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EMR / Rehaablehnung

von
Ingo

Hallo,

ich habe im August diesen Jahres, auf ärtzliches Anraten die EM Rente beantragt.

Voher habe ich nach Aufforderung der KK einen Rehaantrag gestellt der abgelehnt wurde.

Ich bin seit dem 04.07 Krnkgeschrieben und bereits ausgesteuert.

Gegen die Rehaablehung habe ich Widerspruch eingelegt und ein Schreiben meiner Ärztin beigelegt.

Jetzt kam erneut die Ablehung des Widerspruchs.

Genauer Wortlaut:

Unter Berücksichtung der von Ihnen vorgetragenen Einwände sowie der vorliegendnen Medizinischen Unterlagen wurde festgestellt, dass ihr Gesundheitszustand keine Gewährung von Leistungen zur medizinischen Rehabilitation rechtfertigt. Die bei Ihnen festegestellten Gesundheitsstörungen-schwere Deprssion aufgrund schwerer Traumata- erfordern eine stationäre Behandlung in einer Fachklinik, danach eine regelmäßige ambulante Psychotherapie.
Auch das von Ihnen eingereichte Schreiben Ihres Facharztes hat keine weiteren Gesundheitstörugen ergeben die eine Reha rechtfertigen.

Daher kann dieDRV für Sie keine Leistungen erbringen.

Heist das jetzt ich bin zu krank für eine Reha?

Und wie wirkt sich das auf das parallele Rentenverfahren aus?

Denn es heist doch Reha vor Rente. Und wenn ich für diese zu krank bin?

von
Corletto

Aufgrund des ablehnenden
Widerspruchsbescheides hätten Sie jetzt die Möglichkeit
innerhalb 1 Monats eine Klage vor dem Sozialgericht einzureichen.

Tun Sie dies aber bitte nicht selbst , sondern nur mit Unterstützung des VDK/SOVD oder gleich eines Fachanwaltes für Sozialrecht. Sie werden sonst defintiv keinerlei Chancen haben so ein Verfahren zu gewinnen.

Ob in ihrem Falle allerdings so eine Klage anzuraten wäre,
ist mindestens zweifelhaft.

Denn die Zuerkennung einer EM-Rente bedingt n i c h t automatisch eine zuvor absolvierte Rehamassnahme.

Persönlich interpretiere ich den Bescheid der RV dahingehend, das eine med. Reha derzeit und bis auf weiteres sinnlos erscheint, da erstmal akut medizinische Massnahmen zur Behebung/Bewsserung ihrer Erkrankung ergriffen werden sollten.

Sie sind also zu krank für eine Reha.

In dem Fall wäre eine Rehamassnahme auch defintiv für Sie gesundheitlich eher kontra produktiv und ich würde auch davon abraten.

Das paralell laufende Rentenverfahren läuft jetzt erstmal ganz normal weiter
und geht sein Gang.

Eventuell werden Sie noch begutachtet und dann wird entschieden ob Sie eine befristete EM-Rente bekommen oder nicht.

Grundsätzlich haben Sie nach
1,5 Jahren der durchgehenden Krankschreibung, Ablehung einer Reha aus med. Gründen wegen geringer Erfolgsaussichten sowie aufgrund ihrer psychischen Erkrankung/en zumindest eine gute Chance eine EM-Rente zu erhalten.

von
Ingo

@Corletto Vielen dank!

Sie schreiben, dass ich im zuge des Rentenverfahres, eventuell noch begutachtet werde.

Das würde jedoch implizieren, dass sich die DRV bezüglich meiner gesundheitlichen Verfassung nicht sicher wäre.

Und dann lehnt die DRV ohne vorherige eigene Begutachtung eine Reha ab?

Ich habe zwei Gutachten (MDK u. Privatgutachten BUZ) eingereicht, die beide das Krankheitsbild bestätigen.

Das Rentenverfahren läuft seit August. IUnd der Vollständigkeit halber, ich habe einen GDB von 50%.

von
Corletto

Rehaantrag und Rentenantrag sind 2 im Prinzip völlig verschiedene Dinge und werden unabhängig von einander von verschiedenen Personen und Abteilungen im Hause der großen Mammutbehörde namens Rentenversicherung bearbeitet.

Darum weiß manchmal die linke Hand nicht , was die rechte Hand gerade veranlasst, beauftragt, geschrieben hat...

Darum kommt es auch manchmal für Außenstehende
zu kuriosen Überschneidungen/Nachfragen etc. , wenn diese 2 Anträge GLEICHZEITIG laufen.

