EMR versus Schwerbehindertenrente

von
Claudia

Zitiert von: Siehe hier
Zitiert von: Claudia

Hallo siehe hier,

können Sie denn bitte "griffig" erklären, wer nach mehr als 26 Wochen AU (laut dem BSG-Urteil), ein Anspruch auf eine EMR hat?

MfG
Claudia

So, wie es auch im §43 SGB VI geregelt ist.
Die GRA (Gemeinsame rechtliche Anweisungen) hierzu finden Sie hier:

https://rvrecht.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/rvRecht/01_GRA_SGB/06_SGB_VI/pp_0026_50/gra_sgb006_p_0043.html

In dem Urteil ging es damals um die Verweisung auf einen (den Einschränkungen entsprechenden) geeigneten Arbeitsplatz. Diesen konnte die Beklagte (die Rentenversicherung) nicht nachweisen. Deshalb sprachen die Richter der Klägerin die volle EM-Rente zu.

Nach der AKTUELLEN Rechtslage (siehe die GRA), wird aber, wenn jemand teilweise erwerbsgemindert ist und aber keinen Arbeitsplatz (mehr) hat (z.B. auch aufgrund seiner schon länger dauernden gesundheitlichen Einschränkungen) bzw. eine Weiterbeschäftigung beim bisherigen Arbeitgeber nicht mehr möglich ist, ohnehin geprüft, ob dann aufgrund eines 'verschlossenen Teilzeitarbeitsmarktes' eine volle EM-Rente bezahlt werden kann/muss, die sogenannte 'Arbeitsmarktrente'.
Somit findet dieses damalige Urteil ohnehin in der Anwendung Beachtung.

(Weswegen es m.M. nach 'wurscht ist', dieses Urteil hier wöchentlich mit großem Trara auseinander zu klabüstern und damit eher Verunsicherung zu erzeugen.)

Ein 'Beinbruch', der wieder heilt, führt also nicht notwendigerweise zu einer Erwerbsminderung, trotz langer AU (allenfalls zu einer vorübergehenden, je nach Tätigkeit...ein Dachdecker z.B., aber ein Bürojob könnte auch mit Gipsbein möglich sein...), eine plötzlich auftretende schwerwiegendere andere Krankheit (koronar z.B., also etwas mit dem Herz, oder eine Krebserkrankung, ein schwerwiegender Bandscheibenvorfall, der nicht nur einen Wirbel betrifft etc.) kann aber auch bereits bei dann nur 'einmalig' langer AU bereits ein Grund für eine EM-Rente sein. Üblicherweise wissen hier dann aber auch die behandelnden Fachärzte bereits, ob mit einem Stent dann nach absehbarer Zeit alles wieder gut ist oder ob eine EM-Rente beantragt werden sollte.

Hallo siehe hier,
hallo Peter T.

Lieben Dank für eure Antworten!

LG
Claudia

von
Silke

Zitiert von: Peter T.

Sollen doch mal die schreiben, die nach länger als 26 Wochen AU keine EM erhalten haben und viele nicht einmal die teilweise...[/quote]

Ist es nicht mehr so, dass aus der teilweisen EMR, automatisch? eine volle EMR wird, weil der Arbeitsmarkt verschlossen ist??

Erst nach 26 Wochen?

von
Peter T.

Wenn man wegen einer teilweisen EM Aufgrund des verschlossenen Arbeitsmarktes eine volle EMR erhält, hat man ja trotzdem schon eine EM Rente zugebilligt bekommen. Und dort gibt es auch keine Frist von 26 Wochen...
Ich glaube dort muss man innerhalb von 1 Jahr keine geeignete Teilzeitstelle finden oder es ist so gut wie aussichtslos, solch eine zu bekommen.
Aber bitte ohne Gewähr, mit dem Jahr...

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