EM Rente Minijob und Pflege eines Angehörigen

von
Lilli

Hallo, ich bin 62 Jahre, beziehe seit dem letzten Jahr eine unbefristete volle EM Rente. Arbeite noch 5 Stunden an 2 Tagen in der Woche im Minijob.
Jetzt ist meine Mutter erkrankt und hat den Pflegegrad 2 erhalten.
Ich teile mir mit meinem Bruder und dem Pflegedienst die Pflege der Mutter an vier Tagen die Woche mit je 2,5 Stunden.
Die Krankenkasse meiner Mutter hat mir nun mitgeteilt, dass ich für die 10 Stunden die Woche Rentenpunkte bekomme.
Ich habe jetzt Bedenken, dass ich durch die Pflege meiner Mutter Schwierigkeiten von meiner RV bekommen kann und mir die EM Rente evtl. entzogen wird. Vorgestern habe ich bei meiner RV angerufen und gefragt, ob ich die Pflegetätigkeit dort schriftlich mitteilen muss. Die Dame sagte mir, dass ich das nicht zu machen brauche.
Die Punkte würden mir für meine Altersrente gutgeschrieben.
Trotzdem habe ich Angst, meine volle EM Rente zu verlieren.
Über eine Antwort von Euch würde ich mich sehr freuen.

von
Lesen bildet

Einfach mal die Suchfunktion nutzen und gefühlt hundert Beiträge hier zum Thema Erwerbsminderungsrente und Pflege lesen und Sie werden sehen, dass die Pflege keinen Einfluss auf die Erwerbsminderungsrente hat.

von
Lilli

Vielen Dank für die Antwort.

von
Vorsicht

Zitiert von: Lilli
Hallo, ich bin 62 Jahre, beziehe seit dem letzten Jahr eine unbefristete volle EM Rente. Arbeite noch 5 Stunden an 2 Tagen in der Woche im Minijob.
Jetzt ist meine Mutter erkrankt und hat den Pflegegrad 2 erhalten.
Ich teile mir mit meinem Bruder und dem Pflegedienst die Pflege der Mutter an vier Tagen die Woche mit je 2,5 Stunden.
Die Krankenkasse meiner Mutter hat mir nun mitgeteilt, dass ich für die 10 Stunden die Woche Rentenpunkte bekomme.
Ich habe jetzt Bedenken, dass ich durch die Pflege meiner Mutter Schwierigkeiten von meiner RV bekommen kann und mir die EM Rente evtl. entzogen wird. Vorgestern habe ich bei meiner RV angerufen und gefragt, ob ich die Pflegetätigkeit dort schriftlich mitteilen muss. Die Dame sagte mir, dass ich das nicht zu machen brauche.
Die Punkte würden mir für meine Altersrente gutgeschrieben.
Trotzdem habe ich Angst, meine volle EM Rente zu verlieren.
Über eine Antwort von Euch würde ich mich sehr freuen.

Ihre Angst ist berechtigt. Sie können die volle EM Rente durchaus verlieren. Die DRV könnte argumentieren, wer Minijob und zusätzlich Pflegearbeit macht, kann so krank nicht sein, Ihren Gesundheitsstatus gutachterlich überprüfen lassen und ggf. die volle EM Rente entziehen.

von
Siehe hier

Zitiert von: Vorsicht
Zitiert von: Lilli
Hallo, ich bin 62 Jahre, beziehe seit dem letzten Jahr eine unbefristete volle EM Rente. Arbeite noch 5 Stunden an 2 Tagen in der Woche im Minijob.
Jetzt ist meine Mutter erkrankt und hat den Pflegegrad 2 erhalten.
Ich teile mir mit meinem Bruder und dem Pflegedienst die Pflege der Mutter an vier Tagen die Woche mit je 2,5 Stunden.
Die Krankenkasse meiner Mutter hat mir nun mitgeteilt, dass ich für die 10 Stunden die Woche Rentenpunkte bekomme.
Ich habe jetzt Bedenken, dass ich durch die Pflege meiner Mutter Schwierigkeiten von meiner RV bekommen kann und mir die EM Rente evtl. entzogen wird. Vorgestern habe ich bei meiner RV angerufen und gefragt, ob ich die Pflegetätigkeit dort schriftlich mitteilen muss. Die Dame sagte mir, dass ich das nicht zu machen brauche.
Die Punkte würden mir für meine Altersrente gutgeschrieben.
Trotzdem habe ich Angst, meine volle EM Rente zu verlieren.
Über eine Antwort von Euch würde ich mich sehr freuen.

