EM bewilligt, wie geht es weiter

von
Ina

Guten Morgen,

ich habe telefonisch erfahren, daß meine EM-Rente auf Dauer rückwirkend bewilligt wurde.
Mein Arbeitsverhältnis besteht noch und ich bin noch im Krankengeld-Bezug. Kann mir jemand sagen, wie es jetzt von DRV-Seite weitergeht. Was passiert, bis der Bescheid dann verschickt werden kann? Wann erhält die Krankenkasse Kenntnis von der Bewilligung? Ich möchte irgendwie auch gerne vermeiden, einen Monat ohne Geld dazustehen, denn die Rente wird ja rückwirkend, am Ende eines Monats, gezahlt. Und wann erfolgt die erste Rentenzahlung. Wovon hängt das ab?
Vielen Dank für Eure Hilfe!
Ina

von
Reni

Nach meiner Erfahrung: Das dauert nicht nur bis zum Monatsende, sondern noch eine ganze Weile länger.
Bei mir hieß es, die unbefristete Rente sei klar, ich bekäme in einer Woche etwa den Bescheid. Tatsächlich waren es drei Wochen. Erst kam dann noch eine Rückfrage der DRV, ob ich als Rentenbeginn Eintritt der Erwerbsunfähigkeit oder Antragsdatum wolle.Und dann war angekündigt, wegen Verrechnung anderer Ansprüche gäbe es die Zahlung erst in 3 Monaten. Dauerte dann immerhin zwei Monate, obwohl ich sofort Krankenkasse (Krankengeld) und Arbeitgeber (Zuschuss zum Krankengeld) gebeten hatte, ihre Ansprüche möglichst schnell dort anzumelden.
Und erst kam noch eine Rückfrage der DRV, ob ich als Rentenbeginn Eintritt der Erwerbsunfähigkeit oder Antragsdatum wolle.

von
ich

Also, ohne schriftlichen Bescheid würde ich nichts glauben. Also bitte unbedingt den Rentenbescheid abwarten.

Zum Verfahren:
Mit Bescheiderteilung erhält Ihre Krankenkasse vom Rentenversicherungsträger eine schriftliche Mitteilung, mit der Bitte ggf. einen Erstattungsanspruch für zurückliegende Zeiträume (Zeitraum der Nachzahlung der Rente, siehe Rentenbescheid) geltend zu machen, weil Sie ja laufend im Krankengeldbezug sind und die Rente, wie von Ihnen angegeben, rückwirkend bewilligt wird.
Im Rentenbescheid steht auch auf der ersten Seite ab wann die laufende Zahlung
beginnt. Und ja die Rente wird immer am Ende des Monats ausgezahlt (letzter Bankarbeitstag).

von
Klaus-Peter

Vorsicht bei telef. Aussagen ! Telefonische Aussagen haben keine Bedeutung.

Sie müssen jetzt den Rentenbescheid einfach mal abwarten. Das kann wie gesagt schnell gehen oder aber noch die ein oder andere Woche dauern.

Die KK wird von der RV zeitgleich mit Bescheiderteilung informiert. Bis dahin bekommen Sie ja das Krankengeld. Wann die erste laufende Rentenauszahlung erfolgt entnehmen Sie dann ihrem Bescheid. Selbiges gilt für die Nachzahlung. Diese wird aber erst mit ihrem Krankengeld und womöglich anderen Leistungen verrechnet. Das dauert alles seine Zeit. Eine Vorhersage über die Dauer ist immer vom Einzelfall abhängig.

Etwas Geduld ist da sicher anzuraten.

Experten-Antwort

1.Mit Bescheiderteilung erhält Ihre Krankenkasse vom Rentenversicherungsträger eine schriftliche Mitteilung, mit der Bitte ggf. einen Erstattungsanspruch für zurückliegende Zeiträume geltend zu machen.
2. Im Rentenbescheid steht auf der ersten Seite wann die laufende Zahlung beginnt.
3. Die Rente wird - nachschüssig - gezahlt, d. h. immer am Ende des Monats.

von
R.A.

Zitiert von: Ina

Guten Morgen,

ich habe telefonisch erfahren, daß meine....

Ich hatte mal telefonisch erfahren, dass meine vor vielen Wochen beantragte Anschlußheilbehandlung endlich genehmigt war und ich in Kürze den genauen Antrittstermin erfahren würde.

Als dann nach zwei quälenden langen Wochen immer noch kein schriftlicher Bewilligungsbescheid bei mir eingetroffen ist, erfuhr ich - wieder telefonisch -, dass man mich mit einem Namensvetter verwechselt hatte und ich mich somit noch etwas gedulden solle. (Dieser Zufall war schon enorm, weil ich nicht Schulze, Maier oder Müller heiße, sonder einen NICHT alltäglichen Nachnamen trage!)

An diesem Beispiel kann man leicht erkennen, was von telefonischen Auskünften zu halten ist!

von
Ina

Vielen Dank für die Aufklärung. Ich weiss, daß erst mit dem Bescheid, den ich in den Händen halte, der letzte "Beweis" angetreten ist.
Ich lasse mich aber mal nicht verunsichern, denn eine Anfrage an meinen Arbeitgeber ist schon ergangen, so daß ich mal davon ausgehe, die telefonische Auskunft ist korrekt.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, daß die Mitarbeiter der DRV nicht gewissenhaft mit solchen Informationen umgehen. Und wenn ein Irrtum passiert, liegt die Wahrscheinlichkeit eines solchen wohl eher im minimalen Bereich.
Ina.

von
Klaus-Peter

" denn eine Anfrage an meinen Arbeitgeber ist schon ergangen"

Auch das ist kein Indiz dafür das die EM-Rente genehmigt wurde. Arbeitgeberanfragen seitens der RV können auch einen anderen Hintergund haben.

von
R.A.

Zitiert von: Klaus-Peter

" denn eine Anfrage an meinen Arbeitgeber ist schon ergangen"

Auch das ist kein Indiz dafür das die EM-Rente genehmigt wurde. Arbeitgeberanfragen seitens der RV können auch einen anderen Hintergund haben.

Stimmt genau!
Mein damaliger Arbeitgeber wurde bereits kurze Zeit nach meiner Antragsstellung um eine ausführliche Arbeitsplatzbeschreibung gebeten.

Kurz danach erfolgte (zunächst) die Ablehnung meines Rentenantrages.

Bis zum verbindlichen Rentenbescheid vergingen dann noch fast zwei Jahre!

MfG