< content="">

EM Rente + Auswirkung Rente63 + Anrechnungszeiten negativ?

von
Angelika

Erstmals vielen Dank den Personen hier, die uns allen immer wieder sehr gute Ratschlägen und Informationen und damit echte Hilfe geben, diese haben mir auch schon sehr geholfen.

Einen Termin bei Außenstellen habe ich leider erst Mitte Dezember ( fast 3,5 Mon), benötige daher Ihre Hilfe , da ich entspr. noch im November mit meinem Antrag nach Berlin schicken/melden muss.

Ich (w, 9/52)habe incl. Okt 14 exakt 540 Pflichtbeitragsmonate ( incl. Ki-Büz neben gleichzeitig Pflicht). Beziehe ab Nov. keinerlei Leistung mehr ( KG,ALG1 Nahtl) . Was geschieht, falls rückwirkender Leistungsfall eintritt, dann fallen ja einige Monate weg.
a) Sind diese dann mit 63 wieder für 540 M mitgezählt?
b) Bezieht sich die Abzugshöhe vor 63 J auf Rentenbeginn (11 Mon, 3,3 %) oder Leistungsfalltermin?

Da ich aufgrund meines Alters egal ob altes oder neues Recht bei rückwirkendem Leistungsfall ( ist beides möglich ) nicht von Zurechnungszeiten profitieren werde, im Gegenteil durch noch höhere Abzüge noch „bestraft“ sein könnte , ist es doch sinnvoller:

c) einer evtl. Umwandlung § 116 bez. Termin Rentenbeginn vor Antrag Nov.14 zu widersprechen( nur Termin) ? Letzter Rehaantrag war 5/13 – Disporecht gesichert 12/12-– Reha 5-6/14 Soz.med.Gutachten Rehaklinik : Leistungsvermögen Beruf und allgemein unter 3 Std.auf Dauer

d) Was heißt dies für die letzten 4 Jahre mit “Besserbewertung“ – heißt dies + 20 % bei gemeldeten Soz. Leistungsbeträgen?

e) Bisher keine Post von DRV bze. § 116 erhalten, stellte jetzt Nov. selbst Em Antrag, dieser ist dann wohl wie ich hier gelesen habe „verspätet“ und somit „neues Recht“ egal welche Reha oder Antrag rückwirkend genommen wird und beinhaltet Rentenbeginn 1.11.14?

Mein unbefr.SB mit Grad 100, B,G,aG seit 2008 - ab 2010 wurde zusätzliche unheilbare Krankheit diagnostiziert, nützt mir nur schlechter ,da ich hier 5,7 % Abzug bei EM ab Nov. „nur“3,3% hätte.

f) Es könnte auch wie ich hier gelesen habe – glaube ich aber nicht - Leistungsfall 08 oder 09 (Rehas andere schwere Erkrankungen) entschieden werden- diese würden aber sogar noch höhere Abzüge von 10,8 % bei mir bewirken ?
(und das bei 46 Voll/Teilberufstätigkeit bis Erkrankung mit 2 Kindern, BRD kein Kinderhort o.ä.)?- hierfür erhalte ich daher auch keine vollen Punkte

II. Anrechnungszeiten auch negative Auswirkungen ?

In meiner Vita gab es in den 70er und 80 er Jahren insgesamt 6 Mon. Unterbrechungen der Berufstätigkeit jew. 1-2 Mon mit AG Wechsel+ ALG ohne Leistungsbezug.
Ist es sinnvoll , da 540 Mon ber. erreicht sind, hier eine Anrechnungszeit jeweils zu erwirken, denn ich habe auch gelesen, dass diese das Gesamtergebnis auch negativ nachunten beeinflussen können ??

Da die Auswirkung/Abzugshöhe ja auch auf Witwerrente für meinen Mann sich auswirkt, sind diese Fragen für mich sehr wichtig.

