< content="">

EM-Rentenanspruch

von
günther

Guten Tag,
hab ein Riesenproblem:
ich bin ein 57jähriger Langzeitarbeitsloser ohne Hartz IV oder anderer staatlicher Unterstützung.
Durch Unachtsamkeit wurde ich bei der Arbeitsagentur (ohne auch nur mal ein Wort darüber zu verlauten) abgemeldet. Leider merkte ich das erst 2 Monate später und da war das Kind dann auch
schon in den Brunnen gefallen.
Jetzt fehlen mir in meinen "Rentenansprüchen" diese 2 Monate, sodaß mein nspruch auf EM-Rente erloschen ist,auch kann ich durch diese Fehlzeit nicht mehr mit 60 in Rente gehen.

was kann ich tun?

von
Tom

60 geht in diesem Fall, wenn ein GdB von mind. 50% und eine Wartezeit von 420 Monaten erfüllt ist.

Sollte kein GdB vorliegen, könnten wir durch diese Fehlzeit ein Problem bekommen, denn die danach liegende Arbeitslosigkeit ohne Leistungsbezug wird nicht mehr angerechnet und zählt auch nicht mehr Zeitraumverlängernd für die Voraussetzung von 8 Jahren PB in den letzten 10 Jahren vor Rentenbezug.

Wenn das Arbeitsamt die fehlenden Monate nicht mehr melden will, funktioniert nur eines:

einen Minijob mit Verzicht auf die Versicherungsfreiheit für 1 Kalendermonat angemeldet sein und danach sofort wieder arbeitslos ohne Leistungsbezug melden, denn durch die Verzicht auf die Versicherungsfreiheit haben wir einen Pflichtbeitrag und die danach folgende Arbeitslosigkeit wäre wieder anrechenbar und Zeitraumverlängernd.

von
Günther

Bitte was ist ein GdB?
Einen Minijob habe ich, zahle aber keine freiw. Beiträge.
Wäre es besser und wie hoch wären diese dann?
Vielen Dank

von
Tom

Ein GdB ist ein Grad der Behinderung, bedeutet einen Schwerbehindertenausweis mit mind. 50%.

Bei dem Minijob, kann auf die Versicherungsfreiheit in der Rentenversicherung verzichtet werden. Bedeutet der Arbeitnehmer stockt den Pauschalbetrag von 15% des Arbeitgebers auf 19,9% aus dem Gehalt auf.

Allerdings hat der Verzicht Wirkung so lange dieser Minijob ausgeübt wird.

Aber wenn man dadurch den Rentenanspruch sichern kann....

Vielleicht am besten mal schnellstmöglich zu einer Auskunfts- und Beratungsstelle der DRV zu gehen um sich persönlich anhand ihres Versicherungsverlaufes beraten zu lassen.

Experten-Antwort

In Ihrem Fall ist eine persönliche Beratung in einer der Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung in Ihrer Nähe unbedingt empfehlenswert. Diese sind kostenfrei.