Ihre Angst ist berechtigt. Sie können die volle EM Rente durchaus verlieren. Die DRV könnte argumentieren, wer Minijob und zusätzlich Pflegearbeit macht, kann so krank nicht sein, Ihren Gesundheitsstatus gutachterlich überprüfen lassen und ggf. die volle EM Rente entziehen.

Die EM-Rente kann JEDERZEIT überprüft werden, auch ganz ohne Pflegetätigkeit oder Nebenjob.

Tatsache ist, dass die Pflege nicht angegeben werden muss. Es gilt auch nicht als Hinzuverdienst, weil kein Einkommen erzielt wird (das Pflegegeld erhält der Pflegebedürftige, nicht die Pflegeperson - an die es aber weitergegeben werden 'darf').
Und es werden dennoch Rentenversicherungsbeiträge (und auch Unfallversicherung) für die Pflegeperson von der Pflegekasse übernommen, sofern die Voraussetzungen hierfür vorliegen (mindestens Pflegegrad 2 und mindestens 10h/Woche und noch nicht selbst Regelaltersrentner).

von
Vorsicht

Zitiert von: Siehe hier
Zitiert von: Vorsicht
Zitiert von: Lilli
Hallo, ich bin 62 Jahre, beziehe seit dem letzten Jahr eine unbefristete volle EM Rente. Arbeite noch 5 Stunden an 2 Tagen in der Woche im Minijob.
Jetzt ist meine Mutter erkrankt und hat den Pflegegrad 2 erhalten.
Ich teile mir mit meinem Bruder und dem Pflegedienst die Pflege der Mutter an vier Tagen die Woche mit je 2,5 Stunden.
Die Krankenkasse meiner Mutter hat mir nun mitgeteilt, dass ich für die 10 Stunden die Woche Rentenpunkte bekomme.
Ich habe jetzt Bedenken, dass ich durch die Pflege meiner Mutter Schwierigkeiten von meiner RV bekommen kann und mir die EM Rente evtl. entzogen wird. Vorgestern habe ich bei meiner RV angerufen und gefragt, ob ich die Pflegetätigkeit dort schriftlich mitteilen muss. Die Dame sagte mir, dass ich das nicht zu machen brauche.
Die Punkte würden mir für meine Altersrente gutgeschrieben.
Trotzdem habe ich Angst, meine volle EM Rente zu verlieren.
Über eine Antwort von Euch würde ich mich sehr freuen.

Ihre Angst ist berechtigt. Sie können die volle EM Rente durchaus verlieren. Die DRV könnte argumentieren, wer Minijob und zusätzlich Pflegearbeit macht, kann so krank nicht sein, Ihren Gesundheitsstatus gutachterlich überprüfen lassen und ggf. die volle EM Rente entziehen.

Die EM-Rente kann JEDERZEIT überprüft werden, auch ganz ohne Pflegetätigkeit oder Nebenjob.

Tatsache ist, dass die Pflege nicht angegeben werden muss. Es gilt auch nicht als Hinzuverdienst, weil kein Einkommen erzielt wird (das Pflegegeld erhält der Pflegebedürftige, nicht die Pflegeperson - an die es aber weitergegeben werden 'darf').
Und es werden dennoch Rentenversicherungsbeiträge (und auch Unfallversicherung) für die Pflegeperson von der Pflegekasse übernommen, sofern die Voraussetzungen hierfür vorliegen (mindestens Pflegegrad 2 und mindestens 10h/Woche und noch nicht selbst Regelaltersrentner).

Ja richtig, die EM-Rente kann JEDERZEIT überprüft werden, auch ganz ohne Pflegetätigkeit oder Nebenjob.

ABER die Wahrscheinlichkeit einer Überprüfung, ist bei einem Nebenjob höher und nochmals sehr viel höher, wenn plötzlich zu dem Nebenjob noch eine Pflegetätigkeit dazu kommt.

Lilli kann also durchaus die volle EMR verlieren.

>>>Tatsache ist, dass die Pflege nicht angegeben werden muss.<<<

Doch, die Pflege MUSS angegeben werden!
Die Pflegekasse gibt dabei u.a. den Namen der Person, die pflegt, also den Namen von Lilli, bei der DRV an.

