Elternzeit

von
Stephan

Meine Freundin ist seit der Geburt unserer zweiten Tochter im Februar in Elternzeit. Frage: Kann Sie nur einen Riestervertrag über den Sockelbetrag von 60 Euro/Jahr abschliessen oder würde es sich auch förderungstechnisch lohnen, wenn sie deutlich mehr einzahlen würde. 90 Euro im Monat wären durchaus möglich.

von
Schwarzwälder

Für die Förderung des Vertrages ist es nur notwendig den Mindestbetrag einzubezahlen. Mehr bringt da nicht "mehr".
Ein höherer Beitrag ist selbstverständlich trotzdem möglich, damit würde sich dann die spätere Rente steigern. Zu empfehlen ist das aber sicher nicht, da die Rendite von Riesterverträgen nicht berauschend ist wenn man jenseits der Förderquote schaut.
Wenn Sie mehr übrig haben schließen Sie lieber etwas Zusätzliches ab. Tipps werden sicher zuhauf von Maria L. und Herrn Amade kommen.

Experten-Antwort

Erhält die Frau Kindererziehungszeiten von der Deutschen Rentenversicherung gutgeschrieben, ist sie direkt zulagenberechtigt und erhält automatisch die Kinderzulagen/Grundzulage auf ihr Vertragskonto gutgeschrieben. Verfügt sie über kein sozialversicherungspflichtiges Einkommen, muss sie einen Sockelbeitrag von 60 Euro pro Jahr leisten (5 Euro pro Monat).
Ob Ihre Freundin allerdings 90 Euro im Monat statt 5 Euro im Monat einzahlt ist sicher von der gesamten finanziuellen Situation abhängig, aber ich persönlich bin der Meinung, man sollte auch bei der Vorsorge nicht alles "auf ein Pferd setzen". Fördertechnisch hat es keine Auswirkung, mehr als die Zulage gibt es nicht.