Von ganzem Herzen vielen Dank im Voraus für Ihre Mühe
Angelika

von
Eumel

ich wills mal versuchen
a) Für die Bemessung d. 540 Monate werden ALLE Zeiten mitgezählt, das ist unabhängig von einem Leistungsfall der Erwerbsminderungsrente.
b) Abschläge berechnen sich nach dem Rentenbeginn.
c) Sofern Ihr Dispositionsrecht nicht eingeschränkt ist, können Sie einem Umdeutung nach §116 widersprechen. Anders ist es, wenn das Dispositionsrecht (z.B. seitens der Krankenkasse/Arbeitsangentur) eingeschränkt ist. Dann gibt es kein Wahlrecht.
d) Die "Besserbewertung" wird für die Festlegung einer evtl. Zurechnungszeit benötigt. Es wird eine Vergleichsberechnung gemacht. Ist der Durchschnittsverdienst mit / ohne Sozialleistungsbezug schlechter /besser, so wird derjenige Durchschnittsverdienst genommen, der höher wäre.
e) Rentenbeginn kommt grundsätzlich auf den Leistungsfall an. Bei befristeter Rente würde die Rente erst ab dem 7. Monat nach dem Leistungsfall gezahlt werden, Dauerrente sofort ab dem Folgemonat Leistungsfall (sofern innerhalb 3 Monate beantragt wird) --> für Sie wird wohl definitiv das neue Recht Anwendung finden

Experten-Antwort

Hallo Angelika,

sie schreiben:
&quot;Ich (w, 9/52)habe incl. Okt 14 exakt 540 Pflichtbeitragsmonate ( incl. Ki-Büz neben gleichzeitig Pflicht). Beziehe ab Nov. keinerlei Leistung mehr ( KG,ALG1 Nahtl) . Was geschieht, falls rückwirkender Leistungsfall eintritt, dann fallen ja einige Monate weg.&quot;

Ich verstehe leider nicht so ganz, welche Rente Sie beantragen wollen bzw. müssen?!
Geht es Ihnen um die Altersrente für besonders langjährig Versicherte oder die Erwerbsminderungsrente?

Haben Sie denn schon überprüfen lassen, ob Sie die 45 Jahre auch tatsächlich erfüllen würden oder gehen Sie hier von persönlichen Annahmen aus?

Die Altersrente für besonders langjährig Versicherte, vorausgesetzt die WZ mit 540 Monaten ist erfüllt, könnten Sie erst ab 01.10.2015 in Anspruch nehmen.
Wenn Sie die Rente (z.B. Altersrente für langjährig Versicherte, Altersrente für schwerbeh. Menschen) jetzt eher in Anspruch nehmen, da Sie nach Angaben keine Leistungen mehr erhalten, dann erhalten Sie einen Abschlag auf die Rente.
Hierbei käme es darauf an, ob Sie einen Schwerbehindertenausweis von mind. 50% besitzen?
Nehmen Sie die Rente jetzt mit Abschlägen vorher in Anspruch, dann können Sie danach die Rente für besonders langjährig Versicherte nicht mehr in Anspruch nehmen.
Das bedeuted die Entscheidung sollte gut überlegt sein, wenn Sie die 540 KM bis jetzt tatsächlich erreichen.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 18.11.2014, 16:55 Uhr]

von
W*lfgang

Hallo Angelika,

da Sie ab 11.2014 ohne Einkommen sind, ist der einfachste Rat, umgehend die AR für Schwerbehinderte ab 01.12.2014 zu beantragen. Diese Altersrente hätte einen Abschlag von nur noch 5,1 %.

Das 'Ausweichen' auf die EM-Rente könnte dazu führen, dass der Leistungsfall lange rückwirkend festgestellt wird, somit ggf. die anrechenbaren Rentenzeiten bereits mit 60 enden und dann auch noch bis zu 10,8 % Anschlag fällig werden.

