Entgeltpunkte Berechnung

von
Angelika

Guten Tag, ich bitte um Hilfe zu folgendem:
Ich beziehe eine volle Erwerbsminderungsrente befristet bis zum 30.09.2016.
Die Summe aller Entgeltpunkte betrug 41,2131. Eine Verminderung des Zugangsfaktors 0,108 für die Zeit vom 01.03.2014-28.02.2017 wurde angerechnet. Somit vermindern sich die Entgeltpunkte. Kann mr das jemand erklären, ich verstehe dies nicht. Weitere notwendige Auskünfte werden erteilt.
Vielen Dank und freundliche Grüße

von
Schade

Das sind die 10,8% Abschlag die von der EM Rente abzuziehen ist - steht letztlich so im Gesetz.

von
LS

Hallo, Angelika,
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In Anlage 6 des Rentenbescheides wird ausgeführt, wie der Faktor der Minderung entstanden ist und auch, für welche Sachverhalte er angewendet wurde.
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Mit Sachverhalten meine ich:
- Entgeltpunkte aus Zeiten im Beitrittsgebiet,
_ Entgeltpunkte für Zeiten in den alten Bundesländern,
_ Entgeltpunkte davon in der Knappschaft usw.
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Die Minderung gilt bis zum Ablauf der gewährten Rente, sie wird bei Gewährung einer anderen Rentenart neu berechnet.
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Bei einer Erwerbsminderungsrente berechnet sich die Minderung aus der Differenz in Monaten, die ab Folgemonat Rentenbeginn zwischen dem 60. und 63. Lebensjahr noch fehlen. Rechtsgrundlage bis 30.06.2014.
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Bei einem Faktor von 0,108 Minderung bedeutet dies, es sind 36 Monate als Minderung berücksichtigt worden, ((36*0,3)/100 = 0,108.
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Sie haben also die Erwerbsminderungsrente vor Vollendung des 60. Lebensjahres bekommen oder genau ab Vollendung.
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In Anlage 4 des Bescheides steht unter "Zuschlag an Entgeltpunkten für beitragsfreie Zeiten" bei "Zurechnungszeit" die Summe Monate, die Ihnen ab Beginn der Erwerbsminderung bis zum 60. Lebensjahr gewährt wurden.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Angelika,

eine Rente errechnet sich als Produkt aus persönlichen Entgeltpunkten, Rentenartfaktor und aktuellen Rentenwert. Die persönlichen Entgeltpunkte sind einerseits von den eingezahlten Beiträgen/zurückgelegten rentenrechtlichen Zeiten und andererseits vom Zugangsfaktor abhängig. Für die Höhe des Zugangsfaktors ist letztlich entscheidend, ob und wie lange eine Rente vorzeitig beansprucht wird. Das Sozialgesetzbuch bestimmt so, dass eine Erwerbsminderungsrente, die vor Vollendung des 65. Lebensjahres beginnt, grundsätzlich vorzeitig beansprucht wird. Allerdings ist für Erwerbsminderungsrenten festgelegt, dass hier maximal 10,8 % Abschlag entstehen können, d. h. die Renten werden so gestellt als würden sie maximal 36 Monate „vorzeitig bezogen“. Daraus ergibt sich der im Rentenbescheid genannte Zeitraum und die entsprechende Verminderung des Zugangsfaktors.

von
Schießl Konrad

Bekanntlich führen mehrere Wege nach Rom:

Auch so, kann man es erklären:

41.2131 EP. x 28,61 Rentenwert =1179,10
Bruttorente^minus 127,34-10,8% 1051,76
Bruttorente. Gegenprobe,

Euro 28,61 derzeitiger Rentenwert minus 10,8% - 3,09 Euro ergibt 25,52 RW,statt
28,61 Rentenwert.

Rentenwert 25,52 x 41.2131 EU: 1051,76

Nicht das Hauptgericht Entgeltpunkte ändert
sich, vielmehr die Zutaten

Dies gilt auch für die Jährliche Anhebung
zum 1.7. eines Jahres, da der Rentenwert
dynamisch ist.

MfG.

von
LS

User Konrad Schießl,

Angelika wollte nicht wissen, wie sich die Bruttorente errechnet, vielmehr, wie der Faktor 0,108 zustande kommt.
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Mir erschließt sich nicht die Logik, dies aus den verschiedenen Wegen nach Rom erläutert zu haben

von
Angelika

Hallo, an die Antwortenden: Vielen Dank für die ausführlichen Informationen. Jetzt bin ich ein wenig schlauer.
Angelika