Entscheidet Rehaarzt über meine Zukunft?

von
tom

Hallo.
Ich 41 bin auf med. Reha.
kasse und ich wollten dies.
reha vor rente.
Meine ärzte haben mir per Attest bescheinigt,
Dass ich nicht mehr Vollzeit wegen meinem
Rheuma arbeiten kann.
Selbst im Büro nicht mehr.
Entscheidet nun der Rehaarzt über meine Zukunft?
Der kennt mich doch nur aus 2Visiten.
Die psychologin der Reha sagt auch, ich kann nicht mehr voll arbeiten und soll auf em steuern. Teilhabe ist kaum möglich da ich schon kaufmann bin.
Habe schon 2 wiedereingliederungen erfolglos hinter mir. Job habe ich keinen.
Bin seit 7 monaten au.
Die letzten 4 jahre fast nur au oder job max nur 2 monate.

Wie soll ich mich nun auf reha verhalten beim abschlussgespräch?
Was tun wenn rehaarzt anderer meinung wie meine ärzte sind?
Vielen lieben dank

von
Erfahrener

Die Reha-Ärzte sind im Regelfall erfahren genug, um ihre Patienten korrekt beurteilen zu können.

Außerdem werden auch noch Stellungnahmen der behandelnden Therapeuten eingeholt, bevor der Entlassungsbericht geschrieben wird.

Sollte ein anschließender Antrag auf Erwerbsminderungsrente aufgrund des Reha-Entlassungsberichts abgelehnt werden, können Sie immer noch Widerspruch dagegen einlegen.

Gute Besserung!

von
Anita

Zitiert von: tom

Der kennt mich doch nur aus 2Visiten.
Die psychologin der Reha sagt auch, ich kann nicht mehr voll arbeiten und soll auf em steuern.

In der ersten Reha, in der ich war, mussten alle Therapeuten täglich ihre Befunde und Therapien in den PC eintippen; danach richtete sich letztlich der ärztliche Entlassungsbericht - den Arzt hatte ich auch nur ein paar Mal gesehen.

von
KSC

Welche Ratschläge erwarten Sie im Forum?
Keiner hier kennt Sie und Ihre Gesundheit - wie soll man Ihnen raten können wie Sie sich im Gespräch verhalten sollen?

Und was soll man hier sagen, wenn Ärzte unterschiedlicher Meinung sind?

Wenn der Rehaarzt anderer Meinung ist wie andere Ihrer Ärzte können Sie ihn nach dem Grund seiner Meinung fragen.
Und nach der Reha machen Sie was Sie für richtig halten - weiter au oder alo oder halt Rente beantragen und abwarten was rauskommt. :)

von
Mabuse

Aufgabe des Rehaarztes ist es gemeinsam mit dem Psycholgen der Einrichtung im Abschlußbericht eine Einschätzung zu Ihrer Arbeitsfähigkeit abzugeben.
Ich rate Ihnen in diesem Zusammenhang, diese Fragestellung bereits bei allen Arztgesprächen zu thematisieren.
Beim Abschlußgespräch haben die Ärze sich längst ei Urteil gebildet und fassen dies nur noch zusammen.
Also in die Offensive gehen..
Leider ist es im Auftrag der Rentenversicherung das Ziel der Einrichtung möglichst viele Patienten arbeitsfähig zu entlassen. Dafür werden sie ja auch von der RV bezahlt.
Seien sie hartneckig!

von
Krämers

Der Rehaarzt entscheidet nicht über eine EM-Rente sondern immer noch der med. Dienst der RV . Der sichtet nach der Reha dann alle ihre ärztlichen Unterlagen die über Sie vorliegen und beurteilt diese in ihrer Gesamtheit bezüglich einer Eerwerbsmidnerung und entscheided dann.

Das Rehagutachten ist nur als " Empfehlung " an die RV zu verstehen und keinesfalls für die RV bindend. Es wurden schon Leute aus der Reha als voll EM entlassen denen dann gar keine Rente zuerkannt wurde und uimgekehrt wurde in der Reha keine EM festgestellt, aber trotzdem von der RV dann doch eine EM-rente zugesprochen.

