EM-Rente 100%, Minijob

von
DG

Guten Tag,
ich würde gern folgendes wissen wollen. Wenn jemand eine volle, unbefristete EM-Rente 100% und einen sogenannten Minijob auf 200€, bei 2x (regelhaft Montag, Dienstag)von 14-18 Uhr ausübt, ist das i.O. Ich bin etwas verunsichert mit der Formulierung höchstens 3h. Wobei es auch eine Vereinbarung gibt, soviel Pausen wie nötig. (Ein Arbeitsplatz in normalem Betrieb, aber mit z.B. dieser Sonderregelung- besondere soziale Hilfe des Chefs). Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt also im Idealfall ( den es nicht gibt, da mindestens 1 Pause nötig ist pro Tag) höchtens 8h auf 2 Tage. Dazu möchte ich sagen, dass betreffende Person dies auch als Stabilitätshilfe dient und keine regelmäßige Arbeit irgendeiner Art 5x pro Woche schaffen würde. Die erlaubten bis unter 15h Arbeitszeit sind aus den Berentungsgründen nicht möglich.
Bitte nur Antwort von der RV-Bund! Mit "Mutmaßungen" kann ich nichts anfangen. Vielen Dank!

von
Gigi

Hallo,

>>Bitte nur Antwort von der RV-Bund!

von
Gigi

Zitiert von: Gigi

Hallo,

>>Bitte nur Antwort von der RV-Bund!

Upps, wo ist mein Text geblieben?

Dann werden Sie leider keine Antwort erhalten.
Die DRV Bund ist hier im Forum nicht vertreten.
Vielleicht ändern Sie ja Ihren Beitrag in "von Experten"?

Gigi

von
DG

Hallo,
mit RV-Bund meinte ich doch die Personen, welche unter "Experten" laufen. Für mich als Laie sah es so aus, als wenn das RV-Bund MA sind. Deswegen doch sicherlich das RV-Zeichen unter jeder "Experten"-Antwort.
Ich möchte, schon wegen der Übsichtlichkeit, nicht die merkwürdigen, teilweise beleidigenden Kommentare und keine Mutmaßungen, da mir das nicht hilft.
Danke für den Hinweis und LG

von
...

Gerade dazu werden Sie nur Mutmaßungen bekommen.

Ohne Kenntnis des speziellen Einzellfalls wird Ihnen der Experte der DRV Bund keine verbindliche Antwort geben können.

Experten-Antwort

Hallo DG,

wir können Ihnen, wie bereits angedeutet, keine verbindliche Entscheidung geben, da es sich bei der Frage, ob auch bei Aufnahme einer Beschäftigung weiterhin volle EM vorliegt, um eine Ermessensentscheidung handelt.
Nur für den Fall, dass der Rentenversicherungsträger bei Bescheiderteilung bereits Kenntnis von Ihrer Beschäftigung hatte, dann konnte er diese bei seiner Entscheidung berücksichtigen. Allgemein muss aber darauf hingewiesen werden, dass die Ausübung bzw. die Aufnahme einer Beschäftigung neben einer Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit nicht nur unter dem Gesichtspunkt des Hinzuverdienstes zu betrachten ist. Sie kann auch ein Indiz dafür sein, dass sich das ursprüngliche Leistungsvermögen wieder verbessert hat. Bei Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nach Rentenbeginn ist daher im Regelfall vom Rentenversicherungsträger zu prüfen, ob eine Erwerbsminderung überhaupt noch vorliegt.

von
DG

Hallo,
die Antwort irritiert mich nun doch. Selbstverständlich wurde der RV der Job gemeldet. Die Rente wurde dieses Jahr überprüft und die Unbefristung weiterhin für gültig erklärt. "Unschädlich" ist ein sogenannter 400€-Job, danach würde die Rente gekürzt werden. Das habe ich alles verstanden. Nur schwierig ist die Gesetzeslage mit 3h tgl bei 5 Tagen. Ist es zwingend nötig unter 3h auch bei nur 2 Tagen zu bleiben oder eben möglich an 2 Tagen zB je 3,5h leichte Bürotätigkeiten auszuüben. Man ist ja froh überhaupt einen Job zu haben, auch wenn man den Rest der Woche benötigt, um Kraft für die nächste Woche zu haben. So ein Job hat ja auch eine psychische Komponente der Struktur, nicht völlig ausgegrenzt zu sein aus der GEsellschaft...LG DG

Experten-Antwort

Hallo DG,

Ihr Rentenversicherungsträger beurteilt die Erwerbsfähigkeit anhand der üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes. Kann das vom ärztlichen Dienst des Rentenversicherungsträgers festgestellte Leistungsvermögen aufgrund der qualitativen gesundheitlichen Einschränkungen nicht mehr unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes in eine Erwerbstätigkeit umgesetzt werden, ist die attestierte zeitliche Leistungsfähigkeit für sich allein nicht mehr relevant. Demnach hängt die Erwerbsfähigkeit nicht nur vom Zeitfaktor, sondern insbesondere von den realen Anforderungen in der Berufswelt ab.
Die üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes erstrecken sich auch auf alle Bestandteile einer Erwerbstätigkeit. Hierzu zählen die auf ein Beschäftigungsverhältnis einwirkenden Rechtsnormen ebenso wie kollektiv- oder individualvertragliche Vereinbarungen. Insbesondere zu nennen ist in diesem Zusammenhang die Arbeitszeit. Sowohl die Dauer als auch die Lage und Verteilung der Arbeitszeit sind maßgebliche Elemente einer Erwerbstätigkeit.
Im Normalfall müssen Beschäftigte die erforderliche Arbeitsleistung an jedem Tag der Arbeitswoche erbringen können, um einen Arbeitsplatz entsprechend auszufüllen. Demnach gehört es dazu, dass eine Erwerbstätigkeit in gewisser Regelmäßigkeit ausgeübt werden kann. Liegt jede Woche für mehrere Tage Arbeitsunfähigkeit vor, kann von gewisser Regelmäßigkeit nicht mehr gesprochen werden.
Es spricht daher alles dafür, dass die von Ihnen angegebenen Beschäftigungszeit von 3,5 Stunden zweimal in der Woche nicht rentenschädlich ist. Um absolute Gewissheit zu Erlangen kommen
Sie um eine Rückfrage bei Ihrem Rentenversicherungsträger nicht herum. Bitte haben Sie Verständnis, dass eine Anfrage, deren Beantwortung auch vom Ermessen des Entscheiders abhängt in diesem Forum nicht einfach mit Ja oder Nein beantwortet werden kann.