EM-Rentenantrag nach KK-Aussteuerung

von
Rudolf II

Hallo Forumsgemeinde,
da ich mich in einer sehr ülen Situation befinde und schier verzweifelt bin, bitte ich um Ihre Hilfe.

Ich in 57 Jahre und seit meinem 15. Lj. ununterbrochen berufstätig. Leider bin ich nun sehr krank geworden. Seit nunmehr 4 Monaten bin ich krankgeschrieben, weil ich an sehr starken Depressionen leide. Ich bringe diese insbesondere mit der Situation am Arbeitsplatz in Verbindung. Ständig schwebt die Kündigungsangst über mir, weil ich infolge anderer körperlicher Probleme nicht mehr so leistungsfähig wie früher bin.
Ich komme einfach nicht zur Ruhe, schlafe kaum noch und die innerlichen Spannungen lassen mich verzweifeln. Meine Ärzte sprechen von einem langen Heilungsprozess, verabreichen Psychopharmaka und machen mir wenig Hoffnung auf wesentliche Verbesserung meines Zustands. Ich bin wirklich sehr verzweifelt. Wie soll ich mich gegenüber der KK verhalten. Diese fragt an, ob ich je wieder arbeiten kann. Ich weiss es nicht. Wird man mich in EM-Rente schicken wollen? Wie wird es sein, wenn ich meine Arbeit wieder aufnehme und sodann die befürchtete Kündigung erfolgt? Ist ein EM-Rentenantrag sinnvoller als Arbeitslosigkeit?

Ich komme einfach nicht weiter. Da ich mich kaum aus dem Haus traue habe ich keinen Kontakt zu anderen Ratgebern.

Kann ich auf Ihre Hilfe hoffen? Ich danke vorab sehr herzlich für jeden Beitrag.

von
kA

Niemand hier kennt Sie in natura, Empfehlungen können daher nur vage sein. Vor einem Rentenantrag wäre sicher eine stationäre Reha oder, je nach Schwere der Erkrankung, ein Klinikaufenthalt sinnvoll. Die klinik hier sei z.B. toll:
http://www.lahnhoehe-psychosomatik.de/
Die Kasse wird sicher sehr bald zu einem Reha-/Rentenantrag drängen. Wenn Sie aber vorher selbst aktiv werden, können Sie eher aussuchen, was passiert!

von
jimmy

wenn es ihnen so schlecht geht wie sie schildern, sollten sie in jedem falle einen klinikaufenthalt in einer psychiatrischen fachklinik in betracht ziehen, da - in sehr schweren fällen - nur dort in stationärer und/oder teilstationärem ( Tagesklinik ) Aufenthalt, ihnen geholfen werden kann.

Das ist immer der 1. Schritt und der wichtigstigste, gerade auch um langfristig einen prozess in gang zu bringen.

alle paar wochen mal besuche bei einem niedergelassenem psychiater wird ihnen da auf sicht nicht helfen. eine schwere depression gehört in jedem falle in die hand einer fachklinik mit einer 24 stunden rund um die uhr betreuung und vor allem auch behandlung !

danach dann in jedem falle eine psychotherapie machen um alte strukturen zu brechen nund neue einzuleiten.

ansosnten müssen sie sich viiiel zeit geben. wie lange letztlich eine und speziell ihre depression benötigt um sich zu bessern, kann nie vorher gesagt werden. verläufe bis zu 1 jahr und länger sind aber durchaus denkbar. von heute auf morgen und jetzt auf gleich lässt sich eine depression nicht heilen. die depression ist ja auch nicht von heute auf morgen entstanden sondern in vielen vielen jahren. entsperechend dauert auch die heilung.

letztlich werden sie wenn sie dann nicht mehr erwerbsfähig ( und damit nicht mehr arbeiten können ) sind und von der kasse ausgesteuerrt wurden, eine em-rente beantragen müssen. sonst stehen sie ja ohne geld da. da diese em-renten aber immer sowieso nur befristet sein wird kann sich dann durchaus in 2-3 jahren eine andere - bessere - gesundheitliche sitation einstellen , wonach sie wieder arbeiten können.

ansosnten müssen sie ihr leben ändern - denn das was sie bisher gemacht haben ( auch ihre arbeit ) hat ja letztlich erst zur depression geführt. also ohne entscheidende änderungen im leben vorzunehmen ( dazu gehört vielleicht dann auch die aufgabe ihrer bisherigen arbeit ) wird sich eine depression niemals heilen lassen .

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Rudolf II,

so lange Sie krank geschrieben sind, haben Sie den Anspruch auf Krankengeld und ggf. nach dessen Wegfall auch noch einen Anspruch auf Arbeitslosengeld I. Allerdings ist es häufig der Fall, dass die Krankenkassen dazu auffordern, einen Antrag auf medizinische Rehabilitation bzw. auf eine Rente wegen Erwerbsminderung zu stellen. Dann müssen Sie dieser Aufforderung folgen. Ansonsten sind die Krankenkassen berechtigt, die Leistung einzustellen.
Ob es in Ihrem Fall empfehlenswert ist, zum jetzigen Zeitpunkt einen Antrag auf Rente wegen Erwerbsminderung zu stellen, kann leider hier nicht beurteilt werden.
Wie sich der Arbeitgeber verhält bzw. verhalten wird, kann von hier aus ebenfalls nicht geklärt werden.
Bitte lassen Sie sich ggf. durch Ihren Rentenversicherungsträger zu Fragen einer medizi. Rehabilitation bzw. einer Erwerbsminderungsrente beraten.