EM nach Reha ( Aber ich möchte keinen Rentenantrag stellen)

von
mary55

Seit 2 Wochen bin ich aus einer Reha zurück. Ein Tag vor meiner Abreise wurde mir mitgeteilt ,das ich für meinen jetzigen Arbeitsplatz als arbeitsunfähig kein Eingliederungsfall entlassen werde. Die Begründung nach orthopädischen Konzil 3-6 Stunden arbeitsfähig. Psych. 6 Stunden. Die Zeit war dann zu kurz um mich entsprechend beraten zu lassen. Ich befinde mich noch in einem ungekündigtem Arbeitsverhältnis. Da ich keine körperlich schwere Arbeit habe, bin ich der Meinung, dass ich halbtags arbeiten kann. Ich habe eine Schwerbehinderung 40%. Weiter möchte ich keinen Rentenantrag stellen. Ich frage nun was ist in meinem Fall möglich. Danke für die Antwort

von
User

Sofern Ihr Arbeitgeber oder Sie keinen Rentenantrag wollen und sie weiterhin beschäftigen wollen / sein wollen, kann sie niemand zu einem Rentenantrag zwingen.

Experten-Antwort

Sie haben grundsätzlich das Recht, keinen Rentenantrag stellen zu müssen, wenn der Rentenversicherungsträger nach Ende einer nicht erfolgreichen Rehabilitationsmaßnahme feststellt, dass ein Anspruch auf Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit besteht. Sofern Leistungen von der Krankenkasse oder Agentur für Arbeit bezogen werden, müssen Sie allerdings damit rechnen, dass bei nicht erfolgter Rentenantragstellung diese eingestellt werden.

von
mary55

Besteht trotzdem die Möglichkeit einer Wiedereingliederung? und mit wem wäre dies zu besprechen!!!!

von
User

Sofern die Rehaklinik nichts eingeleitet hat, mit Ihrer Krankenkasse und Ihrem Arbeitgeber.

Experten-Antwort

Wurde eine stufenweise Wiedereingliederung von der Rehabilitationseinrichtung nicht eingeleitet, so kann die Krankenkasse in begründeten Ausnahmefällen die Einleitung einer stufenweisen Wiedereingliederung beim Rentenversicherungsträger unter bestimmten Voraussetzungen anregen. Liegend diese Voraussetzungen nicht vor, bleibt die Krankenkasse für eine entsprechende Entscheidung zuständig. In beiden Fällen müssten Sie sich zunächst also an Ihre Krankenkasse wenden.

von
Otto N.

Zitiert von: mary55

Ich habe eine Schwerbehinderung 40%.

Mit einem Grad der Behinderung (GdB) von 40 sind Sie noch nicht SCHWERbehindert.

Als SCHWERbehindert gilt man erst ab einem GdB von 50!

Vorher wird auch kein Ausweis ausgestellt!

von
mary55

Zitiert von: mary55

Wurde eine stufenweise Wiedereingliederung von der Rehabilitationseinrichtung nicht eingeleitet, so kann die Krankenkasse in begründeten Ausnahmefällen die Einleitung einer stufenweisen Wiedereingliederung beim Rentenversicherungsträger unter bestimmten Voraussetzungen anregen. Liegend diese Voraussetzungen nicht vor, bleibt die Krankenkasse für eine entsprechende Entscheidung zuständig. In beiden Fällen müssten Sie sich zunächst also an Ihre Krankenkasse wenden.

Vielen Dank, wie geht es dann weiter, sagen wir mal, die Krankenkasse bezw. die Rentenversicherung sagen ja zur Wiedereingliederung und der Arbeitgeber nein.
Kann der Arbeitgeber mich dann kündigen.

von
mary55

Vielen Dank, wie geht es dann weiter, sagen wir mal, die Krankenkasse bezw. die Rentenversicherung sagen ja zur Wiedereingliederung und der Arbeitgeber nein.
Kann der Arbeitgeber mich dann kündigen.

von
trulla

Hallo,
mit 40 GdB können Sie bei der Agentur für Arbeit die Gleichstellung beantragen. Sie hätten dann einen Kündigugnsschutz wie Schwerbehinderte mit 50 GdB und mehr. Der AG müsste bei längerer Krankheitszeit ein Betriebl. Eingliederungsmanagement( BEM ) mit Ihnen durchführen. Dazu könnte auch eine stuf. Wiedereingleiderung gehören. Einer stuf. WE zustimmen muß der AG aber nicht. Sollte er aber keine BEM durchführen hat er es im Rahmen einer Kündigungschutzklage nicht so ganz einfach.