Einschätzung Aussichten EM-Antrag durch neutrale Dritte

von
Liberg

Guten Tag,

ich habe eine chron. Erkrankung die zu zunehmenden Behinderungen führt. Mir wurde bereits im Jahr 2008 von einer Sportärztin der wohlgemeinte Rat gegeben, darüber nachzudenken eine EM-Rente zu beantragen (1/2 EM-Rente sei sicher, eine volle nicht unwahrscheinlich).

Ich möchte im Vorwege bereits eine Zweit-/Drittmeinung zu den Erfolgsaussichten einholen. Wer ausser dem med. Dienst der DRV könnte hier weiterhelfen? Kann eine Rehaklinik im Rahmen eines geplanten stationären Aufenthalts hierzu Aussagen machen?

Danke für die Rückmeldungen.

von
Klangschalen-Orakel 1. Klasse

Meine Glaskugel sagt: zwecklos!
Mal ernsthaft: glauben Sie allen Ernstes an Ihre Frage? Stellen Sie einen Antrag und warten Sie ab, welche Maßnahmen die DRV ergreift! Vor Ihnen haben bereits Millionen das Procedere durchlaufen und nach Ihnen wird es so weitergehen. Die "Erfolgsaussichten" Ihres Antrages kann niemand hier beurteilen, es fehlt an persönlichen Infos und sozialmedizinisches Fachwissen!

!!Großes Kopfschütteln!!

Experten-Antwort

Ein Einschätzung ist sicher nicht möglich. Sicher ist nur, dass der Rentenversicherungträger "in freier Beweiswürdigung" über Ihren Antrag entscheiden wird. Das bedeutet, dass dieser die med. Unterlagen auswertet, jedoch unabhängig von der Einschätzung der Mediziner, die die jeweiligen Befunde und Gutachter erstellt haben, urteilt. Der Weg dorthin kann jedoch bei den einzelnen Rentenversicherungsträger, durch die verschiedenen Organisationstrukturen bedingt, ein anderer sein. Letztlich gibt der Arzt des Rentenversicherungsträgers seine sozialmedizinische Stellungnahme ab, aufgrundderer dann der Jurist der Rentenversicherung über die medizinischen Voraussetzungen entscheidet. Falls Sie noch den Antrag stellen werden, rate ich dazu, den Antrag bei einer Auskunfts-und Beratungsstelle Ihres Rentenversicherungsträgers zu stellen und den Berater/die Beraterin nach den Arbeitsabläufen zu befragen.
Wie sie bereits erwähnten, kann es zur Beschleunigung der Laufzeit Ihres Antrages nicht schaden, die behandelnden Ärzte zu kontaktieren, um sich die maßgeblichen med. Unterlagen aushändigen zu lassen, die Sie dann bei der Rentenantragstellung vorlegen.

von
Wolfgang

Hallo Liberg,

> von einer Sportärztin der wohlgemeinte Rat gegeben, darüber nachzudenken eine EM-Rente zu beantragen (1/2 EM-Rente sei sicher, eine volle nicht unwahrscheinlich

wenn diese Ärztin nicht auch als Gutachterin für die DRV tätig ist und entsprechende Erfahrungswerte hat - lassen Sie sich das von Ihr schriftlich geben (für einen etwaigen Regress hinterher ;-)
Allgemeinmediziner 'schwafeln' schon gern mal, so aus dem Bauchgefühl heraus - konkret angefragt von der DRV werden sie dann weich und unverbindlich ...gemessen an den Anforderungen EM mit allem Drumherum, weil ihnen dazu die speziellen Kenntnisse fehlen.

Reha ...ist ein guter Gedanke, obwohl auch die da nicht in Richtung EM-Rente entscheiden dürfen - nur haben die Prognosen in etwaige EM mehr Aussagekraft (sofern kein 'dummer/fehler-/ zweifelhafter' med. Abschlussbericht erstellt wurde)

Gruß
w.

von
Neutrum

Hallo Liberg,

die Leser im Forum sind hr ZU neutral, d.h., abschätzen könnte man das höchstens nach Kenntnis aller Ihrer Befunde, und dann weiß man noch nicht, wie der Arzt der DRV Ihre heutige gesundheitliche Situation einschätzt.
Das dürfte Ihr Hausarzt eher können!

von
Liberg

Herzlichen Dank. Ich habe mir durch Ihre Rückmeldungen einen Eindruck verschaffen können.