Einstellung des Krankengeldbezuges während des Widerspruchs-Verfahrens

von
stern

Habe noch einmal eine Frage:
Meine Erwerbsminderungs-Rente ist abgelehnt worden und ich befinde mich seit kurzem im Widerspruchsverfahren.
Nun will die Krankenkasse die Zahlung des Krankengeldes einstellen.
Ist das rechtens?
Wenn ich dann Alo-Geld bekomme, muss ich doch auch dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, aber es läuft ja das Widerspruchsverfahren.
Manche Dinge verstehe ich einfach nicht.
Vielen Dank schon mal im Voraus für die Antworten !

von
Rosanna

Hallo Stern,

wenn die Anspruchsdauer für das Krankengeld abläuft und Sie ausgesteuert werden, wird das KG eingestellt. Dann müssen Sie tatsächlich ALG I beantragen. Die AfA tritt dann in Vorleistung. Sollte Ihnen im Widerspruchsverfahren eine volle EM-Rente zuerkannt werden, macht sie auf die Rentennachzahlung ihren Erstattungsanspruch geltend (nur in Höhe der Netto-Rente, Sie müssen also einen evtl. Differenzbetrag nicht zurückzahlen!) und stellt das ALG ein.
Bei einer TEILWEISEN EM-Rente wird das ALG für die weitere Anspruchsdauer weitergezahlt; das ALG I wird nach § 96 a SGB VI auf die teilw. EM-Rente angerechnet. Je nach Höhe der Rente kommt diese dann nicht mehr zur Auszahlung.

Aber allein aufgrund des laufenden Widerspruchsverfahrens darf die KK das KG natürlich nicht einstellen!

MfG Rosanna

Experten-Antwort

Vielleicht klären Sie persönlich mit der Krankenkasse ab, wann tatsächlich genau Ihr Anspruch auf Krankengeld nach den dortigen gesetzlichen Vorschriften aufgrund Ihrer Erkrankung endet.
Falls Sie sich dann arbeitslos melden, prüft die Bundesagentur für Arbeit, ob Sie Anspruch auf Arbeitslosengeld haben; dazu gehört auch die Frage ob Sie gesundheitlich dem Arbeitsmarkt zur
Verfügung stehen können.