englischer Arbeitsvertrag

von
Sabine

Künftig werde ich bei einem englischen Arbeitgeber (Firmensitz England) angestellt sein, aber weiterhin in Deutschland leben und dort arbeiten. Der Arbeitgeber bietet einen Arbeitsvertrag nach englischem Recht an. Was muss ich dabei beachten? Gelten die gleichen Rentenansprüche? Müssen zusätzliche Leistungen vereinbart werden?

Experten-Antwort

Wenn Sie einen Arbeitsvertrag mit einem Arbeitgeber schließen, der seinen Firmensitz in England hat und auch ausschließlich dort tätig sein werden, unterliegen Sie auch den dortigen Rechtsvorschriften, was die Sozialversicherung anbelangt. Das gilt auch, wenn Sie Ihren Wohnsitz in Deutschland beibehalten. In Großbritannien wird der Sozialversicherungsbeitrag ebenso wie in Deutschland anteilig vom Arbeitnehmer und Arbeitgeber getragen. Was die Rentenansprüche betrifft, verhält es sich so, dass die sog. EWG-Verordnungen dafür sorgen, dass Personen, die während ihres Erwerbslebens in verschiedenen Staaten der Europäischen Union beschäftigt sind, im Rentenfall keine Nachteile entstehen. Jeder EU-Staat rechnet nämlich im Rentenfall für die Prüfung, ob vom Betroffenen genügend rentenrechtliche Zeiten nachgewiesen werden, alle innerhalb der EU zurückgelegten Zeiten zusammen, so als hätte man nur in einem Staat Beiträge gezahlt. Bei der Rentenberechnung verhält es sich dann so, dass jeder Staat anteilig aus den bei ihm eingezahlten Beiträgen eine Rente zahlt. Für nähere Auskünfte über britische Rentenansprüche empfehlen wir Ihnen, sich an die Deutsche Rentenversicherung Hamburg als Verbindungsstelle zu Großbritannien zu wenden.