EM-Rente und arbeiten

von
Frido

Ich bekomme seit vielen Jahren EM-Rente will aber eigentlich wieder arbeiten. Das Problem: Ich weiß nicht ob ich das schaffe. Vorausgesetzt ich bekomme mit meinem Leidensbild überhaupt einen Job: Was ist, wenn ich nach ein paar Monaten wieder aufgeben muss: Muss ich dann erneut durch den Begutachtungs-Zirkus (war eine irre Arzt-Rennerei)?

Und wenn ich nicht in meiner alten Branche Fuß fasse: Würde die Rentenversicherung mit eine Umschulung nach fast 10 Jahren EM-Rente zahlen? Ich könnte mir vorstellen in der Altenpflege zu arbeiten (zunächst Teilzeit, wenns klappt Vollzeit).

von
Ulli

Dein erster Schritt sollte sein, eine Weile auf 450€ Basis zu arbeiten. Das geht nämlich ziemlich unkompliziert.
Du musst es der DRV nur formlos melden und kannst dann sofort anfangen.
Wenn du nach und nach das Gefühl hast, da geht noch was, dann steigerst du dich einfach auf zb Halbtags.
Dann jedoch wird die Rente entsprechend gekürzt und irgendwann, nach ein paar Monaten jedoch erst, wird die DRV von sich aus, deine Erwerbsfähigkeit überprüfen.

von
Kaiser

Ausgerechnet in der Altenpflege einem der Jobs mit den höchsten physischen und psychischen Anforderungen?
Ich glaube Du bist Dir gar nicht bewusst, worauf Du Dich da einlassen willst, insbesondere, da Du ja gesundheitlich eingeschränkt zu sein scheinst. Ich kann mir auch nur schwer vorstellen, dass Dir diesbezüglich eine Umschulung gewährt würde.

von
Rentenschmied

Hallo,
also wenn Sie schon seit vielen Jahren eine EM-Rente beziehen gehe ich mal zum Einen davon aus, dass Sie nicht mehr der Jüngste sind und zum Anderen dass es sich wohl um eine Dauerrente wegen voller Erwerbsminderung handelt.
Beides lässt Ihren Wunsch nach einer Umschulung recht unrealistisch sein. Durch die Umschulung müsste ja die Erwerbsfähigkeit wieder hergestellt werden können, das ist mehr als fraglich.
Falls es wider Erwarten doch zu einer Umschulung kommen sollte, wäre mit dem zuständigen Rehafachberater des RV-Trägers zu klären welche Berufe in Frage kommen. Es gibt da Testungen zur körperlichen und intellektuellen Leistungsfähigkeit.
Vllt. vereinbaren Sie einfach mal einen Termin beim Rehafachberater und besprechen dort Ihrer individuelle Situation und die Möglichkeiten der Förderung.
Mit besten Grüßen

Experten-Antwort

Hallo Frido,

Rentenschmied hat Ihre Fragen bereits zutreffend beantwortet.

Auch wir empfehlen hier eine persönliche Beratung durch den Rehafachberater/-fallmanager.

von
memyself

Du kannst das ja auch - erstmal - auf ehrenamtlicher Basis austesten, ob es für dich ist und ob du das durchhalten kannst, psychisch und physisch

Interessante Themen

Altersvorsorge 

Steuererklärung in Corona-Zeiten

Wie sich die Corona-Pandemie auf Ihre Steuererklärung auswirkt, worauf Sie achten müssen und wo Sie Steuern sparen können.

Altersvorsorge 

Was die Dax-Erweiterung für Sparer bedeutet

Von 30 auf 40: Deutschlands wichtigster Börsenindex wird erweitert. Für Anleger lohnt es sich, deshalb einmal genau auf den Dax zu schauen.

Gesundheit 

Berufsunfähig: tückische 50-Prozent-Klausel

Die 50-Prozent-Klausel erweist sich oft als Hürde, wenn es um die Anerkennung einer Berufsunfähigkeit geht. Was es mit der Klausel auf sich hat.

Rente 

Erwerbsminderungsrente rechtzeitig verlängern

Eine Erwerbsminderungsrente wird meist nur befristet gewährt. Das Ende des Bewilligungszeitraums sollten Sie immer im Blick haben und rechtzeitig...

Rente 

Per Versorgungsausgleich zur Frührente

Eine Scheidung bringt manchen Versicherten einen vorzeitigen Rentenanspruch. Wie sich der Versorgungsausgleich auswirkt.