EM-Rentenverlängerung

von
DLM

Ich beziehe seit 6 Jahren volle EM-Rente auf Zeit
(medizinische Gründe)
Verlängerung beantragt mit div.fachärztlichen Berichten.
Die Verlängerungen waren bisher ohne Probleme
Jetzt kommt der Hinweis des Rentenversicherungsträgers, dass es Monate dauern kann bis ein Gutachter beauftragt werden kann.(Corona)
Was kann man da tun?

Experten-Antwort

Hallo DLM,

so wie Sie den Sachverhalt schildern, scheint sich Ihr Beschwerdebild verändert zu haben. Wenn Ihnen konkret mitgeteilt wurde, dass eine Begutachtung erforderlich ist, sind Sie hierzu im Rahmen Ihrer Mitwirkungspflichten verpflichtet.

Erfolgt die Begutachtung voraussichtlich nach dem Zeitpunkt des Wegfalls der bisherigen Zeitrente können Sie mit entsprechendem prozessualen Risiko eine einstweilige Anordnung für die Weiterzahlung der Rente beim Sozialgericht beantragen.

Zuvor sollten Sie jedoch im direkten Gespräch mit Ihrem Rentenversicherungsträger unter Hinweis auf die Corona-Situation versuchen eine zunächst kurze Weiterzahlung zu erreichen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam der Deutschen Rentenversicherung

von
Grisu

Hallo DLM,
ich habe genau die gleiche Situation. 2x wurde Rente weiterverlängert u jetzt nach dann 6 Jahren EM diese Begutachtung, auch mit dem Hinweis, dass Termin erst nach Ablauf von mehreren Monaten vergeben werden kann. Bei mir ist nicht mal eine Fachrichtung angegeben, was es denn für ein Gutachter ist.

@Experte: ja bei mir hat sich das Krankheitsbild geändert, weiter verschlechtert u chronifiziert. Wenn man als DRV weiß es ist Corona, ich muss soviel dadurch beachten, ich habe wahnsinnig viele Neuanträge vorliegen, ich habe eigentlich gar nicht genug Personal.... kann man dann hier nicht wenigstens um 1 Jahr verlängern um die ganze Situation etwas zu entzerren?

Ich werde auf alle Fälle um Weiterzahlung bitten, denn ich kann auch nichts für diese Situation. Von mir wird Mitwirkungspflicht gefordert, ja gerne, mach ich, aber dann halt auch von der DRV, dass sie die Termine zeitnah vergeben!

Experten-Antwort

@Experte: ja bei mir hat sich das Krankheitsbild geändert, weiter verschlechtert u chronifiziert. Wenn man als DRV weiß es ist Corona, ich muss soviel dadurch beachten, ich habe wahnsinnig viele Neuanträge vorliegen, ich habe eigentlich gar nicht genug Personal.... kann man dann hier nicht wenigstens um 1 Jahr verlängern um die ganze Situation etwas zu entzerren?

Die sozialmedizinische Beurteilung ist bei den Rentenversicherungsträgern unterschiedlich organisiert. Ungeachtet dessen haben sich alle Träger darauf verständigt die Corona Lage angemessen zu berücksichtigen. Die Umsetzung erfolgt durch die Träger. Aber auch hier nochmal der Hinweis sich nach Möglichkeit mit dem zuständigen Rentenversicherungsträger in Verbindung zu setzen.

von
Grisu

Ja klar mache ich das, falls ich vor Ablauf der Rente keinen Termin kriege.

ABER: Ich habe bei Erhalt des Briefes bei der zuständigen Dame angerufen, weil ich wissen wollte wo denn die Begutachtung wäre u welche Fachrichtung es ist. Die Antwort von ihr war in sehr unfreundlichem Ton: steht doch drin, dann hat sie gelacht u aufgelegt. Für mich geht es auch um Wegfähigkeit und Organisation dorthin, wo auch immer es dann sein wird. Bei der Dame wäre auf alle Fälle mal eine Schulung bezüglich Kundengespräche nötig.

Also da werd ich garantiert nicht mehr anrufen u auch keinen Brief hin schreiben, weil ich bedenken hätte, dass ich da Antwort bekäme.

Ist es möglich die Anfrage auf Weiterzahlung an die Abt zu schicken, wo man den Rentenantrag stellt?

Experten-Antwort

Ist es möglich die Anfrage auf Weiterzahlung an die Abt zu schicken, wo man den Rentenantrag stellt?

Ja, das ist auch sinnvoll, da letztlich immer die Verwaltung über einen Anspruch bzw. Antrag entscheidet.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam der Deutschen Rentenversicherung

von
Grisu

@Experte
Vielen Dank für die Antwort!

