Entscheidung Erwerbsminderungsrente direkt in Reha

von
Die Wartende

Hallo zusammen,

ich bin im Dezember 2017 schwer mit meinem Herz erkrankt. Im Juli 2018 konnte ich die gewünschte kadioligische Reha antreten, an derem Ende ich wusste, dass bis zum Antritt der Wiedereingliederung noch 3-Monate vergehen werden. Während meiner WE bin ich leider nur bis 3 Stunden täglicher Arbeit gekommen. Diese Anzahl an täglichen Stunden arbeite ich bis jetzt. Da sich auch meine psychischen Vorerkrankungen dazu verschlechtert haben, habe ich in 01/2019 mit meinen Ärzten den Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt. 2 Gutachten im Mai und ein Termin in Dezember 2019 folgten. Heute endlich Post von der RV. Zum Glück keine Ablehnung, sondern ein "Angebot zur medizinischen psychosomatischen Reha". Ich mutmaße jetzt, dass ich dieses annehmen muss. Wüsste aber gerne aus Ihren Erfahrungen, ob ich auch bei dieser Reha am Ende genau weiß, wie es mit mir bzgl. Erwerbsminderung weiter geht. Ich freue über eine Information, wie es bei Ihnen war. Danke und Gruß

von
KSC

Karl May aus Radeberg hat nach einer Reha Rente bekommen.

Willy Busch aus Hameln aber nicht.

Im Ernst - was nützen Ihnen die berühmten Erfahrungen anderer?

Wenn Ihre Rente abgelehnt wird nützt es Ihnen doch gar nichts zu wissen dass andere eine Rente kriegen.

von
Gabriele 2019

Zitiert von: Die Wartende
Hallo zusammen,

ich bin im Dezember 2017 schwer mit meinem Herz erkrankt. Im Juli 2018 konnte ich die gewünschte kadioligische Reha antreten, an derem Ende ich wusste, dass bis zum Antritt der Wiedereingliederung noch 3-Monate vergehen werden. Während meiner WE bin ich leider nur bis 3 Stunden täglicher Arbeit gekommen. Diese Anzahl an täglichen Stunden arbeite ich bis jetzt. Da sich auch meine psychischen Vorerkrankungen dazu verschlechtert haben, habe ich in 01/2019 mit meinen Ärzten den Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt. 2 Gutachten im Mai und ein Termin in Dezember 2019 folgten. Heute endlich Post von der RV. Zum Glück keine Ablehnung, sondern ein "Angebot zur medizinischen psychosomatischen Reha". Ich mutmaße jetzt, dass ich dieses annehmen muss. Wüsste aber gerne aus Ihren Erfahrungen, ob ich auch bei dieser Reha am Ende genau weiß, wie es mit mir bzgl. Erwerbsminderung weiter geht. Ich freue über eine Information, wie es bei Ihnen war. Danke und Gruß

Um es gleich auf den Punkt zu bringen, auch wenn ihr Rentenantrag durchgeht so bekommen Sie die neuen Zurechnungszeiten die ab 01.01.2019 gelten nicht.

Experten-Antwort

Hallo Die Wartende,

da mir der Inhalt des Schreibens leider nicht bekannt ist, vermag ich hier im Rahmen dieses Forums keine eindeutige Aussage zu Ihrem Anliegen zu treffen.

Ich kann vermuten, dass entsprechend des Grundsatzes "Reha vor Rente" mithilfe der Rehabilitation versucht werden soll, Ihr Leistungsvermögen derart positiv zu beeinflussen, dass Sie wieder in der Lage sind, eine Tätigkeit in einem zeitlichen Umfang von 6 Stunden und mehr auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ausüben zu können. Ob dies aber realisierbar ist, hängt vom tatsächlichen Verlauf der Rehabilitationsleistung ab und vermag daher im Vorfeld nur schwer abzuschätzen sein.

Sofern Sie konkretere Informationen zur geplanten Rehabilitationsmaßnahme benötigen oder zu den möglichen Konsequenzen eines Verzichts Ihrerseits auf die Ihnen angebotenen Rehabilitationsmaßnahme, kann ich Ihnen nur empfehlen, sich direkt mit Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger in Verbindung zu setzen.

von
PeterT

Es ist ein " Angebot".
Angebote kann man ablehnen.
Ich bekam seinerzeit ein Angebot zur LTA.
Dies habe ich abgelehnt mit der Bitte meinen Rentenantrag
( nach einer Reha ) weiter zu bearbeiten.
6 Wochen später kam der Rentenbescheid.

