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Experten-Antwort

EM-Rente + kurzfristige Beschäftigung + hoher Lohn ?

von Pete11.12.2015 | 20:10
2186 Ansichten
13 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

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Hallo, ich bin ab diesem Monat EM-Rentner (voll und unbefristet). Darf ich im Laufe des nächsten Jahres im Rahmen einer sog. "kurzfristigen Beschäftigung" (das ist quasi ein Minijob, bei dem man weniger als 70 Tage im Jahr arbeitet) unschädlich etwas dazuverdienen, wenn ich zwar nur sehr, sehr wenige Stunden (ca. 10 - 15 im MONAT, voraussichtlich auch nicht einmal JEDEN Monat - unter den Stunden am Tag und den 450 € bleibe ich natürlich auch), aber mit einem hohen Stundenlohn (da spezielle Fachkenntnisse, die ich nun mal aus meinem Leben vor der Erkrankung habe, gefragt sind) von 25 € arbeiten würde ? Es würde sich wirklich nur um einen sehr gelegentlichen Einsatz, mit ganz, ganz wenigen Stunden handeln, aber eben nicht um eine einfache Arbeit wie "putzen" oder "Museumswärter", sondern um eine geistig eher anspruchsvolle Tätigkeit, die - sorry wenn es arrogant klingt (so ist es nicht gemeint) - aber im Vergleich zu meinem früheren Beruf - für mich aber ehrlichgesagt relativ "einfach" ist (das worum es bei dem potentiellen Job geht, spielte in meinem früheren Beruf nur am Rande/in einem kleinen Teil eine Rolle, es sind aber trotzdem spezifische Fachkenntnisse). Durch die sehr, sehr wenigen Stunden (die ich dann auch noch im Homeoffice, sodass ich fast beliebig Pausen zur Erholung machen kann, leisten dürfte und es würde auch kaum "Druck" geben, da ich ggf. auch ablehnen könnte, wenn es mir nicht gut geht) würde es mich sehr viel weniger anstrengen und belasten, wie ein anderer "simpelerer" Minijob, bei dem ich aus dem Haus, unter Leute, und vor allem viel mehr Stunden etc. für einen vergleichbaren Verdienst arbeiten müsste (was ich mir ehrlichgesagt im Moment gesundheitlich überhaupt nicht zutraue, also 10 Stunden/Woche statt 10 Stunden im Monat...). Ich stelle die Frage, weil ich immer wieder lese, dass man doch nur "ganz einfache" Jobs machen darf und sonst Probleme bekommen würde...ist das wirklich so ? Gibt es hier jemanden, der einen ähnlichen Job (wenig Stunden, hoher Lohn) hat, und mir mitteilen würde, ob das Probleme gab ? Wenn ja, lasse ich das lieber... Ich bin so froh, dass die EM-Rente durch ist (und unbefristet), und würde sie absolut nicht gefährden wollen, denn anderweitig genug arbeiten, dass ich davon leben könnte, das kann ich wirklich nicht (aber da meine Rente wegen meines relativ jungen Alters gering ist, könnte ich ehrlichgesagt ein paar zusätzliche Euros ab und zu wirklich gut gebrauchen...). Gruß Pete

Antworten vom Expertenteam

Persönlich beantwortet im Expertenforum

1
Expertenantwort · 1Deutsche Rentenversicherung

Hallo Pete,

der hohe Stundenlohn spielt keine Rolle.

Wichtig ist, dass Sie insgesamt die Hinzuverdienstgrenze einhalten.

Deutsche RentenversicherungSie möchten persönlich beraten werden?Beratungsangebote der Deutschen Rentenversicherung