Mit den 45 Jahren/abschlagsfreie Rente müssen Sie sich aus meiner Sicht nicht beschäftigen, da dieser Rentenbeginn (und bis dahin Verzicht auf Rente!) erst zum 01.10.2015 möglich ist - was Sie bis dahin an (leicht gekürzter) Rente nicht erhalten haben, holen Sie zu Lebzeiten nicht mehr auf, auch wenn sich das zunächst makaber anhört.

Auch als 'gesunde' Versicherte brauchen Sie 10 - 20 Jahre, um den Rentenverzicht nur wegen des Abschlag mit der ungekürzten Rente wieder aufzuholen!

Auch wenn Sie sinnvollerweise an Ihren Partner/an Ihren Ehemann denken, die/Ihre gekürzte Rente käme aktuell Ihnen beiden zugute - von der später für ihn vielleicht um 5,1 % reduzierten Rente als Ausgangsbasis für eine Witwerrente, das bringt ihn auch nicht um ;-) Der DRV-Berater wir Ihnen ausrechnen, was ihm angesichts seiner Einkünfte an Witwerrente überhaupt übrig bleiben wird.

Gruß
w.
...Einige mögen sicher denken, wie unsensibel, auch noch Witzchen machen – nein, Angelikas Lage ist ernst, sie macht sich berechtigte/auch finanzielle Sorgen. Jeder sensibler Berater wird die Situation erkennen können ...und auch Menschen mit vorzeitig begrenzter Lebenserwartung dürfen bis dahin ein normales Leben führen, auch wenn beide Seiten – Versicherte/Berater – sich der Lage bewusst sind und nur eine neutrale/sachgerechte Bestandsanalyse machen. Auch in diesem Fall wäre 'falscher' Tonfall rein aus der Erwartungshaltung/was kommt, ziemlich unangebracht – die Versicherten in dieser Lage verstehen's schon, einfach Mitlesende vielleicht nicht.

Alles Gute für Sie Angelika.

von
Angelika

Hallo Wolfgang,

puh.. Sie haben mir das Wesentliche, nämlich die „Bäume im Wald“ gezeigt.
Als ich gestern Nacht meine Antwort an Eumel und Experten reinkopieren wollte, sah ich Ihren Beitrag und konnte nicht mehr antworten mußte weinen. Positiv. Ich habe gesehen, dass mir hier ein Mensch schreibt, der meine Lage und Verdrängungsverhalten versteht, durchschaut hat. Und Sie sind sehr sensibel mit Blick auf Wichtiges :-) Danke, das brauchte ich ´.
Sie haben ja so Recht. Wochenlanges grübeln, wie und was, für effekt.bestenfalls1,8 % weniger aber evtl. noch Hickhack hin und her ?- wo war ich nur.
Ich war immer ein Zahlenmensch und suchte wohl mal wieder lieber ein anderes –nichtiges-Problem zu lösen um mein eigenes Hauptproblem nicht beachten zu müssen.

Ihre vielen besonders kompetenten Beiträge haben schon vielen Usern geholfen- auch mir. Aus tiefem Herzen Danke, ich wünsche Ihnen alles Gute.

Herzlichst Angelika

Der Ordnung halber und als Dank für ihre schnelle Beantwortung meiner Fragen, die vielleicht auch andere User ähnlich betreffen, stelle ich aber die Beantwortung an Eumel und Experte nachstehend zur Vervollständigung hier noch rein, obwohl ich Wolfgangs Rat nun doch folgen werde, und es nun widersprüchlich erscheint, und überholt ist :

@Eumel
Danke, vielen Dank – das war kein Versuch, das war fast Punktlandung.
damit sind meine Überlegungen größtenteils beantwortet, eine Besserwertung( neues Paket bei EM ) habe ich nicht, wie ich mir schon dachte, aufgrund meines bereits erreichten Alters.
Es beruhigt mich aber, dass die Abzüge, die ich leider hinnehmen muss, nur die 11 Monate 11/14-9/15 gezählt ab Rentenbeginn Nov.14 sein könnte= 3,3 %, da Antrag auf jeden Fall verspätet, somit gilt ja dann Antragsdatum, wie ich hier gelesen habe. (klar nur bei ges. Disporecht). Entscheidung Leistungsfalltermin – wird Glaskugel, da muss ich abwarten.