Bei einer psychosomatischen Reha wird auch nur nur dies im Rehabericht bewertet. Nicht die anderen Krankheiten.

von
DieWartende

Danke an den Experten und Peter für die Antwort. KSC, das kann dann ja die Standardantwort auf alle Fragen hier sein...sind ja alles Einzelfälle. Ich habe freundlich gefragt, verstehe dann den Ton der Antwort nicht.
Gabriele, danke für die "auf den Punkt gebrachte Antwort"...auch wenn das gar nicht Teil meiner Frage war. Ich wollte wirklich nur wissen, ob ich\man bereits am Ende der Reha eine Antwort hat auf die Frage Erwerbsminderung ja/nein.
Ich wünsche ein schönes Wochenende

von
Schade

Kein Reha Arzt entscheidet über den Rentenantrag, daher werden Sie das nie am Ende der Reha wissen.

Der Rehaschlussbericht wird von der DRV ausgewertet, wie dann entschieden wird, werden Sie sehen.

Erfahrungen anderer werden Ihnen nichts nützen

von
Siehe hier

Hallo DieWartende,

Wie auch "Schade" schon sagte, wird das Ergebnis einer neuen Reha NICHT endgültig entscheidend sein, ob die sozialmedizinischen Gutachter Ihrem Antrag auf Erwerbsminderungsrente tatsächlich zustimmen.

Sie haben aber die Möglichkeit, in einer psychosomatischen Reha (neue) Erkenntnisse zu erfahren, inwieweit sich Ihre Herzprobleme auf die Psyche auswirken. Und sich Dinge zu trauen, die Sie so zunächst aufgrund Ihrer (Herz-)Einschränkungen nicht mehr wagen.
Ob dies dann ausreichend ist, Sie als wieder erwerbsfähig einzustufen, wird dann nach dieser Reha erst einmal nur "empfohlen".

Immerhin sehen die Gutachter derzeit noch eine Möglichkeit, Sie zu stärken, sonst würden Sie das Angebot einer neuen Reha gar nicht erst erhalten.

Ich möchte Ihnen einfach Mut machen, sich entsprechend Ihrer Gesundheit zu entscheiden!! Ich kenne ihre persönliche Situation nicht, notfalls muss Herr Hartz IV eintreten, weil Sie sonst nicht wissen, wovon Sie leben sollen, (das wird später mit einer evtl EM-Rente verrechnet...). Nutzen Sie die Möglichkeit, die Ihnen zur Erhaltung bzw. Stärkung Ihrer Gesundheit geboten wird!!

Ich wünsche Ihnen viel Kraft und alles Gute!

von
Unsinn.

Zitiert von: Siehe hier
Hallo DieWartende,

Wie auch "Schade" schon sagte, wird das Ergebnis einer neuen Reha NICHT endgültig entscheidend sein, ob die sozialmedizinischen Gutachter Ihrem Antrag auf Erwerbsminderungsrente tatsächlich zustimmen.

Sie haben aber die Möglichkeit, in einer psychosomatischen Reha (neue) Erkenntnisse zu erfahren, inwieweit sich Ihre Herzprobleme auf die Psyche auswirken. Und sich Dinge zu trauen, die Sie so zunächst aufgrund Ihrer (Herz-)Einschränkungen nicht mehr wagen.
Ob dies dann ausreichend ist, Sie als wieder erwerbsfähig einzustufen, wird dann nach dieser Reha erst einmal nur "empfohlen".

Immerhin sehen die Gutachter derzeit noch eine Möglichkeit, Sie zu stärken, sonst würden Sie das Angebot einer neuen Reha gar nicht erst erhalten.

Ich möchte Ihnen einfach Mut machen, sich entsprechend Ihrer Gesundheit zu entscheiden!! Ich kenne ihre persönliche Situation nicht, notfalls muss Herr Hartz IV eintreten, weil Sie sonst nicht wissen, wovon Sie leben sollen, (das wird später mit einer evtl EM-Rente verrechnet...). Nutzen Sie die Möglichkeit, die Ihnen zur Erhaltung bzw. Stärkung Ihrer Gesundheit geboten wird!!

Ich wünsche Ihnen viel Kraft und alles Gute!

Hauptsache etwas mitgeteilt, obwohl nichts Neues dabei ist. Sie sollten sich mal ernsthaft Gedanken machen.