EM Rente und Arbeitgeber

von
Ute

Liebe Experten,

ich bin seit etwa zwei Jahren dauerhaft krankgeschrieben. Da ich Anfang des Jahres einen Antrag auf EM Rente gestellt hatte erhielt ich auf Antrag nach der Aussteuerung durch die Krankenkasse ALG1 (die sogenannte Nahtlosigkeitsregelung). Nun wurde mein Antrag bewilligt und ich erhalte rückwirkend ab September eine EM Rente. Bewilligt wurde volle Erwerbsminderung, zunächst bis September 2021. Ich befinde mich in ungekündigter Stellung. Der Grad meiner behinderung beträgt 40%. Meine Fragen:
1. Hat mein Arbeitgeber neben der Information Anspruch auf eine vollständige Kopie des Rentenbescheides. 2. Kann mein Arbeitgeber eine Kündigung aussprechen und habe ich Möglichkeiten dagegen vorzugehen? 3. Muss ich für den Fall, dass ich nicht gekündigt werde, weiter regelmäßig AU-Bescheinigungen vorlegen? oder ruht das Arbeitsverhältnis in diesem Falle? Ich bin nicht im öffentlichen Dienst beschäftigt (Dort gibt es wohl eine Regelung im Tarifvertrag)und keinem Tarifvertrag zugehörig.

Liebe Grüße
Ute

von
KSC

Das sind alles arbeitsrechtliche und keine rentenrechtlichen Fragestellungen.

Sorry, das ist nicht Thema dieses Forums und Sie werden von DRV Mitarbeitern keine Antworten erhalten.

von
Siehe hier

Zitiert von: Ute
Liebe Experten,

1. Hat mein Arbeitgeber neben der Information Anspruch auf eine vollständige Kopie des Rentenbescheides.


nein
Zitiert von:
2. Kann mein Arbeitgeber eine Kündigung aussprechen und habe ich Möglichkeiten dagegen vorzugehen?

-siehe nachfolgenden Link- der ist vielleicht hilfreich(?)
Zitiert von:
3. Muss ich für den Fall, dass ich nicht gekündigt werde, weiter regelmäßig AU-Bescheinigungen vorlegen? oder ruht das Arbeitsverhältnis in diesem Falle?

Gundsätzlich müssen Sie keine weiteren AU vorlegen. Falls Sie aber Ihrem AG noch mit Ihrem Restleistungsvermögen zur Verfügung stehen, kann das anders aussehen (beachte auch Hinzuverdienst etc....).

Wie KSC schon angemerkt hat, sind dies ALLES arbeitsrechtliche Fragen. Sie sollten sich DRINGEND an eine Beratungsstelle wie z.B. VdK oder SozVD oder einen Fachanwalt für Arbeitsrecht wenden, damit Sie Ihre Ansprüche/Plichten gegenüber Ihrem AG sinnvoll und friedlich klären können.

Alles Gute!

https://www.ra-wittig.de/urteile-arbeitsgericht/befristungen/volle-erwerbsminderung-ende-des-arbeitsverhaeltnisses/

von
k-o-r

Zu 1: ist alles schon gesagt, Anspruch auf eine Kopie hat er, aber nicht auf eine vollständige.

Zu 2: Natürlich kann Ihr Arbeitgeber Ihnen jederzeit kündigen. Unter welchen Auflagen, mit welchen Hindernissen, hängt von unzähligen Faktoren ab, wie z.B. Betriebsgröße, Integrationsamt, Betriebsrat, usw.
Wenn es soweit wäre, dann sollten Sie sich sowieso einen Anwalt nehmen.

Zu 3: Nein. Sie werden auch keine AU-Bescheinigungen mehr bei der KK einreichen können, dass ist bei den KK nicht mehr vorgesehen und ihr Arzt würde auch keine Bezahlung mehr dafür erhalten. Somit gibt es auch keine AU-Bescheinigungen für den AG, siehe auch Ihren Nachweis aus Antwort zu 1.
Dadurch das Sie gemäß Gesetz voll erwerbsgemindert sind, brauchen Sie auch keine AU-Bescheinigungen mehr.

Normalerwiese ruht Ihr Arbeitsverhältnis. Es kann aber auch durch Regelungen des Arbeitsvertrages, oder von Tarifverträgen beendet sein. Das kann hier niemand beantworten.

H.

von
W°lfgang

Hallo Ute,

vielleicht finden Sie weitere Hilfe/Informationen bei Ihrem örtlichen Integrationsamt:

https://www.integrationsaemter.de/Leistungen/498c214/index.html

oder der Schwerbehindertenvertretung im Betrieb/in Ihrer Stadt

Gruß
w.