EMR-Antrag

von
keineahnung

Guten Tag,
mein EM-Antrag ist abgelehnt worden.Jetzt habe ich die Unterlagen erhalten. U.a. hat mein befragter Arzt einen Bogen so unleserlich ausgefüllt, dass keiner ihn lesen kann. Er hat einen Befundbericht beigefügt, in dem es um eine Behandlung ging die nicht Renten-relevant ist.
Außerdem hat er die Diagnosen aufgeführt, die im Laufe der Behandlungszeit bei ihm behandelt wurden. Er hat immer zu Beginn der Diagnosestellung hinter der Diagnose das V für Verdacht auf gesetzt. Wenn er dann eine endgültige Diagnose hatte, hat er das V in seinem PC und in den krankenakten nicht entfernt.
Nun ist in der Rentenablehnung auch von diesen "V"-Diagnosen ausgegangen worden, z.B. leichte depressive Episode (V) aus 2007, die sich mittlerweile zu einer Depression entwickelt hat...das hat er jetzt natürlich nicht der DRV mitgeteilt.
wie kann ich jetzt noch dagegen "angehen" - Widerspruch läuft...soll das in der Begründung für den Widerspruch mit aufgeführt werden? Nutzt das, wenn der Arzt jetzt einen neuen Bericht anfertigt, der der Wahrheit entspricht? oder wird das nur als Gefälligkeit angesehen?
Vielleicht können sie mir ja ein wenig helfen.
Danke.
Gruß
keineahnung

von
Alle zweckdienlichen Unterlagen einreichen

Selbstverständlich sollten Sie alle verfügbaren (medizinischen) Unterlagen einreichen, die der weiteren medizinischen Klärung dienen! Dazu gehört selbstverständlich auch der Befundbericht Ihres behandelnden Arztes, sofern sich durch diesen neue Sachverhalte ergeben! Sollte Ihr behandelnder Arzt ebenfalls der Meinung sein, der Antrag sei zu Unrecht abgelehnt worden, kann er zusätzlich eine schriftliche Stellungnahme abgeben.

Viel Erfolg!

von
Christian

Den Widerspruch haben Sie selbst eingelegt ?

Wenn Sie ihre Erfolgsaussichten erheblich steigern wollen , empfehle ich Ihnen die Widerspruchsbegründung jetzt durch den VDK/SovD oder einen versierten Fachanwalt
für Sozialrecht vornehmen zu lassen.

Ihr Arzt scheint ja eine richtige " Blitzbirne " zu sein, wenn man das so liest, was er alles falsch gemacht hat.
Mehr Fehler kann man ja als Arzt schon bald gar nicht mehr machen und das alles zu Lasten des Patienten - Toll !

In der Widerspruchsbegründung muss dann u.a. natürlich auch der von ihnen geschilderte fehlerhaft ausgefüllte Befundbericht explizit Erwähnung finden.

Die RV wird dann wahrscheinlich diesen Arzt noch einmal um einen
- leserlichen und korrekteren- Befundbericht bitten und dieser fliesst dann auch mit absoluter Sicherheit in die Entscheidungsfindung mit ein.

Weitere Massnahmen wie eine Begutachtung oder sogar eine Reha sind natürlich auch im Widerspruchsverfahren denkbar.

Wichtig ist auch, das ihrerseits jetzt im Widerspruchsverfahren NEUE ärztliche Unterlagen beigebracht werden.

Möglichst viel und von möglichst vielen verschiedenen Fachärzten.

Ich würde mich da auch nicht auf die RV verlassen, sondern den Arzt schon jetzt - unabhängig von einer eventuellen Befundsberichtanforderung durch die RV - um einen ordentlichen Bericht bitten und diesen der RV dann sofort zukommen lassen.

Wenn die RV dann nochmal einen anfordert ist das ja deren Problem...

Man sollte also auch selbst aktiv werden und sich nicht allein darauf verlassen, das die RV schon die richtigen Schritte einleitet.

Ich hab z.b. in meinem EM-Verfahren die RV regelrecht mit immer wieder neuen ärztlichen Berichten regelrecht
" bombardiert " und dies war am Schluss auch von Erfolg gekrönt.

Aus alledem ( alten und vor allem den neuen med. Unterlagen ) wird dann letztlich eine Entscheidung im Widerspruchsverfahren fallen.

von
keineahnung

Hallo,
na klar habe ich die Angelegenheit bereits einem Fachanwalt übergeben.
Morgen werde ich mir auch einen Termin bei dem Arzt geben lassen und um einen neuen Befundbericht bitten - anschliessend werde ich mit dem Rechtsanwalt sprechen.

von
Christian

Na dann läuft doch alles.