>>>(das Pflegegeld erhält der Pflegebedürftige, nicht die Pflegeperson - an die es aber weitergegeben werden 'darf').<<<

Im Pflegeantrag kann die pflegebedürftige Person, die Bankverbindung der Pflegeperson angeben.

von
Unsinn

Zitiert von: Vorsicht
Zitiert von: Siehe hier
Zitiert von: Vorsicht
Zitiert von: Lilli
Hallo, ich bin 62 Jahre, beziehe seit dem letzten Jahr eine unbefristete volle EM Rente. Arbeite noch 5 Stunden an 2 Tagen in der Woche im Minijob.
Jetzt ist meine Mutter erkrankt und hat den Pflegegrad 2 erhalten.
Ich teile mir mit meinem Bruder und dem Pflegedienst die Pflege der Mutter an vier Tagen die Woche mit je 2,5 Stunden.
Die Krankenkasse meiner Mutter hat mir nun mitgeteilt, dass ich für die 10 Stunden die Woche Rentenpunkte bekomme.
Ich habe jetzt Bedenken, dass ich durch die Pflege meiner Mutter Schwierigkeiten von meiner RV bekommen kann und mir die EM Rente evtl. entzogen wird. Vorgestern habe ich bei meiner RV angerufen und gefragt, ob ich die Pflegetätigkeit dort schriftlich mitteilen muss. Die Dame sagte mir, dass ich das nicht zu machen brauche.
Die Punkte würden mir für meine Altersrente gutgeschrieben.
Trotzdem habe ich Angst, meine volle EM Rente zu verlieren.
Über eine Antwort von Euch würde ich mich sehr freuen.

Ihre Angst ist berechtigt. Sie können die volle EM Rente durchaus verlieren. Die DRV könnte argumentieren, wer Minijob und zusätzlich Pflegearbeit macht, kann so krank nicht sein, Ihren Gesundheitsstatus gutachterlich überprüfen lassen und ggf. die volle EM Rente entziehen.

Die EM-Rente kann JEDERZEIT überprüft werden, auch ganz ohne Pflegetätigkeit oder Nebenjob.

Tatsache ist, dass die Pflege nicht angegeben werden muss. Es gilt auch nicht als Hinzuverdienst, weil kein Einkommen erzielt wird (das Pflegegeld erhält der Pflegebedürftige, nicht die Pflegeperson - an die es aber weitergegeben werden 'darf').
Und es werden dennoch Rentenversicherungsbeiträge (und auch Unfallversicherung) für die Pflegeperson von der Pflegekasse übernommen, sofern die Voraussetzungen hierfür vorliegen (mindestens Pflegegrad 2 und mindestens 10h/Woche und noch nicht selbst Regelaltersrentner).

Ja richtig, die EM-Rente kann JEDERZEIT überprüft werden, auch ganz ohne Pflegetätigkeit oder Nebenjob.

ABER die Wahrscheinlichkeit einer Überprüfung, ist bei einem Nebenjob höher und nochmals sehr viel höher, wenn plötzlich zu dem Nebenjob noch eine Pflegetätigkeit dazu kommt.

Lilli kann also durchaus die volle EMR verlieren.

>>>Tatsache ist, dass die Pflege nicht angegeben werden muss.<<<

Doch, die Pflege MUSS angegeben werden!
Die Pflegekasse gibt dabei u.a. den Namen der Person, die pflegt, also den Namen von Lilli, bei der DRV an.

>>>(das Pflegegeld erhält der Pflegebedürftige, nicht die Pflegeperson - an die es aber weitergegeben werden 'darf').<<<

Im Pflegeantrag kann die pflegebedürftige Person, die Bankverbindung der Pflegeperson angeben.

