EM-Rentenantrag und Teilhabe am Arbeitsleben

von
donnerwand

Hallo,

ich habe vor einem Jahr einen Antrag auf EM-Rente gestellt (Depressionen, Burnout), habe jedoch noch ein Arbeitsverhältnis, das momentan ruht. Bin ausgesteuert und erhalte normales ALGI (nicht die Nahtlosigkeitsregelung).

Ich wurde von der DRV zu einem Gutachter geschickt, der eine erheblich gefährdete Erwerbsfähigkeit von 4 Std. festgestellt hat.
10 Monate später hat mich die DRV zur Belastungserprobung geschickt.
Diese 6 wöchige Maßnahme war nicht erfolgreich und es ging mir mit jedem Tag schlechter. Der Arzt wollte auch vorher abbrechen, aber ich hab durchgehalten bis zum Ende.

Wie stehen meine Chancen, dass ich wenigstens für eine gewisse Zeit - bis ich wieder gesund bin - eine EM-Rente beziehen kann. Kann mich die DRV zwingen nochmal in eine psychiatrische Klinik zu gehen?

Vielen Dank für Eure Hilfe

von
Erwin

Wenn Sie eine EM-Rente haben wollen hätten Sie 1. " 10 Monate später hat mich die DRV zur Belastungserprobung geschickt."
Diese Massnahme nie antreten sollen und 2. " Der Arzt wollte auch vorher abbrechen, aber ich hab durchgehalten bis zum Ende." auf jeden Fall abbrechen sollen. Was hat Sie da nur geritten ? Dann hätten Sie die Rente schon längst.

In eine psychiatrische Klinik kann Sie die DRV nicht " zwingen " . Eventuell wäre einer Behandlung dort und wenn Sie weiter akut erkrankt sind aber für ihre weitere Genesung von Vorteil.

Fragen Sie doch einfach mal telef. Beo ihrer RV nach wie Stand der Bearbeitung des Antrages ist. Wer soll sonst dazu was sagen ?

von
Schade

Über die Chancen im EM Verfahren zu spekulieren, bringt im Forum eher wenig.

Was würde es Ihnen bringen, wenn ein user Ihnen mitteilt, dass Sie eine oder auch keine Chance haben?

Zwingen kann die DRV Sie zu nichts. Es könnte jedoch sein, dass ein Antrag wegen fehlender Mitwirkung abgelehnt wird

von Experte/in Experten-Antwort

Sind die persönlichen (und versicherungsrechtlichen) Voraussetzungen für Leistungen zur Teilhabe erfüllt, sind gemäß dem Grundssatz „Reha vor Rente“ diese Leistungen vorrangig zu erbringen. Die persönlichen Voraussetzungen liegen vor, wenn die Erwerbsfähigkeit eines
Antragstellers wegen Krankheit oder Behinderung

von Experte/in Experten-Antwort

Sind die persönlichen (und versicherungsrechtlichen) Voraussetzungen für Leistungen zur Teilhabe erfüllt, sind gemäß dem Grundssatz „Reha vor Rente“ diese Leistungen vorrangig zu erbringen. Die persönlichen Voraussetzungen liegen vor, wenn die Erwerbsfähigkeit eines
Antragstellers wegen Krankheit oder Behinderung
erheblich gefährdet oder bereits gemindert ist und
diese Gefährdung durch die Leistung zur Teilhabe voraussichtlich abgewendet bzw.
verhindert oder eine Minderung wesentlich gebessert, wiederhergestellt oder eine
wesentliche Verschlechterung verhindert werden kann.
Die Prüfung der Rehabilitationsbedürftigkeit, der Rehabilitationsfähigkeit und der
Rehabilitationsprognose unter Berücksichtigung des Rehabilitationszieles erfolgt durch den
ärztlichen Dienst des Rentenversicherungsträgers. Rehabilitationsbedürftigkeit ist dann
gegeben, wenn eine geminderte oder erheblich gefährdete Leistungsfähigkeit vorliegt.
Rehabilitationsfähigkeit heißt, der Antragsteller muss für Leistungen zur Teilhabe
ausreichend belastbar sowie motiviert und in der Lage sein, aktiv bei der Rehabilitation
mitzuarbeiten. Die Rehabilitationsprognose ist eine Beurteilung der Wahrscheinlichkeit, mit
der ein angestrebtes Rehabilitationsziel zu erreichen sein wird. Das Ziel muss dabei
überwiegend wahrscheinlich sein.

Insofern ist es durchaus möglich, dass Ihnen der Rentenversicherungsträger vor einer Entscheidung über Ihren Rentenantrag erneut eine Rehabilitationsmaßnahme anbietet.

von
donnerwand

Zitiert von:

Insofern ist es durchaus möglich, dass Ihnen der Rentenversicherungsträger vor einer Entscheidung über Ihren Rentenantrag erneut eine Rehabilitationsmaßnahme anbietet.

Die "Maßnahme" Belastungserprobung hat meinen Zustand ja verschlimmert und eine Reha ist derzeit auch nicht denkbar.
Und eine Akkutklinik ist ja keine Reha.
Ich bin also so schlau wie vorher.
Die Ideen der DRV gefährden meine Gesundheit noch zusätzlich.

von
KSC

Dass Sie so schlau sind wie vorher ist zwar bedauerlich.

Andererseits aber klar, weil sich die gestellte Frage für ein Forum schlichtweg nicht eignet - was individuell bei Ihnen rauskommt, entscheidet Ihr RV Träger im Einzelfall. Ebenso ob weitere medizinische Maßnahmen oder Gutachten nötig sind.

Forenteilnehmer können allenfalls spekulieren - und das kann Ihnen konkret nicht weiterhelfen (ist bei nüchternem Nachdenken eigentlich sonnenklar).

von
Erwin

" Und eine Akkutklinik ist ja keine Reha."

Ja das ist zwar war , nur verhilft ihnen der Aufenthalt unter Umständen zur EM-Rente. Und zwar aufgrund der ärztklichen Berichte die dann dort über Sie erstellt werden.

Sie scheinen wirklich sehr unwissend das Thema EM-Rente angegangen zu sein.