Entlassungsbericht, Umwandlung, EM-Rente

von
Fragende

Hallo an die Experten,

ich muss ein wenig weit ausholen.

Aufenthalt Reha-Klinik Juli 2000 - August 2000.

Den Entlassungsberich hab ich damals nicht bekommen, auch mein Arzt nicht. (jetzt bitte nicht fragen, warum und wieso nicht!).

Jetzt im Sept. EM-Antrag von mir aus gestellt.

Bevor ich diesen EM-Antrag ausfüllte, hat mir die DRV einen Rentenantrag zugeschickt, mit diesem Paragraphen § 116 Abs. 2 Nr.1 SGB VI, d. h. der Rehaantrag von damals von Aug. 2000 umgewandelt!

Jetzt möchte ich wissen, ob ich damals im Jahr 2000 schon längst EM-Rente hätte haben können?

Wenn ja, wieso werde ich jetzt zu zwei Gutachter geschickt? (Nervenarzt und Orthopädie). Will die DRV jetzt "Ihr Gesicht wahren" und nur proforma...?

Hat die DRV nicht evtl. bei mir Mist gebaut?

Einsicht in den Befunde bekomme ich nicht und die DRV gibt keine Auskunft. Wahrscheinlich aus gutem Gewissen, denn wenn ich Recht hab, das ich schon seit 11 Jahren arbeitsunfähig entlassen wurden bin, müssen die mir für diese Jahre wohl einiges zurückbezahlen und mich jetzt ohne GA sofort in Rente schicken.

Sehe ich das so richtig?

Da ich dieses Forum regelmäßig besuche, möchte ich bitte auf DUMME Kommentaren verzichten.

Wer mir etwas zu meinem Problem etwas sagen kann, damit meine ich DIE EXPERTEN, dann würde ich mich sehr freuen.

Danke.

von
Schade

Da kann Ihnen wahrscheinlich keiner im Forum etwas genaues sagen.

Ob eine Reha vor 11 Jahren bei einem heutigen Rentenantrag wichtig ist, kann niemand wissen.

Auch kennt keiner die Zusammenhänge.

Jede Antwort wäre in meinen Augen reine Spekulation.

Warum sollen Sie schon damals erwerbsgemindert gewesen sein, wenn Sie erst jetzt den Antrag stellen? Keiner weiß, was Sie in der Zwischenzeit gemacht haben.....

von
Fragende

..."Warum sollen Sie schon damals erwerbsgemindert gewesen sein, wenn Sie erst jetzt den Antrag stellen? Keiner weiß, was Sie in der Zwischenzeit gemacht haben....."

Weil jetzt die DRV mir einen Rentenantrag zuschickte, den Sie in den Paragraphen § 116 umgewandelt haben und mir mitteilten, das Teilhabe a. Arbeitsleben aufgrund keine Erfolgsaussichten auf Arbeit besteht, abgewiesen.

In der Zwischenzeit habe ich von der DRV eine Rehaumschulung gemacht und eine Weiterbildung von 9 Monaten.

Danach nichts mehr.

von
Stef

Eine Vermutung hätte ich :
Im damaligen Entlassbericht stand sie wären nicht erwerbsunfähig.
Vor kurzem gab es jetzt ein Gutachten (nach Aktenlage ?) in dem festgestellt wurde, dass die damalilge Aussage falsch war. Jetzt hat man Sie angeschrieben, damit Sie einen Rentenantrag stellen. Das erneute Gutachten ist evtl. erforderlich um den aktuellen Gesundheitszustand zu klären.

Ob es tatsächlich so war, können SIe nur bei der zuständigen Sachbearbeitung erfragen.

Und wenn der Antrag von 2000 umgedeutet würde, dann bekämen Sie auch die Rente für die diese Jahre nachgezahlt (abzüglich von Erstattungsansprüchen anderer Stellen).

von
Schade

Vielleicht wird ja der jetzige Antrag auf Teilhabe in einen RA umgedeutet und nicht der Reha Antrag von 2000?

Auch ein LTA Antrag ist ein Reha Antrag der umgedeutet werden kann?
Vielleicht denken Sie zu kompliziert und alles ist ganz, ganz einfach und die böse, böse DRV will Ihnen gar nicht übel?

von
Alltagsbegleiter

Wenn Sie über ältere Arztbriefe verfügen, sollten Sie diese unbedingt zu den Gutachterterminen mitnehmen.
Man wird Sie sicherlich über den Krankheitsverlauf der vergangenen elf Jahre befragen.
Wenn dann auch anhand Ihrer Krankenakte deutlich wird, dass tatsächlich seit damals die Erwerbsfähigkeit zu keiner Zeit wiederhergestellt war, dürfte einer rückwirkenden Bewilligung der Rente nichts im Wege stehen.

von
Rosanna

Hallo @Fragende,

also es ist schon mehr als ungewöhnlich, daß ein Reha-Antrag von 2000 als Rentenantrag gilt/umgedeutet wird. Hat die DRV Ihnen tatsächlich das Datum von 2000 genannt? Evtl. handelt es sich um einen Schreibfehler. Ich vermute auch eher, daß der NEUE LTA-Antrag gemeint war.

Stellen Sie sich vor, was für ein Aufwand die DRV bei einem Reha-/Rentenantrag von 2000 betreiben müßte:

Sämtliche Leistungen, die Sie seit 2000 erhalten haben, müßten berücksichtigt werden (auch die Reha-Leistungen);

bei einer Rente nach neuem Recht Einkommensanrechnung nach § 96 a SGB VI;

bei einem Rentenbeginn im Jahre 2000 wäre es eine ErwerbsUNFÄHIGKEITSrente ohne Einkommensanrechnung.... und und und.

Rufen Sie morgen bei der DRV an. Es kann nicht sein, daß man Ihnen keine Auskünfte erteilt, um was es geht. Hier im Forum kann man nur spekulieren (auch der Experte).

MfG Rosanna.

von
Fragende

Hallo,

danke für die Antworten.

Von der DRV bekomme ich per Telefon keine Auskunft, das hab ich schon versucht.

Jetzt werde ich versuchen, Akteneinsicht bei der DRV zu bekommen, wenn zwecks mit VDK.

von
Alltagsbegleiter

Sie haben Anspruch auf Akteneinsicht: Verweisen Sie auf § 25 SGB X. Die Nennung des betreffenden Paragrafen kann Ihnen das Einschalten des VDK möglicherweise ersparen.

von
Fragende

Hallo,

eigenartiger weise schreibt jetzt hier kein "EXPERTE"? Warum nicht....?

Stimmt evtl. doch meine Vermutung, die ich hier hab?

Ich denke, das es nicht zu schwer nachzuvollziehen, nach was ich fragte...

Hab jetzt Schreiben an die DRV geschickt, das ich Akteneinsicht haben möchte und hab einen Rechtsanwalt eingeschaltet.

Danke für die Antworten.

Experten-Antwort

Der „Experte“ meldet sich immer, auch wenn es mal etwas später ist. Weitere Spekulationen bzw. Vermutungen helfen Ihnen nicht weiter. Sie sind mit der beantragen Akteneinsicht und der Einschaltung eines Rechtsanwaltes auf dem richtigen Wege.

von
Fragende

Hallo Experte,

Danke.

Ich hoffe nur die DRV weiß es auch, das Sie dazu verpflichtet sind.