: Einnahmen aus der Anlage minus Ausgaben (Anschaffung, Betrieb etc.).

Sie müssen zunächst dem Rentenversicherungsträger gegenüber eine gewissenhafte Schätzung der für das Jahr zu erwartenden Einkünfte abgeben. Wenn dann später der Stuerbescheid vorliegt, wird überprüft.

von
Solarworld

Nicht vergessen, die Krankenversicherung wird sich auch melden.
Die wollen Beiträge für das erwirtschaftete Geld............