Beim Abschlussgespräch wird ihnen der Arzt dann schon sagen wie die Klinik ihre EM einschätzt und ob eine EM-Rente ( oder ander Massnahmen wie Teilhabe am Arbeitsleben etc. ) überhaupt in Frage kommt. Sie können dann damit einverstanden sein was die Klinik sagt oder ihre gegenteilige Meinung dann dazu kundtun. Inwieweit diese dann noch in den Abschlussbericht mit einfliesst bzw. noch berücksichtigt wird liegt aber alleine in der Entscheidung des Arztes.

von
Mabuse

@Vorschreiber: wie ich geschrieben habe: Reharzt gibt eine Einschätzung ab. Die RV entscheidet völlig eigenständig.
Was ich aber noch nie gehört oder gelsen habe ist, dass die RV eine Rente genehmigt, wenn dies der Reharzt so noch nicht gesehen hat. Also stellt die Reha doch eine wichtige Hürde dar...
Wobei der Klageweg immer offen, aber sicherlich auch anstrengend und zeitraubend ist...

von
--//--

Zitiert von: Mabuse

Leider ist es im Auftrag der Rentenversicherung das Ziel der Einrichtung möglichst viele Patienten arbeitsfähig zu entlassen. Dafür werden sie ja auch von der RV bezahlt.
Seien sie hartneckig!

Was heißt LEIDER? Welchen Sinn sehen Sie denn in einer Reha-Maßnahme? Der Sinn ist doch wohl der, daß der Patient nach der Maßnahme wieder arbeitsfähig wird.

Eine Reha ist doch kein von der DRV bezahlter Urlaub! Also manche haben aber auch gar keine Ahnung...

von
--//--

Zitiert von: Mabuse

@Vorschreiber: wie ich geschrieben habe: Reharzt gibt eine Einschätzung ab. Die RV entscheidet völlig eigenständig.
Was ich aber noch nie gehört oder gelsen habe ist, dass die RV eine Rente genehmigt, wenn dies der Reharzt so noch nicht gesehen hat. Also stellt die Reha doch eine wichtige Hürde dar...
Wobei der Klageweg immer offen, aber sicherlich auch anstrengend und zeitraubend ist...

Auch wenn Sie es weder gehört oder gelesen haben, trifft es trotzdem zu.

@Krämers hat vollkommen recht.

von
Elli

Hallo Tom,

welche Alternative haben Sie?
Natürlich wird die Rehaeinrichtung ihre Einschätzung über eine eventuelle (teilweise oder volle) Erwerbsminderung oder der uneingeschränkten Erwerbsfähigkeit darlegen.
Sie müssten dann schon ihren behandelnden Ärzten der Rehaeinrichtung ausführlich Ihre eigene Sichtweise (und die Ihrer bislang behandelnden Ärzte) darlegen.
Sollte die Entscheidung des Rentenversicherungsträgers dann nicht den tatsächlich gegebenen gesundheitlichen Gegebenheiten entsprechen, sollten Sie Widerspruch unter Heranziehung der Entscheidungsgründe (ggf. auch des Berichtes der Reha-Klinik) einlegen.
In einem gewissen Maße ist man also der Betrachtungsweise der Rehaärzte ausgeliefert.
In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, bei Bewilligung und Bezug einer vollen Erwerbsminderungsrente möglichst auf die erneute Beanspruchung einer medizinischen Rehabilitation (über die DRV) zu verzichten, weil eine erneute Beurteilung Ihrer Erwerbsfähigkeit irgendwelcher Ärzte einer erneuten Rehaeinrichtung der ursprünglichen Bewilligung der Erwerbsminderungsrente zuwieder laufen könnte, was den Betroffenen viel Ärger und erneute Existenzkämpfe bescheren könnte, soweit man deswegen wieder ins Widerspruchs- bzw. Rentenbewilligungsverfahren einsteigen muss.
Neue Rehaärzte = neue Beurteilungen, dies ist eine Gleichung die gelegentlich vorkommt.
Also, als EM-Rentenbezieher im Zweifel lieber auf eine Reha verzichten.

von
Aha

Zitiert von: --//--

Zitiert von: Mabuse

Leider ist es im Auftrag der Rentenversicherung das Ziel der Einrichtung möglichst viele Patienten arbeitsfähig zu entlassen. Dafür werden sie ja auch von der RV bezahlt.
Seien sie hartneckig!

Was heißt LEIDER? Welchen Sinn sehen Sie denn in einer Reha-Maßnahme? Der Sinn ist doch wohl der, daß der Patient nach der Maßnahme wieder arbeitsfähig wird.

Eine Reha ist doch kein von der DRV bezahlter Urlaub! Also manche haben aber auch gar keine Ahnung...

Gott sei Dank haben Sie ja die volle Ahnung!