Entzug der unbefristeten teilweisen Erwerbsminderungsrente

von
Skeptiker

Zitiert von: Plombe

Sind Sie denn seinerzeit ebenfalls begutachtet worden? War die Teilweise EMR erst befristet gewährt? Haben Sie eine Halbtagsstelle?

Zitiert von: Marina
Seit zwei Jahren beziehe ich eine unbefristete teilw. Erwerbsminderungsrente.

Also, vor zwei Jahren hielt man die Fragestellerin für dermaßen krank, dass man ihr, offenbar sofort, eine UNBEFRISTETE EM-Rente bewilligt hat, was bekanntlich äußerst selten vorkommt.

Zwei Jahre später beantragt die Fragestellerin die Umwandlung in eine volle EM-Rente und plötzlich zweifelt die DRV an der Erwerbsminderung?

Sorry, irgendetwas stimmt an der Story nicht.
Wäre die bisherige EM-Rente befristet gewesen, könnte ich mir die geschilderten Vorgänge sehr gut vorstellen.
Aber die EM-Rente war ja UNBEFRISTET und DAS macht die Schilderungen unglaubwürdig.

von
Plombe

Zitiert von: Skeptiker
Zitiert von: Plombe

Sind Sie denn seinerzeit ebenfalls begutachtet worden? War die Teilweise EMR erst befristet gewährt? Haben Sie eine Halbtagsstelle?

Zitiert von: Marina
Seit zwei Jahren beziehe ich eine unbefristete teilw. Erwerbsminderungsrente.

Also, vor zwei Jahren hielt man die Fragestellerin für dermaßen krank, dass man ihr, offenbar sofort, eine UNBEFRISTETE EM-Rente bewilligt hat, was bekanntlich äußerst selten vorkommt.

Zwei Jahre später beantragt die Fragestellerin die Umwandlung in eine volle EM-Rente und plötzlich zweifelt die DRV an der Erwerbsminderung?

Sorry, irgendetwas stimmt an der Story nicht.
Wäre die bisherige EM-Rente befristet gewesen, könnte ich mir die geschilderten Vorgänge sehr gut vorstellen.
Aber die EM-Rente war ja UNBEFRISTET und DAS macht die Schilderungen unglaubwürdig.

Da sind tatsächlich Fragen offen. Für bestimmte Jahrgänge gibt es die Teilweise EMR auch auf Grund von Berufsunfähigkeit. Eigentlich gibt es nicht viele Möglichkeiten, entweder hat die RV wirklich etwas übersehen, oder es ist bewusst zu dieser Entscheidung gekommen.

von
Marina

War in den letzten 6Jahren 4 mal zu einer Reha bzw. Anschlussheibehandlung.
Zweimal Krankenhausaufenthalt in einer Rheumaklinik.
Nach der letzten Reha dann die unbefristete teilweise EM Rente.
Ja ich glaube, der Gutachter hat sehr oberflächlich gearbeitet und sich keine große Mühe gemacht.Ich glaube niemand hat sich die eingereichten Unterlagen sorgfältig angesehen.
Wenn man das Gutachten liest, haben sich wohl alle anderen Ärzte vorher geirrt.
Seit der Teilrente arbeite ich 18 Stunden in der Woche.

von
zelda

Zitiert von: Marina
War in den letzten 6Jahren 4 mal zu einer Reha bzw. Anschlussheibehandlung.
Zweimal Krankenhausaufenthalt in einer Rheumaklinik.
Nach der letzten Reha dann die unbefristete teilweise EM Rente.
Ja ich glaube, der Gutachter hat sehr oberflächlich gearbeitet und sich keine große Mühe gemacht.Ich glaube niemand hat sich die eingereichten Unterlagen sorgfältig angesehen.
Wenn man das Gutachten liest, haben sich wohl alle anderen Ärzte vorher geirrt.
Seit der Teilrente arbeite ich 18 Stunden in der Woche.

Hallo Marina,

Sie schreiben, dass Sie 18 Stunden in der Woche arbeiten. Wie ist diese Arbeitzeit aufgeteilt ? Denn rentenrechtlich wird beurteilt, wie viele Stunden Sie am Tag arbeiten. Und der täglichen Arbeitszeit wird seit einiger Zeit bei den RV-Trägern mehr Aufmerksamkeit geschenkt als noch vor einigen Jahren.

