EM Rente Begutachtung

von
Hilfe

Hallo,
ein Familienmitglied von mir, geboren 1983, ist an Autismus erkrankt / Asperger, lebt innerhalb ihrer Familie gut aber total zurückgezogen, leidet unter Ängsten vor allem Fremden und unter Phobien.

Sie erhält eine volle EM Rente befristet.
Jetzt soll eine Begutachtung wg. Weiterbewilligung erfolgen. Schon damals war es nicht möglich, sie zu bewegen, einen Gutachter aufzusuchen. 30 und mehr Anfahrten reichten nicht aus, sie dort vorzustellen. Alleine ihre bekannte Fachärztin ist unter Schwierigkeiten aufsuchbar. Praxis muss leer sein, kein Wartezimmeraufenthalt usw.

Habt Ihr einen Rat, wie das mit dem fremden Gutachter bzw. mit der DRV geregelt werden kann? Ich verstehe, dass hier überprüft werden soll, aber auch die Fachärztin schreibt, dass sie völlig zurückgezogen lebt.

D A N K E

von
Jonas

Hallo Hilfe!

Setzen Sie sich mit Ihrem Rentenversicherungsträger in Verbindung und erläutern Sie die Situation.

Bitten Sie darum, dass die behandelnde Ärztin erst einmal einen Befundbericht an den RV-Träger schickt. Evtl. erübrigt sich dadurch die Begutachtung.

Sofern der RV-Träger auf die Begutachtung besteht, lassen Sie sich ein Attest ausstellen, dass eine Untersuchung aufgrund der Erkrankung nicht möglich ist.

Wenn die Erkrankung so schlimm wie geschildert ist, dann wird eine Begutachtung nicht erforderlich sein, wenn der Befundbericht ausführlich die Erkrankung schildert.

MfG

Jonas

Experten-Antwort

Leider kann ich Ihnen auch keinen anderen Rat geben, als den Sachverhalt nochmal ausführlich mit den zuständigen Mitarbeitern des Rententrägers zu besprechen. Ein ausführlicher Bericht der behandelnden Fachärztin, wie von Jonas bereits vorgeschlagen, könnte auch hilfreich sein - letztlich liegt die Einschätzung jedoch bei den Sozialmedizinern des Rententrägers.

von
Axel

In ganz besonderen
Einzel-/Ausnahmefällen wäre natürlich auch eine "Hausbegutachtung" , also eine Begutachtung direkt daheim denkbar.

Dies wird ja auch z.B. seitens des MDK bei Anträgen zur Anerkennung einer Pflegestufe so gemacht.

Auf der anderen Seite wird dies im geschilderten Fall und bei entsprechendem Bericht der Fachärztin, wohl nicht nötig sein und die Verlängerung der EM-Rente wird eine reine
- papiermässige - Formsache sein.