Einmahlzahlung in die Rentenkasse

von
Julia

Ich gehe mit 63 Jahre mit Abschlägen vorzeitig in Rente.
Ist es möglich jetzt eine Einmahlzahlung zu leisten um dann Abschlagsfrei die Rente zu beziehen?
Ich würde mit 65 Jahren und 11 Monaten abschlagsfrei in Rente gehen können.
Bei Rente mit 63 werden mir 0,3% jeden monat weniger ausgezahlt.
Dies macht einen ca. Betrag von 180 € weniger an Rente monatlich aus.
Meine Frage: Wie hoch wäre die Einmahlzahlung an die Rentenkasse um mit 63 abschlagsfrei Rente zu beziehen?

Vielen Dank schon einmal im Voraus für die Antworten.

Experten-Antwort

Hallo Julia,

bitte lassen Sie sich den Betrag zum Ausgleich der Abschläge durch Ihren Rentenversicherungsträger rechtzeitig vor dem Renteneintritt ausrechnen und entscheiden, ob Sie durch eine entsprechende Zahlung Ihre Abschläge ausgleichen.

von
Rechenkünstler

Größenordnung dürfte recht genau zw. 45.000-46.000€ liegen.

von
chi

Größenordnungsmäßig wäre mit einem Betrag um 45000 Euro zu rechnen.

von
chi

Ah, Rechenkünstler war schneller. Aber immerhin kann ich das Ergebnis bestätigen.

von
Besserwisser

Da haben Rechenkünstler und Chi richtig gerechnet und der Fragesteller wird wohl nicht sein gespartes opfern um die Abschläge auszugleichen. Die Leute sind immer sehr erstaunt wenn man ihnen diese Summen nennt.

von
memyself

die einmalzahlungen müssen nicht in einer summe geleistet werden, sondern das ist in bis zu 2 ratenzahlungen pro jahr möglich, was sich evtl auch steuerlich positiver auswirkt.

von
XYZ

Zitiert von: Besserwisser
Da haben Rechenkünstler und Chi richtig gerechnet und der Fragesteller wird wohl nicht sein gespartes opfern um die Abschläge auszugleichen. Die Leute sind immer sehr erstaunt wenn man ihnen diese Summen nennt.

Komisch, ich komme auf viel höhere Beträge. Aus Erfahrung dürfte der Betrag rund 54000 Euro betragen. Wenn z.B. ein Abschlagsbetrag von 200 Euro ausgeglichen werden soll komme ich mit der bekannten Faustformel auf 53600 Euro...

von
chi

Zitiert von: XYZ
Komisch, ich komme auf viel höhere Beträge. Aus Erfahrung dürfte der Betrag rund 54000 Euro betragen. Wenn z.B. ein Abschlagsbetrag von 200 Euro ausgeglichen werden soll komme ich mit der bekannten Faustformel auf 53600 Euro...

Das ist aber in sich widersprüchlich: Hier geht es um 180 Euro (10% weniger als 200 Euro); wenn Sie bei 200 Euro auf 53600 Euro kommen, müssen Sie bei 180 Euro von 10% weniger ausgehen, also 48240 Euro; nicht 54000 Euro. Was die restliche Differenz angeht, scheint die „bekannte Faustformel“ (welche?) ungenau oder vielleicht auch veraltet zu sein.

Ich rechne: 180 (Abschlagsbetrag) geteilt durch 0,895 (Umkehrung des Abschlags von 10,5%) geteilt durch 32,03 (Rentenwert) = 6,28 (benötigte Entgeltpunkte). 6,28 mal 37873 (vorläufiges Durchschnittsentgelt für 2018) mal 0,186 (Beitragssatz) = 44232.

von
XYZ

Zitiert von: chi
Zitiert von: XYZ
Komisch, ich komme auf viel höhere Beträge. Aus Erfahrung dürfte der Betrag rund 54000 Euro betragen. Wenn z.B. ein Abschlagsbetrag von 200 Euro ausgeglichen werden soll komme ich mit der bekannten Faustformel auf 53600 Euro...

Das ist aber in sich widersprüchlich: Hier geht es um 180 Euro (10% weniger als 200 Euro); wenn Sie bei 200 Euro auf 53600 Euro kommen, müssen Sie bei 180 Euro von 10% weniger ausgehen, also 48240 Euro; nicht 54000 Euro. Was die restliche Differenz angeht, scheint die „bekannte Faustformel“ (welche?) ungenau oder vielleicht auch veraltet zu sein.

Ich rechne: 180 (Abschlagsbetrag) geteilt durch 0,895 (Umkehrung des Abschlags von 10,5%) geteilt durch 32,03 (Rentenwert) = 6,28 (benötigte Entgeltpunkte). 6,28 mal 37873 (vorläufiges Durchschnittsentgelt für 2018) mal 0,186 (Beitragssatz) = 44232.


Ich muss mich korrigieren: Nach meiner Faustformel komme ich auf einen Betrag i.H.v. 46800 Euro.

von
DRV

Faustformel hin oder her. Füllen Sie den V0210 aus, senden dieses Formular an Ihren Rententräger und wenige Wochen später haben Sie die Ausgleichssumme schriftlich vor Augen.