Also eine Begutachtung seitens der RV bei &#34; nur &#34;
einem Rehaantrag ist ( auch aus Kostengründen ) unüblich
und wird auch wohl nur in absoluten Ausnahmefällen gemacht.

Bei einem EM-Rentenantrag ist jedoch eine gesonderte - durch einen von der RV beauftragten Facharzt/Gutachter - der Normalfall.

Kenne persönlich niemanden der ohne Begutachtung eine EM-Rente erhalten hat...

Es sei denn , die med. Diagnosen/Beschwerden/Einschränkungen sind klar, eindeutig und unwiderlegbar definiert. Dies ist aber in den wenigsten Fällen so.

Aber im Gegensatz dazu, kenne ich einige Leute die ohne Rehamassnahme sofort die EM-Rente bekommen haben ( mit Begutachtung natürlich ) ....

MDK und/oder BUZ Gutachten werden seitens der RV nicht anerkannt und spielen darum bei der Entscheidung seitens der RV keine oder nur eine ganz ganz geringe Rolle.

Die RV möchte gerne EIGENE ( im Auftrag der RV tätige )Gutachter beauftragen und von denen ein sozial -medizinisches Gutachten haben.

von
Karl-Heinz

Hallo Ingo,
den Selben Ablauf hatte ich auch.
Die von der KK gewollte Reha wurde seitens der DRV mit den gleichen Argumenten
im Mai abgelehnt und der parallel eingereichte EM Antrag im September auf volle EM
beschieden.
War auch bei einem Gutachter, der mir volle EM auf Dauer bestätigte.
Bitte nimm alle positiven Unterlagen die für dich sprechen zum Termin mit (sehr wichtig).
Die Reha hak erst mal ab und konzentrier dich auf dein Rentenverfahren.
Wünsche dir viel Glück.
Karl-Heinz

von
Corletto

Ergänzen möchte ich noch, das ich ihnen raten würde, beim VDK/SOVD oder einem Fachanwalt abzuklären, inwieweit eine Klageerhebung wegen der abgelehnten Reha,
alleine aus taktischen Gründen
sinnvoll ist oder eben nicht.

Aus med. Gründen ist Sie sicher derzeit nicht sinnvoll.

Aber um im parallel laufendem EM-Verfahren &#34; gute Karten &#34; zu haben, KÖNNTE eine Klageerhebung durchaus von Vorteil sein. Andererseits könnte es dadurch aber auch zu Verzögerungen im weiteren EM-Verfahren kommen.

Aber wie gesagt, dies muss und kann ihnen Einzelfall abhängig nur ein juristischer Fachmann sagen.

von
Ingo

@Corletto Q Karl-Heinz

Vielen dank für eure Antworten, jetzt bin ich ein wenig schlauer.

Na ja, dann warte ich mal auf die DRV und spreche mal beim VDK (Bin Mitglied) vor.

von
Karina 13

@corletto,
doch, ich habe meine EMR bekommen ohne je ienen Gutachter gesehen zu haben. Das erste Rentenverfahren dauerte genau 6 Wochen , bewilligt auf 3 jahre und die Verlängerung genau 11 Tage. War ein glatter Durchmarsch. Bin auch ganz froh drüber. Ich kann mich über die Arbeitsweise der DRV nur freuen.
LG und einen schönen 3. Advent Karina13

von
Ingo

@ Karina 13

Auch Ihnen vielen dank!

von
Corletto

@Karina 13
Ausnahmen bestätigen die Regel !

Das ist natürlich super wie es bei Ihnen gelaufen ist. Gratuliere.
Aber wahrscheinlich war die Sachlage in ihrem Fall eben klar und eindeutig.

Denke von so einer Abwicklung eines EM-Antrages träumen die meistens..
- leider aber wohl vergeblich !

von
Rosanna

Sie haben mit all Ihren Beiträgen vollkommen recht.

Eine Reha-Maßnahme wird aus diesen genannten Gründen fast immer abgelehnt. Denn eine Reha-Maßnahme soll KEINE Krankenbehandlung ersetzen, sondern NACH Abschluß einer solchen surchgeführt werden. Würde man die med. Reha-Maßnahme KUR nennen (was sie im Prinzip ist), wäre für den Betroffenen eher klar, dass einem dort keine Krankenbehandlung widerfährt... ;-))

Wenn jemand in der Reha erkrankt, kommt er auch ins Krankenhaus.

@Ingo

Ich würde gegen den ablehnenden Reha-Bescheid KEINEN Widerspruch einlegen, da bereits ein Rentenverfahren anhängig ist. Die Ärzte der DRV schätzen dann wirklich oftmals das Leistungsvermögen als zumindest zur Zeit vermindert ein und es gibt vielleicht eine Rente auf Zeit.

