Einmalige Einzahlung in Rentenkasse

von
Lisa

Guten Tag,
ich bin 60 Jahre, gesund und noch berufstätig und möchte Geld in die Rentenkasse einzahlen.
Wie hoch darf bzw. müsste der Betrag sein, dass sich diese "Geld-Anlage" für mich
rechnet.
Ich plane mit 63 Jahren plus 10 Monaten meine Rente einzureichen.
Können Sie mir bitte hierzu Auskunft geben?
Vielen Dank und einen schönen Tag
FG Lisa

von
Rechner

Eine Berechnung geht nur, wenn Sie angeben können, wie lange Sie noch leben werden.

von
Lisa

...
????

ich werde 120 Jahre alt

genügt das als Antwort

Experten-Antwort

Hallo Lisa,
es gibt eine spezielle Rentenauskunft für Beitragszahlungen zum Ausgleich einer Rentenminderung. Sie sollten genau fragen, denn die Sache kann teuer sein.
Sie übernehmen allerdings damit auch das Risiko der Langlebigkeit für sich. Sollten Sie nur 70 Jahre alt werden, da brauchen wir nicht zu rechnen, rentiert sich die Zahlung nicht. Sollten Sie die 90 überschreiten und haben noch einen deutlich jüngeren Ehemann, der noch über Jahre Witwerrente beziehen kann, sieht es besser aus.
Umfassende Betrachtungen sollten Sie mit einem Besuch in unserer nächstgelegenen Beratungsstelle verbinden.

von
Rechner

....dass sich diese "Geld-Anlage" für mich rechnet.
Das war Ihre Frage.

Wenn Sie 120 werden, dann rechnet es sich immer.

Ich meinte es schon ernst.
Sie müssen abwägen, ob es sich für Sie persönlich rechnet.
Für mich rechnet es sich nicht.

von
Lisa

...okay, sorry ich habe Sie für einen kleinen Witzbold gehalten.

Aber im Ernst, ich möchte etwas Geld anlegen.

Mein bisheriger Versicherungsverlauf ist lückenlos, bedeutet ich habe kein Ausfallzeiten (Mutterschaft etc.) und
45 Jahre bereits gearbeitet und somit immer fleißig in die Rentenkasse eingezahlt.

Wie sieht es mit einer Sofortrente aus? Besteht eventuell hier die Möglichkeit
sein "hart erspartes Geld" mgl. optimal zu investieren?

Tut mit leid, dass ich Sie missverstanden haben, allerdings war Ihre Antwort auch ziemlich knapp.

FG Lisa

von
Rechner

Hallo,
etwas Witzbold ist schon zutreffend. Danke.

Ich bin 63 und habe auch etwas Geld geerbt, aber ich würde nicht in die Rentenkasse einzahlen.
Sprechen sie mit Ihrer Bank, wenn Sie dort eine Vertrauensperson haben.
Kurzfriste Anlagen, auch wenn die Zinsen niedrig sind, mache ich.
Den Enkeln gebe ich lieber etwas mit warmen Händen.

Der/die Experte/in hat ja auch Alterszahlen genannt, leider weiß keiner wann die Uhr abgelaufen ist, darum auch meine erste Frage.
Junger Ehepartner dem man eine Witwenrente gönnen möchte ist ein Argument. Aber ich denke wir sind keine (Mörtel) Lugners.

Viele grüße und frohes schaffen

von
Rechner

Bei der Sofortrente wieder gleiche ernst gemeinte Frage:
Wie lange werden Sie leben ?

Ich weiß, die Zinsen sind fast Null.
Aber lieber jetzt die Taschen voll - als reichster Mann (Frau) auf dem Friedhof.

