EM-Rente ab 01.07.14

von
spezi

hallo, ich habe gehört, wenn man die Rente ab 01.07.14 beantragt, hat man ein Wahlrecht: entweder Hochrechnung bis 62 oder die letzten 4 Beitragsjahre streichen lassen. Stimmt das?

von
GroKo

Zitiert von: spezi

hallo, ich habe gehört, wenn man die Rente ab 01.07.14 beantragt, hat man ein Wahlrecht: entweder Hochrechnung bis 62 oder die letzten 4 Beitragsjahre streichen lassen. Stimmt das?


Ich hab gehört dass man abwarten soll bis das Gesetz verabschiedet ist.

von
spezi

--super Hilfe--danke
Ich denke die Eckpunkte stehen, oder?

von
senf-dazu

Laut Entwurf verlängert sich zum Einen die Zurechnungszeit bis zum 62. Lebensjahr (keine Hochrechung!) und zum Anderen werden die letzten vier Jahre nicht in die Errechnung der Bewertung z.B. der Zurechungszeit einbezogen, wenn diese Vergleichsrechnung besser ist.
Es erfolgen dabei verschiedene Rechenwege, und der (für den Rentner) bessere wird verwendet.

Aber noch ist nichts beschlossen, am Freitag wissen wir mehr.

von
spezi

super, danke für die informative Antwort. Wird am Freitag das Gesetz verabschiedet?

von Experte/in Experten-Antwort

Ein Wahlrecht ist nicht vorgesehen, sondern beide Verbesserungen sollen nebeneinander eingeführt werden. Es ist vorgesehen, zur besseren Absicherung von Erwerbsgeminderten zum 01.07.2014 die sogenannte Zurechnungszeit bei der Rente wegen Erwerbsminderung um zwei Jahre zu verlängern. Künftig soll bei einer Rente wegen Erwerbsminderung die Zurechnungszeit vom Eintritt der maßgebenden Erwerbsminderung bis zur Vollendung des 62. Lebensjahres angerechnet werden. Das heißt, Erwerbsgeminderte werden so gestellt, als ob sie mit ihrem bisherigen durchschnittlichen Einkommen bis zur Vollendung des 62. statt wie bisher zur Vollendung des 60. Lebensjahres weitergearbeitet hätten. Des Weiteren soll künftig eine Vergleichsberechnung ohne die letzten vier Jahre vor Eintritt der Erwerbsminderung vorgenommen werden. Das heißt: Einkommenseinbußen in den letzten vier Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung - zum Beispiel durch den Wegfall von Überstunden, den Wechsel in Teilzeit, durch Krankheitszeiten oder Arbeitslosigkeitszeiten - wirken sich zukünftig nicht mehr negativ auf die Bewertung der Zurechnungszeit aus.
Der Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens bleibt abzuwarten.

von
KSC

...und denken Sie daran: auch bei einer Antragsstellung im Juli kann der Rentenbeginn immer noch Mai oder Juni sein und man fällt ins alte und nicht ins neue Recht....