Verbreiten Sie doch nicht Ihre hausgemachten Verschwörungstheorien. Pflege ist nicht gleichzusetzen mit einer Beschäftigung und auch nicht der Rentenversicherung gegenüber meldepflichtig.
Dass der Rententräger dies ggf. über andere Wege erfährt, ist doch hier gar nicht Thema.

von
Vorsicht

Zitiert von: Unsinn
Zitiert von: Vorsicht
Zitiert von: Siehe hier
Zitiert von: Vorsicht
Zitiert von: Lilli
Hallo, ich bin 62 Jahre, beziehe seit dem letzten Jahr eine unbefristete volle EM Rente. Arbeite noch 5 Stunden an 2 Tagen in der Woche im Minijob.
Jetzt ist meine Mutter erkrankt und hat den Pflegegrad 2 erhalten.
Ich teile mir mit meinem Bruder und dem Pflegedienst die Pflege der Mutter an vier Tagen die Woche mit je 2,5 Stunden.
Die Krankenkasse meiner Mutter hat mir nun mitgeteilt, dass ich für die 10 Stunden die Woche Rentenpunkte bekomme.
Ich habe jetzt Bedenken, dass ich durch die Pflege meiner Mutter Schwierigkeiten von meiner RV bekommen kann und mir die EM Rente evtl. entzogen wird. Vorgestern habe ich bei meiner RV angerufen und gefragt, ob ich die Pflegetätigkeit dort schriftlich mitteilen muss. Die Dame sagte mir, dass ich das nicht zu machen brauche.
Die Punkte würden mir für meine Altersrente gutgeschrieben.
Trotzdem habe ich Angst, meine volle EM Rente zu verlieren.
Über eine Antwort von Euch würde ich mich sehr freuen.

Ihre Angst ist berechtigt. Sie können die volle EM Rente durchaus verlieren. Die DRV könnte argumentieren, wer Minijob und zusätzlich Pflegearbeit macht, kann so krank nicht sein, Ihren Gesundheitsstatus gutachterlich überprüfen lassen und ggf. die volle EM Rente entziehen.

Die EM-Rente kann JEDERZEIT überprüft werden, auch ganz ohne Pflegetätigkeit oder Nebenjob.

Tatsache ist, dass die Pflege nicht angegeben werden muss. Es gilt auch nicht als Hinzuverdienst, weil kein Einkommen erzielt wird (das Pflegegeld erhält der Pflegebedürftige, nicht die Pflegeperson - an die es aber weitergegeben werden 'darf').
Und es werden dennoch Rentenversicherungsbeiträge (und auch Unfallversicherung) für die Pflegeperson von der Pflegekasse übernommen, sofern die Voraussetzungen hierfür vorliegen (mindestens Pflegegrad 2 und mindestens 10h/Woche und noch nicht selbst Regelaltersrentner).

Ja richtig, die EM-Rente kann JEDERZEIT überprüft werden, auch ganz ohne Pflegetätigkeit oder Nebenjob.

ABER die Wahrscheinlichkeit einer Überprüfung, ist bei einem Nebenjob höher und nochmals sehr viel höher, wenn plötzlich zu dem Nebenjob noch eine Pflegetätigkeit dazu kommt.

Lilli kann also durchaus die volle EMR verlieren.

>>>Tatsache ist, dass die Pflege nicht angegeben werden muss.<<<

Doch, die Pflege MUSS angegeben werden!
Die Pflegekasse gibt dabei u.a. den Namen der Person, die pflegt, also den Namen von Lilli, bei der DRV an.

>>>(das Pflegegeld erhält der Pflegebedürftige, nicht die Pflegeperson - an die es aber weitergegeben werden 'darf').<<<

Im Pflegeantrag kann die pflegebedürftige Person, die Bankverbindung der Pflegeperson angeben.

Verbreiten Sie doch nicht Ihre hausgemachten Verschwörungstheorien. Pflege ist nicht gleichzusetzen mit einer Beschäftigung und auch nicht der Rentenversicherung gegenüber meldepflichtig.
Dass der Rententräger dies ggf. über andere Wege erfährt, ist doch hier gar nicht Thema.

Verschwörungstheorien?
Ich habe es im Verwandten- und Bekanntenkreis schon erlebt, dass Betroffene, die einen Nebenjob haben und gepflegt haben, die volle EM verloren haben.

Und genau das ist das Thema.
Zitat aus dem ersten Beitrag von Lilli:
"Trotzdem habe ich Angst, meine volle EM Rente zu verlieren."

Bitte erzählen Sie keine Märchen und wiegen Lilli in falscher Sicherheit.

Pflege ist gegenüber der DRV meldepflichtig! Deswegen macht ja die Pflegekasse, die Meldung und führt auch Beiträge für die Pflegeperson ab! Weil Sie es MUSS!

von
Siehe hier

Zitiert von: Vorsicht

Pflege ist gegenüber der DRV meldepflichtig! Deswegen macht ja die Pflegekasse, die Meldung und führt auch Beiträge für die Pflegeperson ab! Weil Sie es MUSS!