Außerdem erhielten Sie die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung wegen Ihrem Leistungsvermögen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt oder wegen Berufsunfähigkeit (für vor dem 02.01.1961 Geborene) ?

Vielleicht könnten Sie (Auszüge) des Entziehungsbescheides posten ? An den Formulierungen kann man einiges erkennen.

MfG

zelda

von
Plombe

Zitiert von: Marina
War in den letzten 6Jahren 4 mal zu einer Reha bzw. Anschlussheibehandlung.
Zweimal Krankenhausaufenthalt in einer Rheumaklinik.
Nach der letzten Reha dann die unbefristete teilweise EM Rente.
Ja ich glaube, der Gutachter hat sehr oberflächlich gearbeitet und sich keine große Mühe gemacht.Ich glaube niemand hat sich die eingereichten Unterlagen sorgfältig angesehen.
Wenn man das Gutachten liest, haben sich wohl alle anderen Ärzte vorher geirrt.
Seit der Teilrente arbeite ich 18 Stunden in der Woche.

Kommt vor, drei Gutachter-drei Meinungen. Vielleicht wäre es besser gewesen, sich in Richtung Arbeitsmarktrente zu bewegen. Bei meiner letzten Begutachtung war der Gutachter auch ein anderer als vorher. Allerdings sagte er mir gleich, dass er sich an den beiden vorherigen Gutachten orientieren wird. Er hätte es aber auch anders sehen können. Kurzum,wenn Sie die Entscheidung der RV für falsch halten, gehen Sie, mit entsprechender Beihilfe, in Widerspruch! Dort sollte formuliert werden, was aus Ihrer Sicht nicht richtig ist. Nicht umfassend begutachtet, fehlende Diagnosen, Ihr Beistand sollte wissen, was zu tun ist! Übrigens trifft das jeden EM-Rentner, dessen Rente entzogen oder nicht verlängert wird, dass ein Gutachten anders ausfällt, als das vorherige.

Experten-Antwort

Hallo Marina,
die Rentenversicherung muss bei jedem Antrag auf Erwerbsminderungsrente das individuelle Leistungsvermögen feststellen. Sofern aus allen vorliegenden Unterlagen hervorgeht, dass sich Ihre Erwerbsfähigkeit wesentlich verbessert hat, darf eine Rente grundsätzlich entzogen werden.

von
Memyself

Warum sagt dann jeder drv Berater, mit dem ich je zu tun hatte, das Gegenteil, lieber Experte? Ich bin ein ähnlicher Fall, unbefristete teilrente bis Altersrente, jetzt mit Reha entlassbericht, Antrag auf Umwandlung in volle Rente gestellt.

Aber immer in den vergangenen fast 9 jatlhren Kontakt zur drv gehalten, und immer wurde bestätigt, dass die teilweise auf jeden Fall erhalten bliebe!

von
Marina

Das ist auch meine Frage an die Experten.
Wie konnte mir ein Mitarbeiter der DRV , im persönlichen Gespräch,die Auskunft geben, die unbefristete Teilerwerbaminderungsrente ist auf jedenfall sicher????

von
Valzuun

Die Auskunft darf zweifelsohne so verstanden werden, dass die teilweise Rente solange sicher ist, wie dich der Gesundheitszustand nicht (wesentlich) bessert.
Oder erwartet einer von Ihnen tatsächlich, dass eine solche Rente selbst dann weiter bezogen werden kann, wenn Sie wieder vollkommen Gesund sind? - Wie (un)wahrscheinlich dieser Fall auch immer sein mag.

von
Memyself

Ne, das erwartet keiner, hat auch keiner geschrieben

von
Siehe hier

Zitiert von: Marina
Das ist auch meine Frage an die Experten.
Wie konnte mir ein Mitarbeiter der DRV , im persönlichen Gespräch,die Auskunft geben, die unbefristete Teilerwerbaminderungsrente ist auf jedenfall sicher????

Das kann der Experte aber doch auch nicht beantworten.

Richtig ist, dass eine EM-Rente, auch wenn sie unbefristet ist, immer überprüft werden kann. Insbesondere, wenn eine Veränderung der Umstände eingetreten ist. Wie in Ihrem Fall - aus Ihrer Sicht - eine Verschlimmerung, deswegen haben Sie eine Überprüfung durch Antrag auf Erweiterung selbst veranlasst.

