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EM Rente und Formular für Arbeitgeber

von
Inka

Hey. Gerne. Sag mir wo er steht und ich erscheine.:)

von
Benno R.

Zitiert von: Liz

an "Benno R": Ich denke nicht, dass Sie dies beurteilen können und sollten.
Des weiteren beantwortet es nicht die eigentliche Frage.

Allen anderen danke ich schon mal herzlich!


Es steht Ihnen natürlich frei, nur Ihre Wunschantworten zu akzeptieren und alle anderen "unbequemen" Antworten zu ignorieren.
Meine Meinungen äußere ich aber trotzdem. Ob Ihnen das gefällt oder nicht!

Sie erinnern irgendwie an ein trotziges Kind, dass sich in unangenehmen Situationen die Augen und die Ohren zuhält, weil es dann glaubt, auch von seinen Mitmenschen nicht wahrgenommen zu werden.

So können Sie Ihre Probleme aber nicht lösen.
Und Sie werden schon gar nicht verhindern können, dass die DRV Ihretwegen von irgendwelchen Normen abweicht und in Ihrem Fall ausnahmsweise auf die angeforderten Arbeitgeber-Informationen verzichtet.
Es gibt nämlich überhaupt keinen akzeptablen Grund, dem Arbeitgeber seine Erwerbsminderung zu verschweigen. Zumal der das an den erbrachten bzw. nicht erbrachten Arbeitsleistungen ohnehin sehr schnell bemerkt.

Gruß

von
Benno R.

Zitiert von: Antragsteller

Das Problem mit diesem Formular ist ja gerade, dass der AG schon vorher (!) ankreuzen soll, was er tun bei Bewilligung einer EM-Rente tun würde. Ich halte das für ziemlich bedenklich. Einmal, weil die DRV offenbar die Entscheidung davon mit abhängig macht und einmal, weil der AG anfängt darüber nachzudenken, was er mit diesem AN künftig macht. Und das alles noch ehe die DRV überhaupt eine Entscheidung getroffen hat.

Dass Sie das problematisch finden, glaube ich Ihnen gerne.

Im Interesse der Solidargemeinschaft der Versicherten und Steuerzahler ist es aber völlig korrekt und legal, dass die Entscheidung über den Rentenantrag auch von den Arbeitgeber-Angaben abhängig ist.
Wenn der Arbeitgeber beispielsweise glaubhaft macht, dass er den bisherigen Arbeitsplatz behindertengerecht umgestalten kann, so dass der Rentenbegehrende seine bisherigen Tätigkeiten ohne Überforderung weiterhin ausüben kann, dann braucht der Betroffene logischerweise auch keine Rente.

Gleiches gilt auch dann, wenn der Arbeitgeber einen geeigneten Ersatz-Arbeitsplatz zur Verfügung stellen kann.
Dann hat sich das Thema "Berufsunfähigkeitsrente" ebenfalls erledigt.

Und dass sich ein Arbeitgeber Gedanken darüber macht, wie er einen erwerbsgeminderten Mitarbeiter künftig einsetzen will, ist doch völlig normal und sein gutes Recht.

Gruß

Experten-Antwort

Hallo Liz,

es hat seinen guten Grund, dass das Schreiben Ihnen und nicht direkt Ihrem Arbeitgeber zugesendet wurde (Datenschutz!). Es ist Ihr gutes Recht, dass Ihr Arbeitgeber nicht erfährt, dass Sie einen Rentenantrag gestellt haben.

Sie können das Schreiben auch zunächst zurückhalten, bis eine medizinische Entscheidung getroffen wurde, ob Sie überhaupt erwerbsgemindert sind. Denn sämtliche Angaben des Arbeitgebers werden nur benötigt, wenn Sie die medizinischen Voraussetzungen für eine Rente erfüllen. Bedenken Sie aber, dass das Zurückhalten des Schreibens zu einer Verzögerung des Verfahrens führt, da die Rente nach Abschluss der Begutachtung noch nicht angewiesen werden kann.

Falls Sie das Schreiben zunächst nicht an Ihren Arbeitgeber weiterleiten wollen, sollten Sie mit Ihrer Sachbearbeiterin / Ihrem Sachbearbeiter bei Rentenversicherung Kontakt aufnehmen, damit diese / dieser keine Erinnerungen verschickt und Sie informiert werden, wenn die medizinische Entscheidung getroffen wurde.

Experten-Antwort

Zitiert von: Antragsteller

Das Problem mit diesem Formular ist ja gerade, dass der AG schon vorher (!) ankreuzen soll, was er tun bei Bewilligung einer EM-Rente tun würde. Ich halte das für ziemlich bedenklich. Einmal, weil die DRV offenbar die Entscheidung davon mit abhängig macht und einmal, weil der AG anfängt darüber nachzudenken, was er mit diesem AN künftig macht. Und das alles noch ehe die DRV überhaupt eine Entscheidung getroffen hat.

Hallo Antragsteller,

ich kann Sie beruhigen, die Rentenversicherung macht die Entscheidung über den Rentenantrag nicht davon abhängig, wie der Arbeitgeber im Falle einer Bewilligung reagieren würde.

Die Frage nach den „Auswirkungen der Bewilligung einer Rente wegen Erwerbsminderung auf das bestehende Beschäftigungsverhältnis“ hat vielmehr mit der Anrechnung von Hinzuverdienst zu tun. Es können arbeitsvertragliche Regelungen getroffenen werden (z. B. in Tarifverträgen, Betriebsvereinbarungen oder im Arbeitsvertrag selbst), die für den Fall einer Erwerbsminderung von vorne herein festlegen , dass das Beschäftigungsverhältnis ab einem bestimmten Zeitpunkt (z. B. ab Rentenbeginn oder ab Zustellung des Rentenbescheides) ruht oder beendet wird. Dies hat nach der jüngeren Rechtsprechung des Bundessozialgerichts Auswirkungen darauf, ob eine Einmalzahlung, die noch nach Rentenbeginn gezahlt wird, als Hinzuverdienst anzurechnen ist. Die frühzeitige Befragung des Arbeitgebers nach solchen Regelungen soll lediglich dazu beitragen, eine Rente mit Einmalzahlungen nach Rentenbeginn zügig anweisen zu können.

von
Antragsteller

Hallo Experte!

Vielen Dank für die beiden ausführlichen Antworten oben. Ich hatte das gleiche Problem vor ein paar Tagen hier auch schon mal gestellt und damals erhielt ich eine leider weniger klare Auskunft.

Mit Ihren Antworten weiß ich nun Bescheid, um was es dabei geht. Hilft mir sehr.

Danke!

von
Liz

Von mir auch herzlichen Dank!