12 Antworten

Thomas L.am 11.12.2015 | 20:42
Wie hochwertig oder nicht der Job ist spielt keine Rolle. Entscheidend ist der Verdienst. Sie dürfen 10x 450€ und 2x 900€ im Jahr verdienen. Alles andere interessiert die DRV nicht.
Herz1952am 12.12.2015 | 15:57
Dies ist natürlich bei einem Home-Job schwer nachtzuweisen. Andererseits werden Sie von Ihrem AG nach Zeit bezahlt und können Aufzeichnungen machen. Ihr Arbeitgeber könnte Sie nach diesen Protokollen bezahlen. Bei reiner Computerarbeit gäbe es noch die Möglichkeit durch Protokollprogramme. Falls dies für die RV nötig wäre.
Herz1952am 12.12.2015 | 15:47
Sie sollten vielleicht täglich unter 3 Std. bleiben. Aber darauf wird ein Experte noch konkret antworten.
W*lfgangam 12.12.2015 | 18:50
Hallo Pete, lesen Sie diese Frage/Antworten und folgen den Links: https://www.ihre-vorsorge.de/index.php?id=326&tx_typo3forum_… Gruß w.
Peteam 12.12.2015 | 20:49
Nochmal zur Klärung. Ich würde ca. 10 - 15 Stunden im Monat arbeiten, aber halt für 25 € die Stunde. Ich würde selbstverständlich unter den 3 Stunden am Tag - mehr kann ich auch definitiv nicht -, und auch unter den 450 € monatlich bleiben, hab ich ja oben schon beschrieben. Das ist ganz klar. Ich würde in der Arbeitsbelastung damit deutlich unter einem normalen Minijob liegen und in der Bezahlung auch nicht darüber (ich erwarte grob 200 - 400 € maximal im Monat, und in manchen Monaten auch nichts), ich hätte nur einen höheren Stundenlohn als ein typischer Minijobber. Darum geht es. Es kommt für mich nur Homeoffice in Frage, da ich wegen einer meiner Erkrankungen es kaum schaffe, unter Menschen zu gehen. Kann das denn wirklich ein Problem sein ? Der Arbeitgeber würde mich natürlich nach den geleisteten Stunden bezahlen, das gibt's dann auch von ihm dokumentiert, und er muss mir dann ja auch vertrauen, dass ich das arbeite, was ich ihm mitteile. Die Arbeit würde ausschließlich am Computer stattfinden, das könnte man zur Not wirklich irgendwie nachhalten (wobei ich und meine Freundin den Computer auch privat nutzen). Ich bin gespannt, was der Experte sagt. Gruß Pete
Nahlaam 12.12.2015 | 23:13
Was soll der Experte schon sagen?!? Wenn Sie unter der Verdienstgrenze von 450 € monatlich und auch unter der täglichen Arbeitszeit von 3 Stunden bleiben ist es doch völlig unerheblich, ob sie die Stunde 8,50 € oder eben 25 € oder was auch immer verdienen. Erwerbsgemindert bedeutet eben, dass man eben nicht mehr als 3 Stunden am Tag erwerbsfähig ist. Wenn Sie die Möglichkeit haben, eine "geistig anspruchsvolle" Tätigkeit in diesen Rahmen auszuüben, dann ist das doch sehr erfreulich für Sie. Es gibt keine gesetzliche Vorgabe, dass man als voll Erwerbsgeminderter nur noch Hilfsarbeiten ausüben darf.
peteam 13.12.2015 | 11:26
Hab ich aber schon öfter gelesen (ich weiß, im Internet steht auch viel Unsinn). Das mag ne "urban legend" sein, aber ich hätte es gerne bestätigt - bevor ich mich überhaupt mit der RV in Verbindung setze um zu fragen, ob das ok ist. Und ob Homeoffice ein Problem ist. Bisher ist noch nichts passiert, und wenn man mir abrät verzichte ich lieber. Gruß Pete
sabine Vam 13.12.2015 | 18:29
Ich arbeite zu meiner vollen, unbefristeten Rente ebenfalls von zu Hause aus. Ich habe einen Job, der, wenn es hoch kommt, vielleicht 3 - 6 Stunden pro Monat ausmachen. Und auch dort habe ich einen sehr hohen Stundenlohn, bisher hat sich noch niemand von der DRV bei mir gemeldet.
Peteam 17.12.2015 | 12:28
Hallo, Danke Experte und vor allem danke Sabine V als jemand, der das selbst so hat für die Info. Homeoffice ist also kein Problem ? Noch als letztes: Wie und wem teile ich das mit ? Schreibe ich einen Brief, wo ich die Art (maximale Stundenzahl und Gehalt) der Anstellung so genau wie ich kann schildere, die da auf mich zukäme, BEVOR ich einen Vertrag mache und warte auf die Zustimmung der RV ? Dann mache ich den Vertrag, und schicke diesen wiederum an die RV (auf meinem Rentenbescheid steht keine spezielle Kontaktperson, zumindest finde ich auf den ersten Blick nichts), oder wie geht das ? Gruß Pete
W*lfgangam 17.12.2015 | 20:50
Zitat von Pete anzeigenausblenden
Hallo Pete, muss auch nicht, wir alle sind austauschbar. Sehen Sie sich das Adressfeld - über Ihrer Anschrift - des Rentenbescheides an, da steht 'Ihre' DRV drin. Geben Sie Ihre Versicherungs-NR an und evtl. eine 4-stellige Kennziffer (nicht unbedingt erforderlich) ...und ja, Sie können den Brief selbst verfassen und abschicken, oder die nächste Beratungsstelle damit 'beauftragen', sowohl Ihre 'Planungen' aufzunehmen, als auch Ihren bereits fertigen Brief einfach weiterzuleiten. Gruß w.
Deutsche Rentenversicherung
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