Ja, es wird sicher eine unbefristete Rente, da die erst 2010 festgestellte Krankheit leider bisher unheilbar , im letzten Stadium und dies absehbar ist. Es geht mir hier nicht um Pfennigfuchserei, auch wenn es so aussehen mag, ich würde lieber weniger Rente bei weniger Arbeitsjahre gerne in Kauf nehmen, dafür mehr die verlorene Zeit mit meinen Kindern erlebt haben und noch erleben und Enkel noch sehen können. Mir geht es auch vor allem um die Witwerrente.

@ Experte
Ja, „das muss gut überdacht werden“, darum fragte ich hier ja genau nach, und gab gezwungener Maßen ausführlich die Erläuterungen für das Verständnis in langem Text an.
Gehe gerne auf Ihre Nachfrage nochmals ein,

Wie genannt , habe ich per Oktober 14 meine 540 Pflichtbeitragsmonate bereits erfüllt. Rentenauskunft per Oktober ( Danke Berlin für prompte Bearbeitung incl KEZneu) erstellt, liegt mir vor ( bis Juni 14 erfasst ,fehlten nur noch 4 Monate, diese sind mit Beiträgen Juli – Oktober also voll erfüllt

Danke Ihnen dennoch für den Hinweis, dass bei SB Rentenart kein Wechsel mehr möglich wäre.

@ Betr. Punkt II meiner Frage Anrechnungszeiten evtl. negative Auswirkung?

Könnte mir diese og sep.Frage auch zum besseren Verständnis und evtl. notwendiger Handlung geklärt werden?
„In meiner Vita gab es in den 70er und 80 er Jahren insgesamt 6 Mon. Unterbrechungen (Lücken)der Berufstätigkeit jew. 1-2 Mon durch AG Wechsel+ ALG ohne Leistungsbezug.
Ist es sinnvoll , hier eine Anrechnungszeit jeweils zu erwirken, denn ich habe auch gelesen, dass diese das Gesamtergebnis auch negativ nach u n t e n statt positiv beeinflussen können ?“
Warum kann überhaupt Anrechnungszeit negativ werden?

Will auch keine unnötigen Arbeiten in Berlin oder sogar schädliche Auswirkung aufgeben oder ist es besser diese Frage nochmals separat alleine zu stellen ?

Dafür danke ich nochmals und hoffe, dass diese Fragestellungen auch für andere User in ähnlichen Situationen mit Lücken/Überbrückungszeit hilfreich sein wird

Angelika

von
W*lfgang

Liebe Angelika,

Ihre Antwort ist sehr bewegend.

Ich hoffe, dass andere in ähnlichen Situationen das zum Anlass nehmen, den 'inneren Kloß im Hals' überwinden zu können und schlicht die einfachen/wichtigen/künftigen Dinge des täglichen Lebens noch zu regeln – und dafür, in diesem Fall, die Rentenberatung annehmen. Natürlich können Sie dabei auf einen völlig unsensiblen Scheißberater treffen (na hoffentlich nicht) …dabei sollte die volle Aufmerksamkeit Ihnen gelten, wie jedem anderen Versicherten auch, und das werden die meisten KollegInnen hier auch blind unterschreiben.

Und ja, im Gespräch lässt sich immer auch ein Lächeln hervorzaubern, da findet man offene Lücken – sei es auch nur für den Moment, ganz egal, wie dramatisch die Lage ist (und auch ein Berater schluckt schon hinter seiner Maske Tränen weg 'den/die sehe ich in 6 Monaten nicht wieder', da geht es nicht um 'Fall', sondern um Mensch).

Lieben Gruß
w.