Nun hat der Gutachter etwas völlig anderes festgestellt, nämlich dass Sie - aus seiner Sicht - auch nicht die Voraussetzungen für eine Teil-EM-Rente erfüllen. Da dies nicht in Ihrem Sinne ist, haben Sie Widerspruch eingelegt.

Ihr Widerspruch hat nun eine aufschiebende Wirkung, d.h., die Teil-EM-Rente muss bis zur Klärung weiter bezahlt werden.

Siehe auch Antworten in diesem Beitrag
https://www.ihre-vorsorge.de/expertenforum/forum/detail/abgelehnte-verlaengerung-emr.html

Und so betrachtet war die Auskunft in Ihrem Beratungsgespräch nicht völlig falsch, wenn jedoch anscheinend unzureichend erklärt, denn "pauschal" ist auch eine unbefristete EM-Rente nicht "sicher".

Um alles andere kümmert sich nun ja Ihr Anwalt. Also bewahren Sie Geduld!!

Alles Gute!

Experten-Antwort

Die Rente wegen teilweiser beziehungsweise voller Erwerbsminderung ist selbstverständlich nur dann zu entziehen, wenn aufgrund einer Änderung der tatsächlichen Verhältnisse teilweise beziehungsweise volle Erwerbsminderung nicht mehr besteht, also eine (wesentliche) Besserung des Gesundheitszustandes eingetreten ist.

von
Marina

Zitiert von: Valzuun
Die Auskunft darf zweifelsohne so verstanden werden, dass die teilweise Rente solange sicher ist, wie dich der Gesundheitszustand nicht (wesentlich) bessert.
Oder erwartet einer von Ihnen tatsächlich, dass eine solche Rente selbst dann weiter bezogen werden kann, wenn Sie wieder vollkommen Gesund sind? - Wie (un)wahrscheinlich dieser Fall auch immer sein mag.

Vielen Dank für die Belehrung!
Würde es mir besser gehen, hätte ich sicherlich keinen Antrag gestellt.
Die Aussage war klar und eindeutig, eine unbefristete Rente bleibt erhalten.
Ich warte auf Antwort der Experten.
Denn es scheint ja in der Kundenberatung etwas nicht ganz richtig und vor allem auch nicht verlässlich zu laufen.

von
Katinka1971

Zu den Gutachtern:

Man liegt mit dem Gefühl leider oft nicht daneben.

Meine Tochter und ich waren beim gleichen Gutachter.

Zwei verschiedene Gründe. Sie SBA-Verlängerung. Ich EUR.

Es lagen nur wenige Wochen dazwischen. Erkannt hat er mich nicht mehr.

Zu ihr freundlich, rücksichts- und respektvoll.

Zu mir unfreundlich. Stundenlanges Warten (ging in die Pause). Unverschämte Fragen, das er mich nicht als Faulpelz bezeichet hat, hatte gerade noch gefehlt.

In beiden Fällen hat er alles bestätigt. Bei mir aber gemeint, Besserung in 3 Monaten.

von
Klartextredner

Zitiert von: Marina

Die Aussage war klar und eindeutig, eine unbefristete Rente bleibt erhalten.

Diese Aussage war definitiv falsch. Finden Sie sich besser damit ab, da die losgetretene Lavine nicht mehr zu stoppen ist.

Sie können auch keine Schadenersatzansprüche geltend machen, weil sich erstens auch ein DRV-Mitarbeiter irren darf und weil zweitens das geführte Gespräch nicht beweisbar ist.

Im Übrigen sollte es eigentlich logisch sein, dass eine EM-Rente nach Wegfall der Voraussetzungen entzogen werden kann.
Insofern war Ihre telefonische Anfrage so überflüssig wie ein Kropf.

Manchmal hilft logisches Denken weiter, bevor man handelt.

Offenbar zweifeln Sie selbst an Ihrer Erwerbsminderung, sonst hätten Sie sich nämlich nicht vorab danach erkundigt, ob Ihre Teil-EM-Rente auch auf den Prüfstand kommt und eventuell entzogen werden könnte.

Es kommt äußerst selten vor, dass, wie bei Ihnen, sofort eine unbefristete EM-Rente bewilligt wird.
Und noch seltener kommt es vor, dass eine erst vor zwei Jahren bewilligte UNBEFRISTETE EM-Rente wieder entzogen wird.