Die Pflegekasse erfragt die Daten der Pflegeperson, hier also von 'Lilli'.

Zur Feststellung der Anspruchsberechtigung von Beiträgen zur Rentenversicherung, die dann für 'Lilli' zu bezahlen sind.
Und meldet dann diese Beiträge der Rentenversicherung, damit diese dem Rentenkonto von 'Lilli' gutgeschrieben werden können.
Dies erfolgt dann aufgrund von Datenübermittlung der notwendigen Zahlen zu der Nummer des Versicherungskontos. Das 'MUSS' die Pflegekasse machen, mehr nicht!

Im Einzelfall, insbesondere in dem immer gern wieder zitierten 'Bekanntenkreis', über den man sonst aber keinerlei Details weiß, kann es auch zum Entzug der EM-Rente kommen. Wohl z.B. wenn die Pflegeperson volle EM-Rente erhält, dazu einen Nebenjob mit insgesamt 14,5 h/Woche und noch vier zu pflegenden Personen mit insgesamt je 10h/wöchentlich. Das kann dann schon mal deutlich zu viel sein.

'Lilli' selbst arbeitet aber im Nebenjob 10h/wöchentlich und 4x2,5 h pflegt sie. Und wird es wohl so gelegt haben, dass sie nicht pflegt und arbeitet an einem Tag.
Aber selbst wenn, sie darf es. Und muss es auch nicht der DRV melden. Es ist keine Tätigkeit im Sinne des ansonsten meldepflichtigen Arbeitseinkommens (wie z.B. der Nebenjob).
Und die Pflegekasse meldet es der DRV 'so' auch nicht, die melden nur die Beiträge.

Und 'Lilli' hat bei Ihrer zuständigen DRV bereits die (telefonische) Information erhalten, dass dies alles so richtig ist. Und der @Experte wird dies am Montag ebenfalls so nochmal bestätigen. Mit dem Zusatz 'wenn es sich um nicht erwerbsmäßig tätige Pflege handelt. Von nicht erwerbsmäßig ist regelmäßig auszugehen, wenn an die Pflegeperson nicht mehr bezahlt wird, als die Höhe des Pflegegeldes beträgt'. (oder so ähnlich formuliert)

Im Fall des Pflegerades 2 wären dies übrigens maximal 316 EUR, wenn nur Pflegegeld (keine Pflegesachleistung) bezahlt wird.

Also verunsichern Sie bitte 'Lilli' nicht weiter. Was bei Ihren Bekannten aus unbekannten Gründen anders lief, ist nicht allgemeingültig!

von
Vorsicht

Zitiert von: Siehe hier
Zitiert von: Vorsicht
Zitiert von: Lilli
Hallo, ich bin 62 Jahre, beziehe seit dem letzten Jahr eine unbefristete volle EM Rente. Arbeite noch 5 Stunden an 2 Tagen in der Woche im Minijob.
Jetzt ist meine Mutter erkrankt und hat den Pflegegrad 2 erhalten.
Ich teile mir mit meinem Bruder und dem Pflegedienst die Pflege der Mutter an vier Tagen die Woche mit je 2,5 Stunden.
Die Krankenkasse meiner Mutter hat mir nun mitgeteilt, dass ich für die 10 Stunden die Woche Rentenpunkte bekomme.
Ich habe jetzt Bedenken, dass ich durch die Pflege meiner Mutter Schwierigkeiten von meiner RV bekommen kann und mir die EM Rente evtl. entzogen wird. Vorgestern habe ich bei meiner RV angerufen und gefragt, ob ich die Pflegetätigkeit dort schriftlich mitteilen muss. Die Dame sagte mir, dass ich das nicht zu machen brauche.
Die Punkte würden mir für meine Altersrente gutgeschrieben.
Trotzdem habe ich Angst, meine volle EM Rente zu verlieren.
Über eine Antwort von Euch würde ich mich sehr freuen.

Ihre Angst ist berechtigt. Sie können die volle EM Rente durchaus verlieren. Die DRV könnte argumentieren, wer Minijob und zusätzlich Pflegearbeit macht, kann so krank nicht sein, Ihren Gesundheitsstatus gutachterlich überprüfen lassen und ggf. die volle EM Rente entziehen.

