em-rente

von
linda

ich bin 3 jahre in elternzeit, jetzt aufhebungsvertrag aus gesundheitl. gründen, stimmt es , daß ich keine halbe em-rente bekomme, weil ich in den 3 jahren elternzeit die pflichtbeiträge nicht gezahlt habe ?
wann habe ich wieder anspruch auf pflichtbeiträge, ich werde jetzt länger arbeitslos sein bzw. mich mit minijobs durchkämpfen müssen, da mich kein ag mehr nimmt mit meiner äußerlichen behinderung.danke !!!

von
???

Wenn Sie n Elternzeit sind/waren, haben Sie ein Kind erzogen und können sich deshalb Kinderberücksichtigungszeiten anerkennen lassen. Damit müssten die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen für eine EM-Rente erfüllt sein.

von
Schade

Korrekt muss es heißen Kindererziehungszeiten und nicht Kinderberücksichtigungszeiten.

Spielt aber nicht wirklich eine Rolle: in den ersten 3 Jahren zahlt der Staat Beiträge für Sie, d.h. Sie sind pflichtversichert und verlieren keinen Anspruch auf eine EM Rente. Und bis zum 10. Lj. des Kindes besteht der Anspruch auch weiter (=Berücksichtigungszeit), sofern die übrigen Bedingungen erfüllt sind (z. B. Erziehung im Inland, etc....)
Bliebe nur noch zu klären, ob Sie tatsächlich erwerbsgemindert sind; dazu stellen Sie im Zweifel den rentenantrag und Sie wissen i.d.R. spätestens nach 3 Monaten, ob Sie die Rente bekommen oder nicht.

von
Unbekannt

Die Auskunft von Schade ist leider bisschen falsch.

Sie haben den Schutz bis zum 12. Lebensjahr des Kindes und nicht zum 10. Lj.

@Schade:
3/5 Regelung ist durch die Streckung der KiBÜZ erfüllt.

Experten-Antwort

Hallo linda,

durch die Kindererziehungszeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung werden Ihnen für die ersten 3 Lebensjahre des Kindes Pflichtbeiträge angerechnet. Darüber hinaus erhalten Sie die Kinderberücksichtigungszeit, die bis zur Vollendung des 10. Lebensjahres Ihres Kindes angerechnet wird, sofern die jeweiligen Voraussetzungen hierfür erfüllt sind. Das bedeutet, dass bis zum 10. Lebensjahr des Kindes bei Ihnen die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen für eine Erwerbsminderungsrente erfüllt sein werden.
Falls Sie Arbeitslosengeld I oder II erhalten, werden von dieser Leistung ebenfalls Pflichtbeiträge zur Rentenversicherung abgeführt.
Bei Aufnahme eines Minijobs ist die eigene Aufstockung auf den vollen Pflichtbeitrag zu empfehlen. Sie zahlen dann 4,9 % von Ihrem Gehalt und erreichen damit, dass die Beiträge aus dem Minijob zu vollwertigen Pflichtbeiträgen in der Rentenversicherung werden.
Innerhalb der Kindererziehungs- bzw. Berücksichtigungszeit ist dies jedoch nicht erforderlich, erst dann wenn die rentenrechtlichen Zeiten für das Kind "abgelaufen" sind.

von
Unbekannt

Korrigieren Sie bitte Ihre Auskunft. EM-Schutz besteht bis zum 12. Lebensjahr des Kindes, auch wenn die BÜZ zum 10. Lebensjahr endet. Durch die Streckung der BÜZ ist die 3/5 Regelung bis zum 12. Lebensjahres des Kindes erfüllt.

Experten-Antwort

Hallo Unbekannt,

als Ergänzung kann noch hinzugefügt werden, dass der Erwerbsminderungsschutz bis zum 12. Lebensjahr des Kindes nur dann bestehen kann, wenn die Mutter die kompletten rentenrechtlichen Zeiten für sich beansprucht hat und sich auch während der gesamten Zeit im Bundesgebiet mit dem Kind aufgehalten hat.
Dies muß im Einzelfall geprüft werden.