MfG Rosanna.

von
KSC

und ein Widerspruch / Klage gegen die Reha wird auf jeden Fall Ihr Rentenverfahren verlängern, weil selbst die wohlmeinendste Verwaltung nicht weiß, ob der liebe Kunde eine Reha oder eine Rente anstrebt und auf jeden Fall die Akte weitere Wege zurücklegt???

Bei Ihrer Frage lieber Ingo ist für mich im übrigen nicht zu erkennen, ob Sie eine Reha anstreben (mit dem Ziel wieder arbeiten zu können) oder in Rente wollen.

Was meinen eigentlich Ihre Ärzte zur ablehnenden Begründung, die für mich ja gar nicht so abwegig ist?
Meinen die wirklich, dass eine Reha Ihnen helfen kann, oder raten die auch eher zur Spezialklinik (die die Krankenkasse zahlen müsste)?

Ich denke ärztlicher Rat ist wichtiger als der VdK Beistand.

von
Ingo

@ Rosanna Vielen dank!

Meine Arztin hatte mir nach der ersten Ablehnung zur Beantragung der Rente geraten.

Sie hatte meinen Fall (anonym) mit anderen Kollegen besprochen, auch diese konnten die Ablehnung nicht vertsehen.

Sie hatte mir auch zum Widerspruch geraten und etwas dazu geschrieben.

Wir hatte gemeinsam eine passende (medizinisch) Rehaeinrichtung ausgesucht.
Diese besaß eine Traumatologie und wäre optimal gewesen.
Von der erneuten Ablehnung wird sie erst in den nächsten Tagen erfahren.
Was ich anstrebe? Besserung!
Ich denke die Reha hätte zumindest eine Besserung gebracht. Ich kann die DRV natürlich verstehen, das diese nur bei Erfolgsaussicht, also Widerherstellung der Arbeitskraft, zahlt.

Da ich zur Zeit noch ALG beomme, aber wahrscheinlich bis Ablauf des Jahres nicht vollständig wieder einsatzfähig sein werde, muss ich auch eine Rente anstreben.

Experten-Antwort

Hallo Ingo,

die Rentenversicherung erbringt Leistungen zur Teilhabe (Rehabilitationsleistungen) unter anderem für Versicherte, deren Erwerbsfähigkeit wegen Krankheit oder körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung erheblich gefährdet oder gemindert ist und bei denen voraussichtlich bei erheblicher Gefährdung der Erwerbsfähigkeit eine Minderung der Erwerbsfähigkeit durch Leistungen zur medizinischen Rehabilitation oder zur Teilhabe am Arbeitsleben abgewendet werden kann.
Offensichtlich ist Ihr Rentenversicherungsträger zur Erkenntnis gelangt, dass bei Ihnen die obig beschriebenen Voraussetzungen nicht vorliegen.

Diese Feststellung hat keinen unmittelbaren Einfluss auf das parallel anhängige Rentenverfahren. Denn die Frage der Erwerbsminderung bestimmt sich danach, wer unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens 6 Stunden täglich erwerbstätig sein kann. Hierbei ist die jeweilige Arbeitsmarktlage nicht zu berücksichtigen.

Selbstverständlich fließen aber die Erkenntnisse aus dem Rehabilitationsverfahren - insbesondere die medizinischen Unterlagen - in die Entscheidung über Ihren Anspruch auf Rente wegen Erwerbsminderung mit ein.

Eine abschließende Einschätzung - ohne Kenntnis des konkreten Sachverhaltes unter Berücksichtigung der medizinischen Unterlagen - ist in im Rahmen dieses Forums nicht möglich und auch nicht beabsichtigt.

von
Ingo

@ Experte

Es liegen der DRV, wie oben geschrieben, zwei Gutachten die besagen, &#34;noch nicht einmal ein Restleistungvermögen nach §.. zu beschreiben&#34;, vor.

Mir ist dank Corletto bewußt, das diese Gutachten for die DRV nur eine umtergeordnete Rolle spielen.

Aber insbesondere das Gutachten der BUV ist 28 Seiten lang. Verschiedene psychologische Test wurden durchgeführt, EEG usw. Also ein sehr umfangreiches Gutachten.

Aufgrund dessen beruht wahrscheinlich die Rehaablehnung, da ausser dem Arztbericht (Facharzt), der eine Reha für notwendig hält, keine weiteren Unterlagen vorgelegen haben können.