Die EM-Rente kann JEDERZEIT überprüft werden, auch ganz ohne Pflegetätigkeit oder Nebenjob.

Ja richtig, die EM-Rente kann JEDERZEIT überprüft werden, auch ganz ohne Pflegetätigkeit oder Nebenjob.

Dies bedeutet aber auch, dass die EM-Rente, bei entsprechendem Prüfergebnis, JEDERZEIT entzogen werden kann!

Einen "Persilschein", einmal volle EM = garantiert immer volle EM, gibt es nicht, auch nicht in der Kombination mit Nebenjob und Pflege.

Wie werden ja sehen, ob der Experte am Montag, für Lilli, eine dauerhafte = "lebenslängliche" EM, in der Kombination mit Nebenjob und Pflegetätigkeit bestätigt oder nicht.

von
Siehe hier

Zitiert von: Vorsicht

Wie werden ja sehen, ob der Experte am Montag, für Lilli, eine dauerhafte = "lebenslängliche" EM, in der Kombination mit Nebenjob und Pflegetätigkeit bestätigt oder nicht.

Das wird er so natürlich nicht. Und 'lebenslang' schon gar nicht.

Da üblicherweise aber ein Minijob trotz EM-Rente ausdrücklich erlaubt und nicht nur akzeptiert ist, und aber die Pflege eines Angehörigen nicht als 'Arbeitet' gewertet wird, führt also diese Kombination allein nicht zwingend zu einer Überprüfung. Und wird auch nicht von der Pflegekasse zum Zwecke einer Überprüfung a die DRV gemeldet.

Unabhängig davon ist nach wie vor, dass eine EM-Rente jederzeit überprüft werden kann. Damit sie dann aber auch tatsächlich entzogen werden kann, müssen schon wesentlich schwerwiegendere Gründe vorgetragen werden.

von
Siehe hier

Zitiert von: Vorsicht

>>>(das Pflegegeld erhält der Pflegebedürftige, nicht die Pflegeperson - an die es aber weitergegeben werden 'darf').<<<

Im Pflegeantrag kann die pflegebedürftige Person, die Bankverbindung der Pflegeperson angeben.

Ja, und?? Das ist durchaus auch möglich. Der rechtliche 'Anspruch' auf das Pflegegeld steht aber grundsätzlich dem Pflegebedürftigen zu. Und darum geht es z.B. auch, wenn es um die Beurteilung geht, ob es Hinzuverdienst ist = WER hat Anspruch.
Und diesen hat nicht die Pflegeperson, sondern der Pflegebedürftige.

von
Lilli

Im Nebenjob arbeite ich 5 Stunden in der Woche, das sind 2x2,5 Stunden und die Pflege der Mutter ist 4 x 2,5 Stunden.
So habe ich an keinem Tag mehr als 2,5 Stunden.

von
Fazit

Zitiert von: Lilli
Im Nebenjob arbeite ich 5 Stunden in der Woche, das sind 2x2,5 Stunden und die Pflege der Mutter ist 4 x 2,5 Stunden.
So habe ich an keinem Tag mehr als 2,5 Stunden.

Warten Sie morgen die Antwort des Experten ab.
Danach werden Sie sehen, dass User wie @Vorsicht nur verunsichern wollen. Fakt ist: Eine Pflegetätigkeit müssen Sie der Rentenversicherung nicht melden, gleichgültig welche Geschichten @Vorsicht hier von sich gibt.

VG

von
Schade

Um diese "unsinnige Diskussion" zu beenden stelle ich folgende Frage:

Haben Sie eventuell eine Schwerbehinderung und 35 Versicherungsjahre?

Dann könnten Sie als 62 jährige sofort "locker" in die Altersrente wechseln und bräuchten sich die (in meinen Augen unbegründeten) Sorgen gar nicht machen....:)

Und an alle Bedenkenträger, Angstmacher und Vorsichtsapostel: Die Pflege an sich ist kein Grund die EM in Frage zu stelle, auch wenn EM Renten jederzeit überprüft werden können; aber mal ehrlich: wieviele Fälle kennen wir in denen einer 62 jährigen mit Minijob und Pflege die Rente entzogen wurde?

