EM-Zeit/Rente Kinder bekommen-berufl.Reha? - und noch mehr fragen.

von
DoMiNo

Hallo,
ich habe mal eine Frage. Ich bekomme die volle EM-Rente seit 02/2007, Antrag war Rehaantrag(08/2006), bis dieses Jahr war sie stets befristet. Nun ist sie unbefristet. In dieser Zeit habe ich noch 2 Kinder bekommen (2009 und 2010), eins war schon etwas Älter (2000).
werden die beiden letzten Kinder überhaupt noch berücksichtigt? Zu dem Zeitpunkt war ich ja schon Rentnerin. Ich habe zwar die Briefe bekommen wo drin steht, das sie angerechnet werden..... aber worauf? Wird die EM-Rente dadurch neu berechnet und wird mehr? Und passiert das von alleine oder muss man das beantragen?

Dann habe ich noch eine Frage. Ich bin noch recht jung und eigentlich hatte ich bisher immer noch gehofft auch irgendwann mal wieder arbeiten zu können.

Da ich ja die Rente jetzt unbefristet bekomme, wäre es dennoch möglich zu einem späteren Zeitpunkt eine berufl. reha machen zu können? Derzeit glaube ich nicht dran, aber ich hoffe wirklich, das es mir bald so gut geht.
Und..... wenn ich dann einen Versuch wage wieder ins Berufsleben zu starten und ich scheiter - dann habe ich ja keinen Anspruch mehr auf eine Rente weil ja die Wartezeit ja von vorne beginnt..... richtig? Bzw. bekomme ich ja dann noch viel weniger als jetzt.?

Man könnte meinen man ist froh drüber nach etlichen JAhren befristet die unbefristete REnte zu bekommen, aber die Angst das diese ganz schnell wieder gestrichen wird ist da und dann steh ich komplett ohne gar nichts da?

puh, viele Fragen.... ich hoffe und freue mich auf Antwort. In eine Beratungsstelle zu gehen ist mir derzeit noch nicht möglich....
Mfg
DoMiNo

von
Schade

Bei der jetzigen Rente werden die beiden jüngsten Kinder nicht berücksichtigt, weil die Erziehung nach dem Eintritt der Erwerbsminderung liegt. Sie werden bei einem späteren Rentenfall (Alter, Tod, neue Erwerbsminderung nach Wegfall der bisherigen Rente) berücksichtigt.

Eine berufliche Reha kann dann genehmigt werden, wenn dadurch die Chance besteht wieder zu arbeiten und dass die Rente wegfallen kann - da heißt es einfach abzuwarten wie sich Ihre Krankheit entwickelt.

Wenn Sie wieder arbeiten können und dann erneut erwerbsgemindert werden, müssen dann wieder die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen vorliegen. Das sollte zumindest in den nächsten 7 Jahren nicht gefährdet sein, weil bis 2020 Berücksichtigungszeiten für Kindererziehung vorliegen sollten; im übrigen geht solange Sie Rentnerin sind der Versicherungsschutz nicht verloren.

Sie sollten sich momentan um Ihre Kinder und um Ihre Gesundheit sorgen und nicht über ein mögliches "hätte, wenn und aber mit der Rente", zumal heute auch keiner weiß wie sich die Gesetze und alles entwickeln.

von Experte/in Experten-Antwort

Bei Erwerbsminderungsrenten werden die rentenrechtlichen Zeiten bis einschließlich des Leistungsfallmonats zur Berechnung herangezogen, ergänzt durch die Zurechnungszeit bis zum 60.Lebensjahr. Enstehen neben der lfd. Rente erneut Beitragszeiten durch Beschäftigungen oder Kindererziehung werden diese bei einem späteren Leistungsfall zusätzlich berücksichtigt. Sollten Sie schwerbehindert sein (50% GdB oder mehr) käme die Altersrente für schwerbeh. Menschen in Frage. Sofern nicht wird in jedem Fall in die Regelaltersrente umgewandelt.
Der Rentenbezug schließt nicht unbedingt Rehaleistungen aus. Es werden Leistungen erbracht, wenn die Wahrscheinlichkeit bei größer 50% liegt, dass die Erwerbsfähigkeit wesentlich gebessert oder wieder hergestellt werden kann. Es sind Einzelfallprüfungen.
Gehen Sie einfach arbeiten neben der Rente, findet die Einkommensanrechnung statt, ggf. geht die Rente bis auf Null Euro runter. Bei voller EM auf Dauer würde bei Wegfall des Einkommens der bisherige Status wieder eintreten, die Rente "lebt wieder auf". Daneben wird allerdings überprüft, in welchem Umfang Sie arbeiten. Die Folge könnte - bei zu viel Arbeit - sein, dass man den Status "volle EM" abändert auf "teilweise EM". Sie werden aber icherlich zunächst mit einer Teilzeitbeschäftigung beginnen. Zu dem Zeitpunkt sollten Sie genaueres in unserer Beratungsstelle erfragen.