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EM-Rente/Gewerkschaften/Sozialverbände

von
Kamps

Hallo,
weiss irgendwer ob sich die Gewerkschaften und Sozialverbände oder Betroffene mit der Ungleichbehandlung der EM-Rentner ab 01.07.2014 auseinandersetzen (längere Zurechnungszeit nur für "Neukranke")? Gibt es da überhaupt nur den geringsten Widerspruch?

von
EM-Rentner

Meine Anfrage an den SoVD blieb unbeantwortet.
Meine Tochter, die im Bundesverband Verdi arbeitet, hat für mich die Anfrage an die entsprechende Abteilung weitergeleitet.

Von dort kam die sinngemäße Antwort, es sei wie immer im Leben, man kann es nicht jedem Recht machen. Aber es sei gut, dass dies Ungleichbehandlung der EM-Rentner überhaupt einmal politisch betrachtet wurde und dass wenigstens die Neurentner davon einen Nutzen haben. Eine weitergehende Beschäftigung mit dieser Thematik ist derzeit von Seiten Verdi nicht vorgesehen.

von
es ist leider so

Hallo Kamps, genau wie bei der Antwort von EM-Rentner im zweiten Absatz, habe ich diese Auskunft auch direkt von unserer Regierung bekommen (per E-mail). Trauig

von
fritz

Hallo
Gerade von Verdi darf nicht zuviel erwartet werden. Die kümmern sich überwiegend um das sorgenfreie Leben der Sekretäre und Funktionäre.
MfG
Seit 50 Jaghren in der gewerkschaft!

Experten-Antwort

Hallo Kamps,

zu dieser Frage liegen mir keine konkreten Informationen vor. Ich kann Ihnen insoweit nur raten, sich direkt bei den Gewerkschaften und Sozialverbänden zu informieren oder z. B. auch auf deren Homepages zu recherchieren.

von
Onkel Otto

Jedes Gesetz hat nunmal einen Stichtag.
Wenn Sie verlangen,dass etwas das für Sie positives rückwirkend geleistet werden soll,dann müssten Sie andererseits aber auch bei negativen Folgen für Sie,diese rückwirkend inkauf nehmen.
Das Geschrei möchte ich dann einmal hören !

von
GroKo

Zitiert von: Onkel Otto

Jedes Gesetz hat nunmal einen Stichtag.
Wenn Sie verlangen,dass etwas das für Sie positives rückwirkend geleistet werden soll,dann müssten Sie andererseits aber auch bei negativen Folgen für Sie,diese rückwirkend inkauf nehmen.
Das Geschrei möchte ich dann einmal hören !


Das ist die Gier Otto, die wollen immer nur Mehr, Mehr, Mehr.

von
Herz1952

Hallo Kamps,

ich habe sowohl von der SPD Parteizentrale, als auch vom Sekretariat des BMAS interessante Antworten wegen Nichtberücksichtigung der EM-Bestandsrentner bekommen. Wobei ich bei beiden die Ausrede mit der Stichtagsregelung sofort unterbunden habe.

Dabei kam heraus, dass es in erster Linie nicht um den guten Willen geht, sondern um das liebe Geld (SPD).

Wesentlich "besser" war die die Antwort vom Sozialministerium. Es muss für die zukünftigen EM-Rentner unbedingt was getan werden, weil diese sonst unter Sozialhilfe-Niveau absinken. Begründung: Diejenigen, die künftig EM-Rente erhalten, haben eine sehr hohes Risiko von Arbeitslosigkeit und ALG II Leistungen und deren Rentenniveau sinkt dadurch evtl. von weiter ab. Hierüber habe ich mich schon vor 10 Jahren mit einem Berater der DRV unterhalten, weil es hätte mich auch treffen können, weil die Firma insolvent war, und den Fall durchdachte, was wäre, wenn ich jahrelang keinen Job bekäme und dann doch eine schwere Krankheit mit voller EM bekäme.

Fazit: wir EM-Rentner - zumindest die auf "unbestimmte" Zeit - haben unseren "sicheren" Job. Z.B.: auf der Sonnenliege im Garten oder im Biergarten, bei schlechtem Wetter auch mal vor der "Glotze" und wer verheiratet ist, eine Nebenbeschäftigung bei der Firma: "Dies & Das". Die ca. 600 Euro jährlich kann ich spielend einsparen, in dem ich meine 60 Maß Bier zu Hause, statt im Biergarten trinke. Wenn es mir zu langweilig wird, gründe ich meine eigene Mini-Brauerei.

Im übrigen will sich der VdK nach wie vor darum kümmern, dass auch für Bestandsrentner eine Verbesserung kommt (das Jahrhundert hat doch gerade erst angefangen).

"Aber sonst ist alle klar auf der 'Andrea Doria'" (Zitat: Udo Lindenberg). Hoffentlich habe ich richtig zitiert, sonst könnte der "EM-Titel" aberkannt werden.

Herz1952

von
Hannes

Einen Fortschritt sieht der VdK beim Thema Erwerbsminderungsrente. Die Ausdehnung der Zurechnungszeiten von 60 auf 62 Lebensjahre werde eine Anhebung bei den Rentenzugängen mit sich bringen. Dennoch bleibt der VdK bei seiner Forderung, die Abschläge für Erwerbsminderungsrentner komplett abzuschaffen: "Die Abschläge von 10,8 Prozent sind ein wesentlicher Grund für die hohe Armutsquote unter Erwerbsminderungsrentnern. Diese Menschen gehen nicht freiwillig früher in Rente! Es geht um Schicksalsschläge wie schwere Krankheiten, die keine andere Wahl lassen. Wer wegen Krankheit früher aus dem Beruf aussteigen muss, sollte dafür nicht auch noch mit Abschlägen bestraft werden", so Mascher.

Das steht in der letzten Pressemitteilung des VDK:
Ich kann nichts von einem Einsatz für Bestandsrentner lesen!
Selbst für die Abschaffung der Abschläge gäbe es ja wieder eine Stichtagsregelung!!!

von
Lutz Marquardt

Diejenigen die darüber zu entscheiden haben, was und wieviel für die EM-Rente aus der Rentenkasse gezahlt wird, sind überwiegend Beamte und Politiker.

Also Leute, die weder in die Rentenkasse einzahlen noch etwas aus der Rentenkasse bekommen.

Wie sähe wohl ihre Rente aus, wenn auch Rentner über die Höhe ihrer Rente mitentscheiden können?

Denen sind die neue Regeln für die EM-Rente im Grunde egal.

Die Beamten und Politiker bekommen ihr Geld aus einem anderen Topf, den die Politiker weit besser pflegen und umsorgen als die Rentenkasse (die in die Vergangenheit sogar kräftig für versicherungsfremde Leistungen herhalten mußte).

Das muß man sich klar und deutlich vor Augen halten, daß Politiker und Beamte eine ganz andere Interessenlage haben.

Die wollem den Rentner allenfalls eine MiniRente zukommen lassen. Hauptsache sie können mit der Rentenkasse kräftig versicherungsfremde Leistungen finanzieren, um damit ihre eigentlichen Interessen verfolgen zu können.

von
Hans Kistner

Was mir gewaltig stinkt, daß ich als Westrentner mich weiter mit Minirentenerhöhungen zufrieden geben muß.

Die alten Mütter dagegen bekommen einen kräftigen Schluck aus der Flasche, die ich sogar mit meiner Mini-Rente auf Kosten zukünftig weiter geringerer Zuwachsraten bezahlen muß.

Ich bin darüber sehr verbittert. Ich hoffe nur, daß den Verantwortlichen hierfür bald mal der Schlag trifft. (Sorry)