Vermutlich hängt das mit Ihrer berufliche Tätigkeit zusammen.
Grundlos werden jedenfalls keine Renten entzogen.

von
Plombe

Vermutlich hängt das mit Ihrer berufliche Tätigkeit zusammen.
Grundlos werden jedenfalls keine Renten entzogen.[/quote] Im Prinzip richtig. Aber es gibt auch Fälle, wo die bestehenden Krankheiten unverändert sind, nun aber nicht mehr zur Erwerbsminderung führen. Hierbei wird die einstige Gewährung als Fehler gesehen. Im vorliegenden Fall hätte sich die Erwerbsfähigkeit von unter 6 auf unter 3 Stunden verschlechtern müssen. Wahrscheinlich ist der Gutachter aber zu dem Schluss gekommen, dass die Leistungsfähigkeit über 6 Stunden beträgt. Dann gibt es aber auch keine Teilrente mehr.

von
Marina

Ich hatte ein persönliches Gespräch mit dem Rentenberater, um die Vorgehensweise eines verkürzten Antrages zu klären.
Meine berufliche Tätigkeit lag mit 18 Stunden ,deutlich unter dem was erlaubt ist.
Ich für meinen Teil beende hier meine Beiträge. Und ich bitte darum von Spekulationen abzusehen.
Von den Experten wünsche ich mir noch die Beantwortung der Frage, wie es zu solchen Auskünften kommen kann.
Denn mit einfach mal sich irren, hat es ja nichts zu tun.
MfG

von
Katinka1971

Es ist schlimm, dass die Auskunft falsch war.

Aber es kann sich immer jemand irren oder etwas falsch verständlich ausdrücken.

Ich würde jetzt einfach das Verfahren abwarten. Wenn Dinge falsch sind im Gutachten, kann man ja gut dagegen vorgehen.

Solange man im Widerspruch ist, hat man ja auch Bestandschutz.

Es werden andere Gutachter die Lage beurteilen jetzt.

Ich finde im übrigen nicht, dass Sie durch ihre Arbeit rausfallen aus der teilweisen EUR. 6 Stunden darf man am Tag arbeiten. Deshalb ja nur eine teilweise EUR.

Aber ich verstehe, wie schwer das momentan ist. Aber da trifft leider wirklich das mit dem lostreten zu. Nichtsdestotrotz ist es noch nicht das Ende.

von
KSC

Dass ein Berater der DRV sich zu der Äußerung hinreißen lässt dass eine unbefristete Rente auf jeden Fall save ist, bezweifle ich.

Es ist zwar unwahrscheinlich und ich habe das in 35 Jahren Beratertätigkeit seltenst erlebt, würde aber nie definitiv einem Kunden sagen, dass ihm nie und nimmer was passieren kann.

Aber vielleicht hat ein Berater das wirklich anders gesagt oder formuliert?

Vielleicht wurden die Aussagen gemaäß eigenem Wunschdenken so interpretiert wie man es gerne hätte.
Auch das kommt nicht selten vor.

Aber letztlich ist es müsig darüber zu grübeln.

Denn das Gegenteil könnte man eh nie beweisen und auch der Beratende könnte nie beweisen dass er etwas anderes gesagt hat als das was Kunde in Erinnerung hat.

Solche angeblichen Falschberatungen hat man mir auch schon vielfach vorgeworfen und in den meisten dieser Fälle bin ich mir im Gegenteil sicher, dass ich das nie so formuliert habe.

von
Plombe

Zitiert von: Marina
Ich hatte ein persönliches Gespräch mit dem Rentenberater, um die Vorgehensweise eines verkürzten Antrages zu klären.
Meine berufliche Tätigkeit lag mit 18 Stunden ,deutlich unter dem was erlaubt ist.
Ich für meinen Teil beende hier meine Beiträge. Und ich bitte darum von Spekulationen abzusehen.
Von den Experten wünsche ich mir noch die Beantwortung der Frage, wie es zu solchen Auskünften kommen kann.
Denn mit einfach mal sich irren, hat es ja nichts zu tun.
MfG
Ihr Ärger ist verständlich, da Ihnen etwas anderes zugesichert worden ist. Leider können die User hier nur spekulieren. Zelda hatte ja darum gebeten, die genauen Formulierungen mal zu n. Das hätte mit Sicherheit weitergeholfen,zumindest für Ihr weiteres Vorgehen. Was da versprochen wurde, nützt Ihnen nichts!

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