EMR -

von
Toffifee

Hallo,

Kurz erst einmal zu mir. Ich leide an angoraphobie mit panikstörung. Dieses ist auch mehrfach durch Gutachten belegt. Zudem bin ich in Pflegegrad 1. Ich habe im Januar 2018 einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt bis dato weder abgelehnt noch bewilligt wurde. Meine Gutachten liegen der Rentenkasse selbstredend vor. Nun erhielt ich einen Termin zur Begutachtung von der medizinischen Stelle der Rentenversicherung. Ich habe mich demnach telefonisch sofort gemeldet und erfragt, wie ich es bitte anstellen soll, einen Termin ausser Haus war zu nehmen, wenn genau dieses ja eben mein Krankheitsbild ist, warum ich eben Erwerbsminderungsrente beantragen muss. Die Dame aus der Medizinischen Stelle erklärte mir sodann, dass ich nicht zum Termin erscheinen muss und sie dem zuständigen Arzt die Akte mit dem vermerk nochmals vorlegt. Nach 6 Wochen erfragte ich den Sachstand nochmals, weil ich überhaupt nichts mehr gehört habe.am erklärte mir in der medizinischen Abteilung, dass die Akte zum Sachbearbeiter zurück gegangen sei und ich doch bitte dort um weitere Auskünfte bitten kann. Ich rief den Sachbearbeiter an und dieser erklärte mir, meine Akte sei beim Juristen, dass könnte schon etwas dauern. Nach 3 Monaten, wo ich wieder nichts erfahren habe, rief ich wieder meinen Sachbearbeiter an und erfragte den Zwischenstand. Dieser erklärte mir sodann, meine Akte sei nochmals zur medizinischen Abteilung, und nur diese könnten mir weiter helfen. Ich rief sodann in der medizinischen Abteilung an und erfragte den Sachstand. Die Dame erklärte mir, dass die medizinischen Dinge alle abgeschlossen sei und die Akte wieder zum Sachbearbeiter sei.da die Akte schon längst dem Sachbearbeiter wieder hätte vorliegen müssen, rief ich dort nochmals an. Es wurde sodann nach meiner Akte gesucht, 2 Tage später rief ich mich als an, ob meine Akte nun endlich aufgetaucht sei. Zum Glück war meine Akte nun da und mir wurde zugesichert das sie nun auch bearbeitet wird. Nach 7 Wochen rief ich nochmals bei der Sachbearbeitung an und erfragte wieder den Sachstand. Nun wurde mir wieder gesagt, daß die Akte zur medizinischen Stelle gesendet wurde und ich dort nachfragen könnte. Ich rief sodann in der medizinischen Stelle an und fragte nach dem Sachstand. Mir wurde erklärt, dass man mir einen Taxi Gutschein zusenden würde um zu einer Begutachtung zu kommen. Ich fragte ob man sich meine Gutachten die ich vorgelegt habe einmal durchgelesen hat, mein Problem ist, dass ich nicht in wer Lage bin saß Haus zu verlassen, das ich an panikstörung leide usw. Sodann und das fand ich mehr als frech würde mir gesagt, ich muss ja mitwirken ansonsten kann es nunmal lange dauern. Natürlich wirke ich mit, aber ich bin erkrankt und darum ja gezwungen Rente zu beantragen. Aber man wird dem Arzt nochmals meine Akte vorlegen und es vermermerken das ich psychisch krank sei. Ich fragte mich in diesem Moment, ist das der Ernst, wozu sendet man 3 Gutachten ein wenn sich dieses niemand ansieht. Nun warte ich schon wieder 3 Monate und nix passiert, dass kann doch nicht sein.

Gibt es überhaupt keine Möglichkeit, muss man wirklich so mit sich umgehen lassen.

von
XYZ

Ich denke mal, dass Sie bei dem Vordruck R0210, in dem die medizinischen Dingen angegeben werden müssen, vergessen haben die Frage "Sind Sie aus gesundheitlichen Gründen daran gehindert, zur ärztlichen Untersuchung zu kommen" entsprechend zu beantworten.
Grundsätzlich ist jeder Antragstellung zur Mitwirkung verpflichtet. Allerdings ist es in diesem speziellen Fall so, dass die ärztliche Stellungnahme nach Aktenlage erfolgen sollte.

Rufen Sie bitte nochmals beim Sachbearbeiter bzw. dessen Vorgesetzen an und schildern Sie nochmals das Problem. Dass das "einfach so" unter den Tisch fallen gelassen wurde kann ich mir zwar nicht vorstellen, aber hier dürfte dann doch Abhilfe geschaffen werden.

Experten-Antwort

Hallo Toffifee,

so wie Sie das schildern, hört sich das wirklich nicht optimal an. Nur leider sehe ich auch keine Möglichkeit, Ihnen hier im Forum zu helfen. Sie sollten noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage sind, einen Gutachter aufzusuchen und damit Ihren Mitwirkungspflichten nachzukommen (vielleicht besser schriftlich, wenn Sie bisher am Telefon keinen Erfolg hatten?). Möglicherweise wäre ja im Ausnahmefall auch ein Hausbesuch eines Gutachters möglich, aber das muss bei dem für Sie zuständigen Rententräger geprüft werden.