@DLM
Ich drück die Daumen, dass es bei uns beiden gut klappt und alles Gute!

von
DLM

wenn die Rentenversicherung nicht in der Lage ist einen Gutachter
zu beauftragen, dann liegt es nicht an mir.
Ich habe den Antrag zur Verlängerung bereits im Oktober gestellt.
Die Verschlechterung meines Gesundheitszustandes wurde durch die Facharztberichte belegt.
Weder die Hotline noch der Sachbearbeiter ist telefonisch erreichbar. Auf schriftliche Anfragen erfolgt auch keine Rückmeldung.

von
Oh Mann

Zitiert von: DLM
wenn die Rentenversicherung nicht in der Lage ist einen Gutachter
zu beauftragen, dann liegt es nicht an mir.
Ich habe den Antrag zur Verlängerung bereits im Oktober gestellt.
Die Verschlechterung meines Gesundheitszustandes wurde durch die Facharztberichte belegt.
Weder die Hotline noch der Sachbearbeiter ist telefonisch erreichbar. Auf schriftliche Anfragen erfolgt auch keine Rückmeldung.

Mag ja sein, aber was soll man denn hier im Forum für Sie tun oder wollen Sie nur mal ausheulen?

von
Yps

Zitiert von: DLM
wenn die Rentenversicherung nicht in der Lage ist einen Gutachter
zu beauftragen, dann liegt es nicht an mir.
Ich habe den Antrag zur Verlängerung bereits im Oktober gestellt.
Die Verschlechterung meines Gesundheitszustandes wurde durch die Facharztberichte belegt.
Weder die Hotline noch der Sachbearbeiter ist telefonisch erreichbar. Auf schriftliche Anfragen erfolgt auch keine Rückmeldung.

Guten Abend,
als, erstes möchte ich sagen, dass mir ihre Situation sehr leid tut.

Zumal sie nichts für die Situation können.

Leider ist es schon länger so, dass die, DRV vorgibt, es liegt an Corona, dass, es, länger dauert mit Begutachtung.

Muss man es, verstehen?
Alle Ärzte arbeiten, die, Praxen sind offen... Hhhmmm.... Nicht mehr und nicht weniger als *vor Corona*

Wenn die DRV sagen würde, es gibt zu wenig Gutachter bzw es, sind aktuell sehr viele Menschen die zu einer Begutachtung müssen, dann könnte man das noch nachvollziehen.
Obwohl natürlich ihr Problem nicht lösen würde.

Was ich vom Gesetzgeber nicht verstehe, ist =
Verlängerung rechtzeitig beantragt, aktuell und evtl bis Ablauf der Rente nicht möglich... Jetzt steht der EM Rentner mit leeren Händen da, weil evtl. sonstige Sozialleistungen nicht greifen?

Hhhmmm.. Kann sowas sein.
Der Antragsteller ist unverschuldet und kommt in eine Notlage, die er evtl nicht mehr stemmen kann.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie keinesfalls in so eine Lage kommen.

Vielleicht könnten Sie sich bei einem Sozialverband wie VdK etc. Unterstützung holen.
Das würde ich Ihnen empfehlen.

Alles Gute
Yps

von
Tja

Manchmal habe ich den Eindruck, dass nur eine Seite zur Mitwirkung verpflichtet ist- der Rentenbezieher/ Antragsteller.
Wahrscheinlich hilft nur die Beschwerde, denn wer bezahlt denn die Mitarbeiter der RV?

von
Augen auf

Zitiert von: Tja
Manchmal habe ich den Eindruck, dass nur eine Seite zur Mitwirkung verpflichtet ist- der Rentenbezieher/ Antragsteller.
Wahrscheinlich hilft nur die Beschwerde, denn wer bezahlt denn die Mitarbeiter der RV?

In der Zwischenzeit zahlt immer mehr der Steuerzahler, da die Beiträge schon lange nicht mehr ausreichen um das Leistungsspektrum der Rentenversicherung auszugleichen. Immer weniger Beitragszahler und immer mehr Leistungsempfänger mit immer längeren (Rentenzahlung) und höheren Ansprüchen (Rehabilitation). Mal darüber nachdenken, wie das noch zusammenpasst. Da werden in der Zukunft noch viele unangenehme Leistungskürzungen und Ablehnungen auf Versicherte zukommen. Da muss man auch nichts schönreden (was die Politiker ja perfekt beherrschen).
Es wird immer schwerer werden seine Ansprüche geltend zu machen, ohne oder auch mit Rechtsbeistand. Viel Erfolg dabei!

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