Einzahlung in die Rente

von
Tina

Tag zusammen, ich bin Anfang 50 und beziehe eine teilweise Erwerbsminderungsrente. Ich habe eine Abfindungs bekommen und mein Steuerberater hat mir empfohlen, dass ich 15.000 Euro in die Rente einzahlen soll, weil ich so viel Steuern sparen kann. Ich habe das soweit verstanden und weiß, dass ich dafür ca. 2 Entgeltpunkte bekommen. Aber unsicher bin ich wegen der Rente. Muss ich hierbei etwas beachten? Oder erhöhe ich damit um 2 Punkte abzüglich 10,8% Abschlag meine Rente, wenn ich mit 62 (schwerbehindert) gehe oder irgendwann vorher schon die volle EM-Rente bekomme?
LG Tina

von
senf-dazu

Hallo Tina!

Wenn Sie derzeit nicht versicherungspflichtig sind, könnten Sie freiwillig Beiträge in die gesetzliche RV einzahlen.
Sie können auch im Hinblick auf eine vorzeitige Altersrente die dann (zumindest für den noch nicht abschlagsbehafteten Teil Ihrer EP) einem Abschlag entgegenwirken.
Dazu fordern Sie bei der DRV mithilfe des Formulars V210 (https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Formulare/DE/_pdf/V0210.html) an, welchen Betrag Sie für Ihr Rentenkonto einzahlen können.
Danach können Sie bis zu diesem Betrag eine Abschlagsausgleichszahlung leisten.
Dieser Betrag erhöht dann die Anzahl der Entgeltpunkte, nichtsdestotrotz bleibt ein Abschlag bei der späteren Altersrente abhängig vom Rentenbeginn.

Experten-Antwort

Hallo Tina,

Sie können, sofern keine Pflichtversicherung vorliegt, freiwillige Beiträge auf Antrag zur gesetzlichen Rentenversicherung einzahlen. Bei einer Zahlung von 15.000 Euro würde sich derzeit die spätere Rente um monatlich 66,37 Euro (brutto/vor Berücksichtigung einer Rentenminderung) erhöhen.
Lassen Sie sich von einer Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung hierzu beraten.

von
W°lfgang

Vorsicht ...freiwillige Beiträge in die Zeit der Zurechnungszeit eingezahlt bedarf schon einen sehr tiefen Blicks über die tatsächlichen Auswirkungen auf die Erhöhung der Rente. Die grundsätzlich richtige/allgemeine (!) Ableitung des @Experten aus Einzahlungsbetrag = mtl. Rentenzuwachs kann bei einer teilweisen (auch vollen) EMRT so nicht ansatzweise prognostiziert werden.

Die 'Ausgleichszahlung bei erwarteter Rentenminderung' wäre meine vorrangige Wahl/siehe Hinweis von @senf-dazu. Aber, das lässt sich ja beides leicht mit Probeberechnungen der DRV verifizieren ...was auch mit 'etwas' zeitlichem Abstand (*hallo: Corona) beim Versicherten landet - Hauptsache erst mal rein formell den Antrag gestellt/Fristen gewahrt.

Gruß
w.

von
Tina

Danke für die Antworten. Ich bin dann wohl auf der sicheren Seite, wenn ich die Einzahlung zum Ausgleich von Rentenabschlägen mache.

Was ist, wenn ich z.B. in 2 Jahren die volle Erwerbsminderungsrente erhalte, weil sich mein Gesundheitszustand weiter vrschlechtert? Wirken sich die Entgeltpunkte für die zusätzliche Einzahlung auf die Höhe der Erwerbsminderungsrente rentensteigernd aus?
Tina