Ich kenne da niemanden!

von
Lilli

Habe 45 Versicherungsjahre voll und habe einen unbefristeten GdB von 50.

von
Schade

Dann ist doch alles klar, AR beantragen, dann dürften Sie dieses Jahr bis Jahresende sogar 46060 € zuverdienen und das mit der Pflege ist kein Thema mehr.

Fazit: viel Lärm um gar nichts.

von
Peter T.

Erstens wird und kann der Experte ihr keine Antwort geben, ob es schädlich ist oder nicht. Aber das liegt daran, dass er nicht für sie zuständig ist, ihre Daten, Kranken Akte, Empfehlung vom med. Dienst nicht kennt ect.
Es ist eine Einzefallentscheidung, die anscheinend der entsprechende und zuständige Sachbearbeiter auch mit einem positiven Endergebnis schon beantwortet hat.
Unabhängig davon kann sie schon eine andere Rentenanrt wählen oder muss die Fragebögen der Pflegekasse nicht ausfüllen, in der sie Angaben zur Rentenversicherung, wie viele Stunden sie arbeitet (über 30 werden keine Rentenpunkte gezahlt, daher muss man das alles angeben) ect.
Wenn nämlich keine Informationen kommen, zahlt die Pflegekasse auch nicht und dann geht auch keine Info an die RV.
Da es sich um PG 2 handelt und sie sich die Pflege teilen, ist der Betrag so marginal (vielleicht 2 bis 3 € später mehr Altersrente), dass ich das nicht angeben würde, wenn man lieber auf Nummer sicher gehen mag. Falls der Leistungsfall der EM nach 2019 auch erst eingetreten ist, ist die Zurechnungszeit bis 65.8 Jahre, da würden die Rentenpunkte eh verschwinden. Daher mein Rat, andere Rentenanrt wählen oder einfach die Schreiben nicht ausfüllen, damjt keine RP und damit keine Meldung an die DRV geht.
Viel Erfolg und Kraft, für die Pflege.

von
Siehe hier

Zitiert von: Schade

Fazit: viel Lärm um gar nichts.

Für 'Lilli' eine elegante mögliche Alternative die Angst um den Verlust der EM-Rente zu beruhigen. Und für alle EM-Rentner, die ebenfalls einen GdB >= 50, 35 Beitragsjahre und das notwendige Alter haben.

Für alle anderen EM-Rentner ohne GdB oder zu jung und hier doch mitlesend jedoch nicht unwichtig zu wissen, dass 'Pflegen' trotz EM-Rente grundsätzlich möglich ist.

von
Siehe hier

Zitiert von: Peter T.
...
Wenn nämlich keine Informationen kommen, zahlt die Pflegekasse auch nicht und dann geht auch keine Info an die RV.
Da es sich um PG 2 handelt und sie sich die Pflege teilen, ist der Betrag so marginal (vielleicht 2 bis 3 € später mehr Altersrente), dass ich das nicht angeben würde, wenn man lieber auf Nummer sicher gehen mag. Falls der Leistungsfall der EM nach 2019 auch erst eingetreten ist, ist die Zurechnungszeit bis 65.8 Jahre, da würden die Rentenpunkte eh verschwinden. Daher mein Rat, andere Rentenanrt wählen oder einfach die Schreiben nicht ausfüllen, damjt keine RP und damit keine Meldung an die DRV geht.
Viel Erfolg und Kraft, für die Pflege.

Wenn keine Informationen kommen, fragt die Pflegekasse nach, notfalls mehrfach. Denn die Pflegepersonen müssen zunächst einmal namentlich benannt werden von der Person, die gepflegt wird.
Einfach Fragebogen nicht ausfüllen ist also nicht die optimale Lösung. Auch wenn die Beiträge tatsächlich später nur (oder auch doch nicht) zur Erhöhung der eigenen Rente führen.
Viele vergessen dabei nämlich, dass auch Beiträge zur Unfallversicherung für die Pflegeperson bezahlt werden, die dann Unfälle im Zusammenhang mit der Pflegetätigkeit absichert.

Und nochmals: Es wird der DRV von der Pflegekasse nicht gemeldet, dass Person xy die zu pflegende Person yx pflegt. Es werden lediglich Beiträge auf das Versichertenkonto der pflegenden Person bezahlt und übermittelt.

weiterführende Informationen rund um das Thema 'Pflege'
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/publikationen/pflege.html

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