Viele Grüße

von
Kahla

Hallo Lisa,

einige Vorschläge sind Ihnen bereits genannt worden. Nehmen wir mal an wir sprechen hier von einer Einmalzahlung von 60 Tausend Euro. Die würde ich auf gar keinen Fall in die Rentenkasse einzahlen. Besser auf ein Tagesgeldkonto parken. Sie haben immer fleißig in die Rentenkasse eingezahlt. Dementsprechend wird Ihre Rente nicht schlecht ausfallen. Vielleicht 1500 bis 1600 Netto Rente. Und wenn Sie bald in Rente sind, können Sie zusätzlich von Ihrem Tagesgeldkonto 300 bis 400 Euro auszahlen lassen und das über 10 Jahre. So habe ich das/werde ich das machen.

Mfg

von
reuters

Hallo Lisa,

über dieses Thema hat man sich hier schon häufig ausgetauscht.
Und jeder Laie oder auch Experte hat seine subjektive Meinung.

Und wenn man bei einer Einzahlung in entsprechender Höhe ( 60.000 Euro hat vielleicht nicht jeder Durchschnittsverdiener zur Verfügung - so weit scheint es mit der Altersarmut dann doch noch nicht zu sein ;-) optimieren möchte, kommt man vermutlich nicht um einen Gang bei dem Steuerberater seines / ihres Vertrauens vorbei.

Bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung einer 64 jährigen Frau von dann noch 21 Jahren, die wie Sie nach mehr als 45 Beitragsjahren ohne Abschläge in Rente gehen kann, lohnt sich die Einzahlung schon mal nicht für die gesetzliche Rentenversicherung. Ohne Berücksichtigung von Rentenerhöhungen der Betrag ist in diesem Fall nach rund 20 oder aufgrund des Ostbonus evtl. auch schon nach 18 Jahren Rentenbezug der eingezahlte Betrag erreicht.

Nicht ganz uninteressant ist auch , ob man als Rentenbezieher später pflichtversichert oder freiwillig krankenversichert ist Im zweiten Fall erhöht sich auch der Anteil der Rente, der auf die Einzahlung entfällt, um den Zuschuss zur Krankenversicherung (rund 7 %).

Und ein Steuerberater könnte Ihnen sicherlich darüber Auskunft geben, wieviel Sie von der Einzahlung nächstes Jahr vom Finanzamt wieder bekommen, und dass es häufig auch besser ist - je nach Familienstand/Steuerklasse die Einzahlung auf mehrere Jahre zu verteilen.
Im Gegenzug zu dieser Steuerersparnis, die durchaus auch mal mehr als 1/3 der eingezahlten Summe betragen kann, sollte man allerdings auch gegenrechnen, um wieviel die Steuerbelastung als Rentner aufgrund der höheren Rente steigt.
Für Sie ist es aufgrund der überschaubaren Zeit bis zum Rentenbeginn grds. interessanter einzuzahlen als für einen 50 jährigen der noch hoffen kann, dass es irgendwann auch mal wieder wie in der Vergangenheit lukrativere Geldanlagen bei den Banken und Versicherungen gibt.

Aber wie vom Experten kurz und knapp ausgeführt, es ist immer eine individuelle Entscheidung und nicht zuletzt von der Einschätzung des persönlichen Gesundheitszustandes abhängig.

Sie können es wie der "Rechner" machen, wenn Ihnen es wichtig ist, in den ersten 10 Jahren nach
Renteneintritt über mehr Geld zu verfügen, ihre Ersparnisse auf ein Tagesgeldkonto legen (in der Hoffnung, dass Sie demnächst noch keine Strafzinsen oder Gebühren für das Auszahlen begleichen müssen)

Sie können es auch anders machen ;-)

Ein Besuch in einer Beratungsstelle der Rentenversicherung kann da hilfreich sein, wobei Ihnen dort keine Auskünfte zu den steuerlichen Aspekten gegeben werden kann/darf.

Zu Ihrer Frage, wie hoch müsste der Betrag sein, damit es sich lohnt - der Hinweis "jeder" Eurobetrag rechnet sich gleich - sie zahlen ja weder Provisionen noch gibt es Zinsstaffeln ;-)